Samstag, 26. März 2011

Rezension: "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

Produktinformationen:
Originaltitel: Leviathan
Autor: Scott Westerfeld
Verlag: cbj Verlag
Serie: Leviathan Trilogie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 480 Seiten
ISBN: 978-3-570-13969-1
Preis: 17.99€ [D] 18,50 € [A]

Cover © cbj Verlag

Inhalt:
Nachdem Prinz Aleksanders Eltern in Sarajewo ermordet wurden, wird der junge Fürst von seinen Gefolgsleuten zur Flucht gezwungen. Mit einer hochentwickelten Kriegsmaschine, die sich Läufer nennt, fliehen sie bis in die Alpen, dicht gefolgt von den Maschinisten (Großmächte Deutschland und Österreich-Ungarn) und ständig bedroht durch den unmittelbar bevorstehenden Ersten Weltkrieg. Doch der erhoffte Schutz der neutralen Schweiz wird durch den Absturz des Luftschiffes “Leviathan“ erschüttert, eine Kreuzung aus Tier und Maschine, die von den Darwinisten (unter anderem England) erschaffen wurde. Mit an Bord ist das Mädchen Deryn, die sich als Junge verkleidet hat um ihren Traum zu verwirklichen, auf einem Luftschiff zu arbeiten. Sie und der Rest der Besatzung sind auf dem Weg in das osmanische Reich, geführt von einer Wissenschaftlerin in geheimer Mission. Als Alek und Deryns aufeinandertreffen, müssen sie sich entscheiden, ob sie sie sich vertrauen und zusammenarbeiten können, denn die Maschinisten sind nicht nur auf Zerstörungskurs was Alek betrifft, sondern auch die Darwinisten müssen sich vor der gegenwärtigen Bedrohung in Acht nehmen ...

Backround Infos:
Scott Westerfeld ist das, was man wohl einen Gott auf dem Gebiet der Science-Fiction und Jugendbücher bezeichnen kann. Seine dystopische Uglies Serie (Carlsen Verlag), sowie die Midnighters (Carlsen und Kosmos Verlag) und Peeps Serie (Kosmos Verlag) wurden bereits bei uns veröffentlicht und mit Leviathan folgt der Auftakt zu seiner neuen Steampunk Serie. Die Fortsetzung „Behemoth – Im Labyrinth der Macht“ wird Ende April 2011 erscheinen, und auch der dritte Teil „Goliath“ erscheint im englischen Original bereits im September 2011.

Englischer Buchtrailer: © SimonSchusterVideos



Meine Meinung:
Das Buch ist nicht nur Äußerlich ein absoluter Hingucker, sondern auch innen eines der bestaufgemachten Bücher, die ich je in der Hand gehalten habe. Dank der Illustrationen von Keith Thompson, die an kleine Meisterwerke grenzen, bekommt zu dem Erzählten einen bildlichen Eindruck, der einen mitten ins Geschehn wirft.

Ohne diese kleine Hilfe wäre es aber auch extrem schwer, den Überblick zu behalten. Besonders am Anfang ist es doch extrem schwer Maschinisten und Darwinisten auseinanderzuhalten und die Machtverhältnisse zu verstehen. Auch wenn ein Großteil des Buches auf der Realität beruht, befinden sich dennoch reichlich fiktive Elemente in der Geschichte, die es zu verstehen gilt. Denn die ganzen verschiedenen Maschinen und darwinistischen Tier-Maschinen-Kreuzungen sind sowohl faszinierend als auch kompliziert einzuprägen. Zum besseren Verständnis hat Westerfeld im Anhang erklärt, was Realität und was Fiktion in seiner Geschichte ist. Besonders interessant ist dabei die Anlehnung an Charles Darwin, der im Buch nicht nur bahnbrechende Endeckungen bezüglich der Evolution gemacht hat, sondern auch die Genmanipulatin begründet hat.

Was mich sehr unterhalten hat ist die extrem quirlige Schreibweise des Buches. Zur Hälfe aus der Sicht von Deryn und zur Hälfte aus der Sicht von Alek geschrieben, wird man mit einer ziemlich eigenwilligen Jugendsprache konfrontiert, die die häufige Erwähnung von Wörtern wie „Pennbruder“, „Schiet“, „Eierkopf“ (Bezeichnung für darwinistische Forscher) und „brüllend“ (als Verstärkung eines Begriffes) einschließt. Doch wenn man mal davon absieht, hat man es mit einem Schreibstil zu tun, der unterhält und beim Leser reichlich Abenteuerstimmung aufkommen lässt.

