Montag, 31. Januar 2011

Rezension: "Vampire Academy #2 - Blaues Blut" von Richelle Mead

Produktinformationen:
Originaltitel: Frostbite - A Vampire Academy Novel
Autor: Richelle Mead
Verlag: Lyx Verlag
Serie: Vampire Academy(Band 2)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 304 Seiten
ISBN: 978-3-8025-8202-8
Preis: 12,95€ [D], 13,40€ [A]

Cover © Egmont Lyx

Dies ist Band 2 der Vampire Academy Serie und die Rezension könnte gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Die Rezension zu Band 1 ist
HIER zu finden.


Inhalt:
Rose steht kurz vor ihrer ersten Prüfung, als ein Strigoiangriff die Moroi und ihre Wächter in Angst versetzt.
Doch nicht nur diese Nachricht versetzt die Schüler der Academy in Aufregunng, sondern auch der nahende Skiurlaub. Auf der einen Seite soll es Spaß machen, auf der anderen Seite ist dies eine Sicherheitsmaßnahme um alle Morois an einem Ort zu haben und sie so besser schützen zu können.

Rose ist Feuer und Flamme für die gelungene Ablenkung, bis plötzlich ihre Mutter auftaucht, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Doch dies ist nicht das einzige, was für reichlich Chaos in Rose‘s Leben sorgt.
Denn ihre große Liebe Dimitri scheint nicht mehr an ihr interessiert zu sein und plant, der Wächter einer alten Freundin namens Tasha zu werden.

Für Rose bricht eine Welt zusammen, auch wenn es ihr an Angeboten nicht mangelt. Doch als es einen weiteren Strigoi Angriff gibt, darf sie sich nicht länger von ihrem Gefühlen ablenken lassen und muss dem Tod ins Auge blicken, um ihre Freunde zu retten ...

Buchtrailer: © Egmont Lyx



Rezension:
„Blaues Blut“ ist der zweite Teil der Vampire Academy Serie und wie der Titel schon vermuten lässt, stehen die Hoheiten dieses Mal im Mittelpunkt des Geschehens.
Ein Angriff der blutrünstigen Strigoi Vampire versetzt die königlichen Familien in Angst und Schrecken und die Wächter setzen alles daran ihren Schützlinge in Sicherheit zu bieten.

Rose ist mitten drin in dem Geschehen und fürchtet mehr als jemals zuvor um das Leben ihrer besten Freundin und letzten Überlebenden des Dragomir Clans Lissa.
Man merkt eigentlich sofort, dass Rose sich im Vergleich zum ersten Band, weiterentwickelt hat und viel entschlossener in ihren Entscheidungen ist. Dies betrifft jedoch nur ihre Berufung als Wächterin, denn in Liebesdingen geht bei ihr wohl so ziemlich alles drunter und drüber.

Da wäre zum einen ihr Mentor Dimitri, an dem sie eigentlich gar nicht interessiert sein dürfte. Doch sie schafft es einfach nicht, von ihm loszukommen und anstatt ihn zu vergessen, zwingen ihre Gefühle sie förmlich an ihm festzuhalten.
Dies ist jedoch alles andere als einfach, hat er doch nun ein Auge auf Christians Tante Tasha geworfen. Rose sieht ein, dass die beiden wahrscheinlich eher eine Zukunft haben als sie und Dimitri und versucht vernünftig zu sein. Schön fand ich an dieser Stelle ihr Geständnis, dass sie nur will, dass er glücklich ist. Dies zeigt einfach mal, dass sie längst nicht so unreif ist, wie sie die Menschen in ihrer Umgebung darstellen.

Dies hält sie dennoch nicht davon ab Dimitris Rat zu befolgen und sich einen Jungen in ihrem Alter zu suchen. Die Wahl fällt auf ihren Freund Mason, mit dem sie sich eigentlich immer gut verstanden hat. Das Chaos wird allerdings komplett, als Adrian Ivashkov auftaucht und keinen Hehl daraus macht, dass Rose sein Interesse weckt.

Und hiermit hätten wir wieder einmal alle Bereiche von existierenden Männerformen in der Literatur abgedeckt. Dimitri, der absolut unnahbare, Mason, der sensible Kumpeltyp und Adrian, der bekennende Bad Boy.