Auch die Charaktere haben mir sehr gefallen. Nummer eins des Protagonisten Duos ist Alek, der Sohn des Erzherzogs Franz Ferdinand. Da seine Eltern ermordet wurden, zielt die Gefahr nun unmittelbar auf ihn ab und er wird zur Flucht gezwungen. Das ganze natürlich höchst widerwillig, so sehr er sich manchmal auch wünscht, ein wenig stärker zu sein.

Als er auf Deryn trifft, die als Junge verkleidet auf der Leviathan angeheuert hat, wünscht er sich ironischerweise nichts mehr, als genau so cool zu sein wie sie/er. Deryn selbst hat eine harte Zeit, sich gegen ihre männlichen Kollegen zu behaupten, setzt aber alles daran, die Leviathan so schnell nicht mehr verlassen zu müssen. Denn dort fühlt sie sich das erste Mal zu Hause und frei. Frei von den Korsetts und Anstandserwartungen die sie in England ertragen musste.

Besonders die Diskussionen zwischen ihr und Alek sind extrem unterhaltsam, da sie beide so sehr verschieden sind und sich doch auf eine gewisse Art und Weise gut ergänzen.

Ein paar Mysterien trägt die Wissenschaftlerin Dr Nora Barlow zur Geschichte bei. Mit geheimnisvollem Gepäck soll sie ins osmanische Reich gebracht werden. Doch man erfährt nicht mehr, als dass man es mit einer neuen Tierkreuzung zu tun hat, die angeblich den Krieg beenden könnte.

Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist, dass mir die Handlung teilweise einfach zu glatt lief. Die Protagonisten hatten in einigen Situationen viel zu viel Glück und generell scheinen ihre Pläne andauernd aufzugehen. Dennoch denke ich, dass man letzten Endes darüber hinwegsehen kann, da dieses Buch vielseitige Unterhaltung zu bieten hat und in seinem Genre einzigartig ist.

Fazit:
Für Technikfreaks und Geschichtsbegeisterte ist dies sicherlich das Werk ihres Lebens. Für alle anderen bietet die Geschichte eine fantastische Steampunk Welt, die man so garantiert noch nicht erlebt hat und die einen mitten ins Abenteuer wirft.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Samstag, 19. März 2011

Cover zu Kelly Creaghs 2. Nevermore Teil ENSHADOWED

Ich habe keine Ahnung ob dies das offizielle Cover ist, aber es ist auf jeden Fall genauso wunderschon wie sein Vorgänger, wenn nicht sogar noch mystischer (okay man erkennt einen touch von den Biss Büchern, aber hey, who cares??? Das Cover sieht einfach nur geil aus =) )

Cover © Atheneum

Sonntag, 13. März 2011

Rezension: "Bernie & Chet" von Spencer Quinn

Produktinformationen:
Originaltitel: Dog on it
Autor: Spencer Quinn
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Bernie & Chet (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 352 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3070-9
Preis: 19,99€ [D], € 20,60 [A]

Cover & Inhaltsangabe © Penhaligon

Inhalt:
Bernie Little und sein Partner Chet sind die besten Privatdetektive der Stadt. Und das liegt vor allem an Chet, der immerhin beinahe mal ein Polizeihund geworden wäre. Zugegebenermaßen hat Chet all die typischen Schwächen eines Hundes: So verfügt er über einen unbezähmbaren Spieltrieb und ein äußerst lückenhaftes Erinnerungsvermögen. Doch das macht der smarte Vierbeiner mehr als wett mit seinem Jagdinstinkt und seiner untrüglichen Spürnase. Vor allem jedoch hat Chet ein großes, mutiges Herz, das ganz und gar für sein liebenswertes Herrchen Bernie schlägt – und für die hübsche Menschenfrau Suzie Sanchez, die nach Chets Ansicht das perfekte Weibchen für Bernie wäre. Aber was versteht ein Hund schon vom merkwürdigen Treiben der Menschen?