Trotz der großen Auswahl verhält Rose sich so, wie es wahrscheinlich jeder tun würde: Sie will das, was sie nicht bekommen kann. Irgendwie macht sie das sympathisch, weil das nur zeigt, dass sie nicht unfehlbar ist und auch ihre schwachen Momente hat, trotz ihrer Kämpfernatur. Auch wenn sie sich an vielen Stellen stark zusammenreißt und zum Wohl aller handelt und entscheidet, leidet man doch irgendwie mit ihr mit, dass sie nicht das bekommt, was sie verdient.
Gut finde ich auch, dass sie keine von diesen Mädchen ist, die das typische Fräulein in Nöten verkörpert. Das ist ja leider in vielen Vampirromanen der Fall, doch Rose kann ganz entschieden auf sich selber aufpassen, daran habe ich überhaupt keinen Zweifel.

Dies betrifft besonders die Situtationen, in denen sie mit ihrer Mutter zusammenstößt. Die beiden haben kein gutes Verhältnis zueinander, da diese sie in der Obhut der Akademie hat aufwachsen lassen um ihrem Job als Wächterin nachgehen zu können. Zwischen den beiden herrscht ordentlich dicke Luft, was wahrscheinlich aber auch einfach daran liegt, dass Rose ihre Mutter gerade jetzt brauchen würde. Denn sie kann ja mit niemandem sonst über ihre Beziehung zu Dimitri reden, ohne ihm Ärger einzuhandeln.

Doch nicht nur ihr Liebesleben sorgt für reichlich Spannung im Buch, sondern auch die seltsamen Vorkommnisse rund um die Strigois. Für jeden ist es ein Rätsel, wieso sie auf einmal alle königlichen Familien ausschalten wollen und zum ersten Mal stellen sich auch politische Fragen unter den Vampiren.

Sollen die Morois Seite an Seite mit ihren Wächtern kämpfen und so zur besseren Verteidigung beitragen, oder sollen sie lieber halb ausgebildete Wächter rekrutieren um ihren Schutz zu verdoppeln?
Ich finde es wirklich gelungen, dass sich die Geschichte hier nicht nur auf einzelne Charaktere spezialisiert, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen beleuchtet. So bekommt man einen viel größeren Eindruck der Welt, die die Autorin geschaffen hat und fühlt sich noch stärker als ein Teil davon.

Ebenfalls gefallen, hat mir der Showdown des Buches. Endlich darf Rose das zeigen, was sie gelernt hat und als Leser hatte ich irgendwie das seltsame Bedürfnis gleich mitzumachen. Man wird selbst von diesem Kampfgeist so eingenommen, das ist wirklich unglaublich.

Fazit:
Ich liebe einfach alles an diesem Buch. Die Atmosphäre, die Charaktere und die verschiedenen Entwicklungen.
Dieses Buch hat Romantik, Spannung, Action, Geheimnisse und auch viele traurige Momente, die für reichlich Abwechslung sorgen. Bereits das erste Buch, hatte für Kopfkino vom feinsten gesorgt und auch das Zweite steht diesem in keinster Weise nach. Diese Serie macht einfach süchtig und ich bin so froh, sie für mich entdeckt zu haben. Die Geschichte zwischen Rose und Dimitri ist wirklich schön erzählt und hat die Ecken und Kanten, die vielen anderen Vampire Jugendromanen fehlt, um authentisch zu wirken.

Samstag, 29. Januar 2011

Rezension: "Die dunklen Mächte - Seelennacht" von Kelley Armstrong

Produktinformationen:
Originaltitel: The Darkest Powers #2: The Awakening
Autor: Kelley Armstrong
Verlag: Pan Verlag
Serie: Die dunklen Mächte (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 368 Seiten
ISBN: 978-3-426-28342-4
Preis: 14.99€ [D]

Cover © Pan Verlag

Dies ist Band 2 der "Dunklen Mächte Trilogie" und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten.
HIER geht es zur Rezension von Band 1.

Inhalt:
Seitdem die Nekromantin Chloe, ihre Halbdämonin Freundin Rae und ihre Hexen Rivalin Tori der Edison Group in die Hände gefallen sind, setzt die Organisation alles daran, auch deren Freunde Simon und Derek zu finden.
Sie alle sind Teil eines fehlgeschlagenen Experiments an Paranormalen und für Chloe bleibt nur eine Möglichkeit, um sich selbst zu retten: die Flucht.
Dabei bekommt sie ungeahnte Hilfe und ihre Freunde und auch Feinde zeigen ihr wahres Gesicht …

Auf ihrer Flucht findet Chloe endlich ihre Freunde Simon, ein Magier, und Derek, ein Werwolf, wieder und nachdem die Edison Group zum letzten vernichtenden Schlag gegen sie ausholt, sehen die Jungs nur noch einen Ausweg: sie müssen jemandem aus ihrer Vergangenheit um Hilfe bitten. Doch die Edison Group scheint ihnen zuvor gekommen zu sein …

Rezension:
„Seelennacht“ ist der zweite Teil der Dunklen Mächte Trilogie und hört dort auf, wo sein Vorgänger aufhört.
Chloe befindet sich im Gewahrsam der Edison Group und stößt auf den Grund ihrer Gefangenschaft.
Sie alle sind Opfer eines fehlgeschlagenen Experiments an Paranormalen und Chloe merkt langsam, dass die Organisation alles andere als harmlos ist und beschließt zu fliehen.

Vorher sorgen aber noch ein paar ungeheuerliche Beschwörungen seitens Chloe für reichlich Gänsehaut und Spannung. Wobei die Autorin hier wieder ihr ganzes Können an bildlicher Beschreibung zeigt und wirklich markerschütternde Ergebnisse beim Leser erzielt.
Soviel sei auf jeden Fall gesagt: wer Experimente mit Paranormalen macht, braucht eine gewisse Quelle der Macht um dies überhaupt bewerkstelligen zu können, und diese lernen wir hier teilweise kennen. Aber auch nur in Bruchstücken, da Chloe entschieden den Kontakt damit vermeidet, denn selbst sie fürchtet sich davor.

Für reichlich Spannung und Mysterien sind wieder einmal gesorgt, doch was mir dieses Mal besonders gefallen hat, sind die ganzen Wendungen in diesem Buch. Chloe merkt, dass sie sich in vielen Menschen getäuscht hat, sowohl Freunden, als auch Feinden und ihr bleibt nichts weiter als zu flüchten.

Ihr Ziel ist es, Simon und Derek zu finden, auch wenn das in eine waghalsige und rasante Jagd ausartet. Denn die Edison Group würde über Leichen gehen, nur um ihre Machenschaften zu vertuschen.
Letzten Endes finden die Freunde jedoch zusammen, und greifen auf alte Ziele zurück: Simons und Dereks Vater finden. Von ihm erhoffen sie sich Hilfe, doch dazu soll es nicht kommen.
Denn sowohl Chloes, als auch Dereks Kräfte scheinen völlig außer Kontrolle zu geraten.

Dies ist auch etwas, was ich an diesem Buch wirklich schätze. Die Charaktere geraten in eine Selbstfindungskrise und müssen lernen, sowohl erwachsen zu werden, als auch mit ihren besonderen Kräften klarzukommen.
Dabei wird jedoch nicht die kleine Romanze zwischen Simon und Chloe weiter ausgebaut, sondern Chloe und Derek bekommen dieses Mal die Chance zu zeigen, was für ein Dreamteam sie eigentlich sein können.

Sie helfen sich gegenseitig, die gefährlichen Seiten ihrer Kräfte zu erkunden und diese zu beherrschen. Besonders Derek zeigt hier ab und zu einen schwachen Moment und der Leser wird Zeuge, wie er seine nette Seite mal zum Vorschein bringt.
Ich finde dies wirklich toll, da es zeigt, was für ein vielseitiger Charakter er eigentlich ist. Einerseits mürrisch und beschützend, andererseits aber ein liebevoller Freund, der auch mal einen schwachen Moment hat.

Um die Beziehung der beiden ein wenig zu fördern, trennt die Autorin Chloe und Derek vom Rest der Gruppe und lässt sie für eine Weile alleine ihre Flucht fortsetzen.
Dabei stoßen die beiden auf andere Paranormale, die sich alles andere als wohlgesonnen ihnen gegenüber verhalten.

Hier stellt sich für Derek zum ersten Mal die Frage, wer er eigentlich sein will und ob er sich für den Mensch oder den Werwolf in sich entscheidet. Ich liebe das einfach, besonders weil es Derek längst nicht mehr so unausstehlich erscheinen lässt, sondern viel menschlicher.

Auch wenn es ab der zweiten Hälfte des Buches kaum noch welche von den charakteristischen Gänsehaut Momenten gibt, macht es die Geschichte keinesfalls schlechter, da sich hier eindeutig mehr auf die Entwicklung der Charaktere und ihrer Beziehungen untereinander konzentriert wurde.