Backround Infos:
"Bernie & Chet" ist der Auftakt zu der Krimiserie rund um den verplanten Privatdetektiv Bernie und seinem Hund Chet. Im englischen Original unfasst die Serie bereits drei Bücher und dieses Jahr soll der vierte Band veröffentlicht werden.


Meine Meinung:
Ich habe die Geschichte sehr genossen. Ich habe gelacht, mitgefiebert und mir einen Hund wie Chet gewünscht. „Bernie & Chet“ ist definitiv etwas, was man als außergewöhnlich bezeichnen kann, auch wenn der Titel zunächst ein wenig unspektakulär klingt.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Hund Chet geschrieben. Die Sprache ist dementsprechend einfach gehalten und an die vergessliche Art von ihm angepasst. Und was soll ich sagen ... ich liebe diesen Schreibstil einfach. Die Geschichte aus der Sicht von Chet zu erleben ist einfach so süß und macht so viel Spaß, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

Ich würde fast sagen, dass mich Chets Verhalten mehr an das Buch gefesselt hat, als die Geschichte an sich. Diese dreht sich nämlich um das Verschwinden von einem Mädchen namens Madison und Bernie wird aufgetragen sie zu finden.

Als Leser kann man dabei schön miträtseln, da nach und nach Indizien auftauchen, welche man langsam zu einer Lösung zusammenbauen kann. Die endgültige Auflösung lässt sich aber lange Zeit und so darf man wirklich bis zum Ende rätseln, wie die einzelnen Geschehnisse miteinander in Verbindung stehen.

Bernie ist als Herrchen mehr verplant als alles andere, sowohl in Sachen Arbeit, als auch in Sachen Frauen. Wenn er jedoch einer heißen Spur hinterherjagt, ist er kaum noch zu stoppen.
Dank Chet wird jede seiner Durststrecken jedoch in etwas Positives verwandelt, seien es nun die Dates mit Suzie oder aber neue Hinweise im Falle Madison. Chet ist seinem Herrchen immer eine Nasenlänge voraus und zusammen sind die beiden ein wahres Dreamteam. Er würde für sein Herrchen einfach alles tun, auch wenn Faulenzen und Spielen dann doch manchmal an erster Stelle stehen.

Fazit:
Viel habe ich zu dem Buch eigentlich nicht zu sagen, da es einfach genauso so ist, wie gute Unterhaltung aussehen soll.
Toller Schreibstil, viel Humor, liebenswerte Charaktere und eine gute Story. Was will man mehr ...?
Eine Fortsetzung natürlich!

Ein herzliches Dankeschön für das Lesexemplar geht an

Freitag, 11. März 2011

Cassia & Ky - Die Fortsetzung hat ein Cover ♥

© Dutton Juvenile


STARREN ... STAUNEN .... LIEBEN♥

Rezension: "Black Swan - Silberner Fluch" von Lee Carroll

Produktinformationen:
Originaltitel: Black Swan Rising
Autor: Lee Carroll
Verlag: Heyne Verlag
Serie: Black Swan Trilogie (Band 1)
Format: kartoniert
Seiten: 511 Seiten
ISBN: 345-352-697-X
Preis: 15.00€ [D], 15.50€ [A]

Cover © Heyne Verlag

Inhalt:
Garet James glaubt, dass es nur ein Zufall ist, als sie in einem alten Antiqitätengeschäft eine Schmuckschatulle findet, dessen Verschluss exakt zu ihrem Siegelring passt.
Als in der Nacht jedoch bei ihr eingebrochen wird und ihr Vater schwer verletzt wird, ist das Kästchen plötzlich verschwunden.
Ihr bleibt nichts weiter, als ein Hinweis auf einen gewissen Will Hughes.

Da ihr Vater plötzlich anfängt, von Dämonen zu reden, wendet Garet sich Will Hughes, in der Hoffnung, dass er ihr mehr über die seltsame Schatulle erzählen kann.
Und was sie dann erfährt, stößt sie mitten hinein in die magische Welt der Unirdischen, die unbemerkt in der Stadt leben. Der Mann, der Garet das Kästchen gegeben hat, ist niemand anderes als Dr John Dee, ein uralter Alchemist, der nur auf Macht aus ist und nun, da Garet für ihn die Schatulle geöffnet hat, das Grauen befreien kann, dass sich dortdrin befindet.