Mein einziger Kritikpunkt ist jedoch die Übersetzung eines gewissen Wortes. YEAH. Es passt einfach nicht ins Deutsche und lässt die Dialoge manchmal sehr seltsam erscheinen. In Anbetracht dessen, was das Buch sonst zu bieten hat, ist dies aber ein ganz winziges Manko, dass den Lesespaß nicht gravierend beeinträchtigt.

Fazit:
Wie bereits sein Vorgänger, ist auch der zweite Teil der Dunklen Mächte Trilogie spannend und rasant geschrieben. Dieses Mal bekommen wir es weniger mit Rätseln, als vielmehr mit charakterbezogenen Entwicklungen zu tun, was wirklich sehr gut gelungen ist. Man erfährt mehr über die Ausmaße des Edison Group Experiments und deren Auswirkungen auf die betroffenen Paranormalen, was teilweise wirklich schockierend ist.
Alles hat sich geändert für die Protagonisten und man merkt, dass es langsam ernst wird für die Helden. Ich kann es kaum erwarten zu lesen, in was für einem fulminanten Showdown die Geschichte enden wird, denn eines ist sicher: sollten Chloe und ihre Freunde ihre Fähigkeiten ausbauen und weiter an ihren Kräften arbeiten, dann sollte die Edison Group besser ein paar neue Waffen und Verteidigungsstrategien erfinden.
Der zweite Band der Trilogie hat nur bestätigt, dass diese Serie wirklich den ultimativen Suchtfaktor hat und buchstäblich Maßstäbe setzt.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Samstag, 22. Januar 2011

Rezension: "Ballade - Der Tanz der Feen" von Maggie Stiefvater

Produktinformation:
Originaltitel: Ballad - A Gathering of Faerie
Autor: Maggie Stiefvater
Verlag: Pan Verlag
Serie: Books of Faerie (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 361 Seiten
ISBN: 342-628-311-5
Preis: 14.95€ [D]

Cover © Pan Verlag

Inhalt:
James und seine beste Freundin Deirdre gehen nun auf die Thornking-Ash Musikschule. Sie glauben, die lästigen Feen in ihrer Heimat zurückgelassen zu haben, doch da trifft James eines Tages auf die Fee Nuala. Sie will James helfen, ein noch besserer Musiker zu werden, offenbar ohne Gegenleistung, was ihn skeptisch werden lässt.

Doch Nuala lässt einfach nicht locker und versucht alles, damit James nicht mehr seiner heimlichen Liebe Deirdre nachtrauert, sondern sich in sie verliebt.
Ihr Plan scheint aufzugehen, als sie James erzählt, dass sie alle sechzehn Jahre an Halloween verbrannt werden muss, um dann wieder ohne Erinnerungen aufzuerstehen.

James‘ Lehrer Sullivan ist von all dem rechtherzlich wenig begeistert und warnt James davor, den Feen zu nahe zu kommen. Doch schon längst hat James sein Herz an Nuala verloren und wird alles daran setzen, sie vor der Verbrennung und dem Vergessen zu retten. Doch mit der Feenkönigin ist nicht gut Kirschen essen und so sieht James sich mit einer schmerzenden Entscheidung konfrontiert …

Rezension:
„Ballade“ ist eine Art Companion Novel zu Maggie Stiefvaters anderem Feenbuch „Lamento“. Ging es in diesem hauptsächlich um Deirdre, hat James sie als Protagonist abgelöst. Das Buch ist abwechselnd aus seiner und aus Nualas Sicht geschrieben, doch zwischendurch gibt es immer eine kleine Nachricht von Deirdre an James, in der sie ihre Sicht der Dinge und besonders ihre Gefühle schildert.

Als Protagonist hat mir James aber leider gar nicht gefallen. Seine Sprüche sind manchmal einfach total flach und auch fehl am Platz. Er hat ein sehr gezwungenes Verhalten an sich und kommt mir eigentlich fast gar nicht menschlich vor.
Außerdem ist mir sein plötzlicher Sinneswandel doch ein wenig suspekt. Wenn er bis über beide Ohren in Deirdre verliebt ist, wie kann er sich nach einer Abfuhr dann sofort Hals über Kopf in Nuala verlieben?

Selbst mit Deirdre, von der man gerade mal ein paar Zeilen geschildert bekommt, konnte ich mich da mehr identifizieren. Ich denke der Grund dafür ist einfach, dass ich ihre Gefühle mehr nachvollziehen konnte, weil diese einfach besser zu dem Geschehen um sie herum passten.

Deshalb kann ich nur umso weniger verstehen, wie James sich so für Nuala interessieren kann, denn diese nervt einfach nur. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie eine von diesen Mädchen ist, denen man auf der Straße begegnet und die man auf Anhieb einfach unsympathisch findet.
Sie erschien mir als Leser extrem arrogant zu sein, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie nur versucht ihren wahren Charakter damit zu überspielen.

Mal abgesehen von den Charakteren finde ich die Atmosphäre der Geschichte sehr schön, da sie mir sehr harmonisch vorkam, was natürlich auch gut zum Thema Musik und Feen passt.
Das Feenmotiv an sich ist das Selbe wie in vielen anderen Romanen auch: pass auch sie sind gefährlich; esse nichts von ihren Speisen sonst bist du auf ewig in ihrem Reich gefangen; trage rot oder etwas aus Eisen um sie abzuwehren etc.

Insgesamt fand ich die Ansätze der Geschichte wirklich gut, und auch der Showdown am Ende war ganz nett, doch teilweise kam mir das Geschehen schon ein wenig absurd vor. Es passte vieles einfach nicht zusammen und an einigen Stellen hatte ich wirklich starken Klärungsbedarf. Besonders, die Auflösung der Geschichte fand ich wirklich nicht schön, weil sich das Geschehen für mich ein eine ganz falsche Richtung entwickelt hat.

„Lamento“ fand ich da um einiges besser, da ich bei dem Buch nicht das Gefühl hatte, dass es gegen die Wünsche des Lesers arbeitet.

Fazit:
„Ballade“ hat sicherlich einige wirklich gute Ansätze und hätte die Geschichte eine andere Richtung eingeschlagen, wäre sie sicherlich auch richtig gut geworden. Doch so wie sie ist, ist die Geschichte ein wenig enttäuschend und teilweise auch einfach nicht nachvollziehbar. Ich würde jedem empfehlen, der mit dem Ergebnis von „Lamento“ zufrieden war, „Ballade“ nicht mehr zu lesen, da dies doch einiges kaputt macht. Wer jedoch mehr über James erfahren will, sollte sich ruhig mal daran versuchen und sich seine eigene Meinung dazu bilden.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den


Wen dieses Buch interessiert, empfehle ich auch folgende Bücher:

Mittwoch, 5. Januar 2011

Rezension: "Smaragdgrün - Liebe geht durch alle Zeiten" von Kerstin Gier

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Kerstin Gier
Verlag: Arena Verlag
Serie: Edelstein Trilogie (Band 3)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 496 Seiten
ISBN: 340-106-348-0
Preis: 18,95€ [D]

Cover © Arena Verlag

Dies ist Band 3 der Edelsteintrilogie und die Rezension könnte gegebenfalls Spoiler enthalten.
HIER geht es zur Rezension von Band 1 und HIER zur Rezension von Band 2.

Inhalt:
Gwendolyns Herz ist gebrochen. Gideons Liebe scheint nichts weiter als ein raffinierter Schachzug des Grafen von Saint Germain gewesen zu sein, um seinem Ziel ein Stückchen näher zu kommen.
Doch als Gwenny eine unglaubliche Entdeckung macht, muss der Liebeskummer zunächst an zweite Stelle gerückt werden, auch wenn sie Gideon jeden Tag über den Weg laufen muss.

Denn Gwenny wird sich langsam bewusst, welche Rolle sie in den ganzen Zeitreise Angelegenheiten spielt und trifft eine folgenreiche Entscheidung …
Mit der Hilfe ihrer Freunde beginnt ein buchstäblicher Wettlauf mit der Zeit, um Geschehnisse aufzuhalten, die vor langer Zeit in Bewegung gesetzt wurden, doch ein gebrochenes Herz kann ein schreckliches Hindernis sein …

Rezension:
Wie oft auch immer sich der Erscheinungstermin von „Smaragdgrün“ verschoben hat, nachdem ich das Buch gelesen habe, sei es Kerstin Gier verziehen, denn die Edelstein Trilogie hätte eigentlich nicht besser enden können.