Nun liegt es an Garet ihn aufzuhalten, die Welt ins Chaos zu stürzen. Hilfe bekommt sie dabei von dem mysteriösen Vampir Will Hughes, dem Feenkönig Oberon und einer Reihe magischer Geschöpfe die sich alle einig sind, dass Garet ein uraltes Vermächtnis in sich trägt, tief verknüpft mit dem Schwanensiegel auf ihrem Ring und der Schatulle ...

Backroundinfos:
LEE CARROLL ist in Wirklichkeit ein Pseudonym des Schriftstellerpaares Carol Goodman und Lee Slominsky.
„Black Swan – Silberner Fluch“ ist der erste Teil ihrer Geschichte um Garet und die mysteriösen Geschehnisse rund um die Schwanenschatulle.

Meine Meinung:
Ich weiß nicht, ob es am Titel liegt, aber „Black Swan“ macht nicht nur als Kinofilm eine gute Figur, sondern ist auch als Urban Fantasy Geschichte ein absoluter Kracher (Buch und Film haben übrigens nur den Titel gemeinsam, ansonsten reden wir hier von zwei völlig unterschiedlichen Geschichten).

Ich fang am besten mal mit der Handlung an, die zwar typische Urban Fantasy Elemente enthält, aber dennoch dem Klischee entspringt.
Bei vielen Urban Fantasy Büchern habe ich das Gefühl, dass man eigentlich schon genau weiß, was als nächstes passiert, weil es jede Heldin in jedem U-F-Roman genauso macht.
In diesem Buch ist dies jedoch NICHT der Fall. Garet ist einfach keine typische Helding dieses Genres, da sie weniger mutig ist und auch eigentlich nichts mit der unirdischen Welt zu tun haben will.

Dennoch wird sie und auch der Leser durch eine Reihe mysteröser Vorkommnisse quasi gelockt.
Atmosphärisch muss ich wirklich sagen, dass diese wirklich einschlägt wie eine Bombe – eine düstere Mysterybombe. Dies ist wirklich sehr sehr gut gelungen und erzeugt dadurch natürlich genau das, was ein richtiger Page Turner braucht: Spannung.

Das Buch ist an Spannung kaum zu überbieten. Zum einen fragt man sich die ganze Zeit, was es eigentlich mit dem Einbruch auf sich hat, wer all die Personen wirklich sind, die plötzlich in Garets leben treten und vor allem, wem sie vertrauen kann. Und was hat es mit der Vergangenheit ihrer Mutter auf sich?
Es tauchen beim Lesen immer wieder neue Mysterien auf, was diese ganz bestimmte Spannung erzeugt. Man fängt an sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und eigene Theorien zu entwickeln.
Die entgültigen Antworten werden jedoch erst gegen Ende des Buches komplett geklärt.

Garet ist zwar 26, macht als Protagonistin aber einen eher jugendlichen Eindruck, da sie doch reichlich hilflos im Angesicht ihrer Situation wirkt.
Eigentlich verkörpert sie genau das, was ich beim Lesen gefühlt und gedacht habe. Ein wenig überrumpelt von der Situation, fängt sie an Will Hughes zu vertrauen, der der einzige zu sein scheint, der Anworten für sie hat. Allerdings hat dieser eine unglaubliche Geschichte, die tiefer mit Garet zusammenhängt als ihr lieb ist. Doch das schlimmste ist, dass er ein Vampir ist.

Zwischen Garet und Will herrscht eine ungeheure Chemie und eigentlich wären die beiden perfekt füreinander. Dennoch weiß man nie so wirklich, wer Will wirklich ist, ob er Garet was verheimlicht und was seine wahren Absichten sind.
Hinzu kommt, dass niemand von Garets unirdischen Freunden ihm Vertrauen entgegenbringt und dass sie ihn nur als gefährliches Wesen der Nacht abstempeln.

Einer ihrer neuen Freunde ist zum Beispiel Oberon, DER Elfenkönig. Und so erfährt man auch ein paar interessant Einzelheiten über Shakespeare, der nichteinmal annähernd so menschlich war, wie jeder denkt ...