Es ist wirklich erstaunlich, dass, egal wie verwirrt ich als Leserin war, die Autorin dennoch immer genau zu wissen schien, was sie gerade schrieb. Und das ist etwas, was nicht nur Smaragdgrün, sondern die ganze Trilogie auszeichnet. In all den zeitlichen Verwirrungen, hat die Autorin sich nie selbst widersprochen oder Logikfehler begangen und das muss man bei solch einem Thema erstmal schaffen.

Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, war es immernoch schwer, mich von der Geschichte zu lösen. Ich konnte einfach nicht aufhören mir über diese Geschichte weiter Gedanken zu machen. Gideon, Gwendolyn und Xemerius (ach wie werde ich sie vermissen) sind einfach so liebevolle und authentische Charaktere, dass sie mir einfach sehr ans Herz gewachsen sind und ich beim Lesen immer das Gefühl hatte, das Abenteuer mit ihnen zusammen zu erleben.

Natürlich ist auch der unverwechselbare Humor der ersten beiden Bücher in „Smaragdgrün“ wiederzufinden, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sich die Geschichte auf einem viel ernsteren und reiferen Niveau abspielt, ganz besonders hinsichtlich der Charaktere.
Gwendolyn scheint mir in der kurzen Zeit, die die Trilogie abdeckt (ich glaube es müssen gerade mal ein paar Wochen sein) enorm gewachsen zu sein. Aus der naiven Gwenny ist die verantwortungsvolle Gwendolyn geworden, die aber dennoch ab und an in ihr altes Schema verfällt, besonders was seltsames und unzurechnungsfähiges Verhalten in Gideons Gegenwart angeht.

Wer die ersten beiden Bücher aufmerksam gelesen hat, wird sich erinnern, dass einige Fragen offen geblieben sind, wie zum Beispiel die „Wer hat Gideon niedergeschlagen? Hat Gwenny was damit zu tun?“ Frage, oder die „Was haben Gwenny und Gideon in dem Zimmer zu suchen, in das Gwendolyn bei ihrem ersten Zeitsprung gelandet ist?“ Frage.
In Smaradgrün bekommen wir alle Antworten auf diese Fragen und ich bin immernoch perplex, wie die Autorin es geschafft hat, diese so logisch in den Kontext einzufügen. Entweder, sie hat das seit dem ersten Buch so geplant, oder sie ist einfach extrem gut im Verknüpfen von komplizierten Sachverhalten.

Das Ende ist leider ein wenig zu abgehackt gewesen, für meinen Geschmack. Für die Geschichte an sich, war das Ende zweifellos eine runde Sache, dennoch hätte ich mir gewünscht, zu erfahren, was aus einigen Charakteren geworden ist und was die Zukunft denn nun für die Helden bereitshält.
Für meinen Geschmack fehlte am Ende einfach Einiges.

Fazit:
Die Edelstein Trilogie ist definitiv eine Buchreihe, die man sich als Fan von einzigartigen Jugendromanen nicht entgehen lassen darf.
In Smaragdgrün hat die Trilogie ein würdiges Ende gefunden, wenn auch am Ende Einiges offen bleibt.

Sonntag, 2. Januar 2011

Rezension: "The Immortals - Hüter des Unheils" von Melissa de la Cruz

Produktinformationen:
Originaltitel: Masquerade - A Blue Bloods Novel
Autor: Melissa de la Cruz
Verlag: Ravensburger Verlag
Serie: The Immortals (Band 2)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 352 Seiten
ISBN: 978-3-473-58286-0
Preis: 9,95€ [D] 10,23€ [A]

Cover © Ravensburger

Dies ist Band zwei der "The Immortals" Serie und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:
Nachdem ihre Großmutter Cordelia augenscheinlich von einem Silver Blood angegriffen wurde, macht sich Skyler van Alen auf die Suche nach ihrem Großvater Lawrence van Alen. Denn nur er weiß, wie man die blutrünstigen Silver Bloods bekämpfen kann.
Während er sich bereits erklärt, sie in ihren Vampirkräften zu unterrichten, schwärmt Skyler weiterhin von Jack Force, der ihr jedoch klar gemacht hat, dass sie nicht zusammen sein können ...

Mimi Force sieht darin umso mehr eine Bedrohung in Skyler, da sie ihren Bruder Jack ganz für sich haben will. Sie setzt es sich zum Ziel, ihre Rivalin ein für alle Mal zu vernichten ...

Doch dann taucht plötzlich der geheimnisvolle Kingsley Martin an der Duchesne Highschool auf und verdreht allen Mädchen den Kopf. Besonders Mimi ist ihm total verfallen, denn er kennt sich mit schwarzer Magie aus, was der Schlüssel für sie sein könnte, Skyler auf ewig loszuwerden.
Als Mimi dann jedoch beschuldigt wird, einen Silver Blood beschworen zu haben, ist es ausgerechnet Skyler, die als Einzige die drohende Gefahr von den Blue Bloods abwenden kann ...

Rezension:
„Hüter des Unheils“ ist der zweite Teil der „The Immortals“ Serie und greift die Handlung dort auf, wo sie im letzten Band aufgehört hat. Zwar ist auch dieses Buch aus der Sicht von verschiedenen Charakteren geschrieben, aber man merkt dennoch deutlich, dass Skyler irgendwie im Zentrum des Geschehens steht.

Beim ersten Band hatte ich kritisiert, dass sehr viel Zeit für die Einführung ins Geschehen verwendet wurde und sich die Geschichte so sehr in die Länge gezogen hat.
Dies ist beim zweiten Band Gott sei dank nicht der Fall, zumindest nicht so extrem. Hier geht es nämlich endlich richtig vampirisch zur Sache. Die erwartete mystische Stimmung ist endlich eingetreten und auch die Gefahr, die von den Silver Bloods (also den bösen Vampiren) ausgeht, ist nun endlich deutlich geworden. Ein wenig hat es natürlich wieder gedauert, bis die Handlung so richtig in Schwung kam, aber es war in keinster Weise zu übertrieben langatmig wie im ersten Band.

Außerdem fand ich die Charaktere dieses Mal viel aufregender. Skyler hat viel mit ihrer nahenden Verwandlung in einen vollständigen Vampir zu tun und muss hart kämpfen um diese auf die Reihe zu bekommen. Hinzu kommt, dass sie sich langsam einen menschlichen Vertrauten suchen soll, der ihre Blutquelle sein soll. Dafür würde für Skyler allerdings nur ihr bester Freund Oliver in Frage kommen, was sie jedoch nicht übers Herz bringt.
Als wäre dies nicht schon hart genug für einen Teenager (auch wenn sie unsterblich ist) läuft sie auch noch andauernd Jack über den Weg, der sie aber offensichtlich nicht einmal mehr halb so toll findet, wie sie ihn.

Mimi hat ihrer Rolle als böse Rivalin alle Ehre gemacht und war an Intrigen eigentlich kaum zu übertreffen. Ich fand es einfach cool zu lesen, wie sie so sehr von sich überzeugt ist und einfach keine Widersprüche zulässt.
Ich finde aus solchen Charakteren lebt ein Buch einfach und macht die Geschichte zu einer runden Sache, mit der man am Ende zufrieden sein kann.

Für den Super Gau sorgte allerdings Kingsley. Anfang noch zu 100% der typische Mystery-Guy, bildet man sich anfangs noch seine eigene Meinung über ihn, nur um dann letzten Endes zu erfahren, wer er wirklich ist. Und das ließ mir dann doch ein wenig die Kinnlade runterfallen, weil das von der Autorin einfach gut gelöst wurde.

So hat jeder zwar seine zugegebenermaßen etwas klischeehafte Rolle, doch für mich war dies akzeptabel, da man dessen nicht überdrüssig wurde. Dafür waren die Charaktere dann einfach zu vielfältig und entsprangen ihrem Muster das ein oder andere Mal für ein paar Sekunden.

Am Ende gab es dann auch noch den großen Oh-mein-Gott Moment, der eigentlich immer gut beim Leser ankommt. Ich muss sagen, dass ich das ganze Buch hindurch auf sowas gehofft habe, auch wenn es mir genauso absurd vorkam, wie einigen der Protagonisten, dass sowas tatsächlich passieren würde.

Fazit:
Der zweite Band der „The Immortals“ Serie ist weitaus besser als sein Vorgänger und beinhaltet das Maß an Spannung und Mystery, das ich im ersten Band vermisst habe. Die Charaktere finde ich recht unterhaltsam, da sie dieses Mal alle mit den ein oder anderen persönlichen Problemen zu kämpfen haben und ein wenig Schwung in die Geschichte bringen.
Hunderprozentig ist der Funke zwar noch nicht auf mich übergesprungen, doch man merkt deutlich, dass sich die Buchreihe in eine sehr gute Richtung entwickelt.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den Ravensburger Buchverlag