Was den Bösewicht Dr John Dee betrifft, hatte ich ein kleines Deja-Vu Erlebnis. So wie er nämlich in „Black Swan“ beschrieben wird, hat er mich doch sehr an den Dr John Dee aus Michael Scott’s „Nicholas Flamel Serie“ erinnert.
Böser Alchemist + Schwefelgestank + Gier nach ultimativer Macht.
Als Antagonist sorgt er für reichlich Angst und Schrecken, da er durch und durch böse, gerissen und hinterhältig ist. Um seine Ziele zu erreichen nimmt er jedes Opfer kaltherzig in Kauf und schreckt nicht davor zurück, Garets Freunden und ihrer Familie wehzutun.
Schlecht für die Protagonisten, gut für die Leser, denn so soll ein böser Gegenspieler sein.

Zum Ende hin wird man nocheinmal durch einen unerwarteten Wendepunkt überrascht, mit dem man so absolut nicht gerechnet hat. Dieses Buch hat jede Menge Überraschungen zu bieten und sorgt auf jeder Seite für spannende Unterhaltung.

Fazit:
So würde wohl Cassandra Clares „City of Bones“ für Erwachsene Leser aussehen. Dies ist wirklich ein Beispiel für Urban Fantasy at its Best.
Da das Ende recht offen war, hoffe ich dringlichst auf eine Fortsetzung, da ich unbedingt mehr von Garet lesen will und natürlich, wie ihre Beziehung zu Will weitergeht. Jeder der Fantasy gepaart mit viel Mystery mag, sollte sich dieses Buch unbedingt mal anschauen.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an
Heyne


Meine Empfehlung:

Michael Scott's Roman "Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Der unsterbliche Alchemyst" handelt ebenfalls von Abenteuern rund um Alchemie und natürlich ist auch John Dee mit dabei.

City of Bones ist rein von der Atmosphäre und den Urban Fantasy Gehalt vergleichbar.


Cover "City of Bones" © Arena

Cover "Der Unsterbliche Alchemyst" © cbj

Mittwoch, 9. März 2011

Endlich übersetzt: "Darkness becomes her" von Kelly Keaton

Kelly Keaton hat auf ihrer Website verkündet, dass der Arena Verlag den ersten Band ihrer Gods and Monsters Serie auf Deutsch rausbringen wird. Ein deutscher Titel ist noch nicht bekannt.

Cover & Inhaltsangabe © Simon Pulse


Inhalt:
Ari can’t help feeling lost and alone. With teal eyes and freakish silver hair that can’t be changed or destroyed, Ari has always stood out. And after growing up in foster care, she longs for some understanding of where she came from and who she is.
Her search for answers uncovers just one message from her long dead mother: Run. Ari can sense that someone, or something, is getting closer than they should. But it’s impossible to protect herself when she doesn’t know what she’s running from or why she is being pursued.

She knows only one thing: she must return to her birthplace of New 2, the lush rebuilt city of New Orleans. Upon arriving, she discovers that New 2 is very...different. Here, Ari is seemingly normal. But every creature she encounters, no matter how deadly or horrifying, is afraid of her.

Ari won’t stop until she knows why. But some truths are too haunting, too terrifying, to ever be revealed.

Dienstag, 8. März 2011

Rezension: "Maienmond" von Manuel Kohout

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Manuel Kohout
Verlag: Drachenmond Verlag
Serie: -
Format: gebunden
Seiten: 332 Seiten
ISBN: 978-3-931989-56-9
Preis: 15.95€ [D]

Cover © Drachenmond Verlag

Inhalt:
Parzival, Sohn eines Wirtes, träumt davon, seinem eintönigen Leben zu entfliehen und mal ein großes Abenteuer zu erleben.
Und so geschieht es, dass er am Tage des Maienfestes mit ansieht, wie eine Felsentrollin eine Baumelbin angreift. Er rettet das schöne Mädchen, doch nun, da der Maienmond untergegangen ist, muss sie für immer in ihrer Elbengestalt bleiben.

Um ihr ihre Baumgestalt wiedergeben zu können, müssen Parzival und die Elbin Maya eine weite Reise zurücklegen und eine magische Bernsteinträne suchen.
Auf ihrer Reise müssen sie immer auf der Hut sein, vor der bösen Felsentrollin, die den beiden immer auf den Fersen ist.
Gut dass die Beiden Hilfe haben, von der zauberhaften Katze Stig und den Woldar, uralte Krähenreiter.
Doch welches Schicksal haben die Nornen, die sieben Schicksalsweberinnen, für Parzival und Maya vorgesehen?


Meine Meinung:
Maienmond ist eine märchenhafte Geschichte, die vom Traum eines großen Abenteuers handelt.
Parzivals Abenteuer beginnt, als er der schönen Baumelbin Maya das Leben rettet, ihr so jedoch die Möglichkeit nimmt, wieder ihre Baumgestalt annehmen zu können.
Ich würde die Geschichte im Großen und Ganzen als eine Mischung aus Fantasy und Märchen beschreiben, da die Motive allesamt fantastisch sind, der Schreibstil jedoch eher märchenhaft ist.
Dies ist zugegebenermaßen eher Geschmackssache, da die Geschehnisse weitestgehend oberflächlich geschildert werden. Im Zentrum steht das Abenteuer und große Gefühle der Protagonisten werden zu diesem Zweck nur angedeutet und nicht ausschweifend ausgearbeitet.
Spannung entsteht dadurch nur wenig, aber das ist schließlich auch nicht der Sinn der Geschichte.

Man merkt aber schnell, dass man als Leser von einer magischen Atmosphäre eingenommen wird. Dies würde ich der zauberhaften Welt zuschreiben, die der Autor geschaffen hat.
Im Zentrum steht die Magie, werden doch alle Vorgänge von den Schicksalsweberinnen beeinflusst.
Parzival wird von denen auf eine harte Probe gestellt und muss beweisen, dass er den Wunsch seiner großen Liebe Maya, vor seinem Wunsch, auf ewig mit ihr zusammen zu sein, stellt.

Die Charaktere an sich sind eine Mischung aus Märchenhelden und Fantasyfiguren.
Parzival verkörpert zum Beispiel den typischen edlen Retter in der Not, der dem armen Mädchen zu Hilfe eilt. Durch seine Träumereien wirkt er anfangs eher wie ein kleiner Junge, entwickelt sich aber im Laufe der Handlung zu einem tapferen Kämpfer.

Maya hingegen ist das genaue Gegenteil: ein hilfloses Mädchen. Zusammen mit ihren Schwestern stiftet sie ein Dasein als Baum und nur in der Nacht des Maifestes verwandeln sie sich in ihre Elbengestalt. Da Parzival jedoch mit ihr vor einer Trollin fliehen muss, schafft sie es nicht mehr rechtzeitig vor dem Untergang des Maienmondes zurück an ihren Platz und wird so an ihre Elbengestalt gebunden. Und so beginnt die märchenhafte Suche nach der magischen Bernsteinträne, die sie wieder zurückverwandeln kann.

Auf ihrer Reise wird vor allem Parzival auf eine harte Probe gestellt. Er muss seine eigenen Ängste besiegen und gegen die Macht von Trauer ankämpfen.
Kurzum: er muss ein Held werden.

Hilfe bekommt er dabei zum Beispiel von einer verzauberten Katze, die Rache an der Trollin nehmen will. Die Trollin ist ein gerissenes und unbarmherziges Wesen, dass das Elbenmädchen Jagd, um durch ihr Blut unsterblich zu werden.

Fazit:
Insgesamt finde ich es sehr schwer, das Buch zu beschreiben und zu bewerten. Im Grunde ist es schließlich ein Märchen und diese konzentrieren sich nunmal nicht auf Details und Spannung.
Ich würde dieses Buch für jedes Alter empfehlen und jedem, der für Zwischendurch ein Buch sucht, dass einen erfrischend anderen Stil zu bieten hat.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den Drachenmond Verlag

Freitag, 4. März 2011

Rezension: "Schwestern des Mondes #1: Die Hexe" von Yasmine Galenorn

Produktinformationen:
Originaltitel: Witchling
Autor: Yasmine Galenorn
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Serie: Schwestern des Mondes (Teil 1)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 342-650-155-4
Preis: 8.95€

Cover © Droemer Knaur

Inhalt:
Camille D’Artigo und ihre zwei Schwestern Delilah und Menolly sind halb Mensch und halb Fee. Als solche wurden sie aus der Anderswelt verbannt und leben nunmehr auf der Erde um für den Anderwelt Nachrichtendienst zu arbeiten und paranormalen Aktivitäten auf den Grund zu gehen.

Als ein Agent von einem Dämon getötet wird, ist es an Camille, Deliah und Menolly, die Sache schnellstmöglich aufzuklären.
Dabei hilft es den Dreien nur wenig, dass Camilles Hexenkräfte dazu neigen, sich gegen sie selbst zu wenden, Deliah ihre Gestaltwandler Fähigkeiten nicht im Griff hat und Menolly ihren vampirischen Blutdurst nicht kontrollieren kann.

Als sie jedoch erfahren, dass der Dämon Schattenschwinge die Macht in der Unterwelt übernommen hat, setzen sie alles daran, das Schlimmste zu verhindern.
Dabei wird nicht nur Camilles Liebesleben ordentlich auf den Kopf gestellt, sondern die Schwestern machen auch eine Reihe paranormaler Bekanntschaften. Gestaltwandelnde Drachen und japanische Fuchsdämonen sind dabei nur der Anfang …


Backround Infos:
Yasmine Galenorn ist eine amerikanische Urban Fantasy und Paranormal Fiction Bestsellerautorin.
Insgesamt hat sie drei Buchserien geschrieben, zwei davon, die „Chintz `n China Mystery“ Serie und die „Indigo Court“ Serie, wurden noch nicht auf Deutsch übersetzt.
„Die Hexe“ ist das erste Buch ihrer „Schwestern des Mondes“ Reihe, welche nach aktuellen Plänen bis zu 12 Bände umfassen soll.


Meine Meinung:
Anfangs war es gar nicht so einfach mich in dem Buch zurechtzufinden. Man wird mit einem Haufen Namen und Abkürzungen für die Sondereinsatzkomandos der Anderswelt bombadiert und weiß gar nicht so recht, was denn nun eigentlich was ist.

Glücklicherweise ist dies nur am Anfang der Fall und so kann man den Rest des Buches wahrhaft genießen.

Teilweise ist die Geschichte mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus angereichert, was dem Buch einen einzigartigen Charme verleiht. Insgesamt würde ich den Schreibstil der Autorin als sehr angenehm beschreiben. Schön einfach und empfehlenswert für ein wenig leichte Lektüre zwischendurch.

Langweilig wird es auf jeden Fall nicht, denn die drei Schwestern und ihre paranormalen Freunde sind eigentlich pausenlos dabei Dämonen zu jagen. Eigentlich besteht die Geschichte kaum aus etwas anderem: Suchen, Finden und gegebenenfalls zur Strecke bringen.

Das kleine Quäntchen Abwechslung bilden ein paar Liebesszenen, welche jedoch auch mein größter Kritikpunkt sind. Meiner Meinung nach ist die Autorin echt schlecht wenn es darum geht gewisse Bettszenen zu beschreiben. Dazu kommen dann immer noch ein kleiner Dialog der da nicht nur fehl am Platz sondern einfach total sinnlos erscheint.

Abgesehen davon muss ich jedoch sagen, dass die Gestaltung der Charaktere mir ganz gut gefallen hat.
Die Protagonisten sind natürlich die Schwestern und wie der Titel des Buches bereits vermuten lässt, steht die Hexe Camille im Mittelpunkt. Da sie jedoch nur zur Hälfte magisch ist (ihr Vater ist ein Sidhe, also eine Fee, und ihre Mutter ein Mensch) hat sie ihre Kräfte nicht unter Kontrolle, was sie jedoch kein bisschen weniger selbstbewusst macht.
Zwar sieht sie ihre Schwächen ein und gibt diese auch offen zu, unterkriegen lässt sie sich davon jedoch nicht.
Ein bisschen erinnern mich die drei Schwestern an die Halliwell Hexen aus der Serie Charmed und alleine deswegen haben die Drei schon mal einen großen Sympathiefaktor sicher.

Doch auch die Nebencharaktere tragen ihren Teil zur Unterhaltung bei. Da wäre zum einen der menschliche Anderwelt Nachrichten Dienst Mitarbeiter Chase, welcher den Schwestern auf ihrer Dämonenjagd zur Seite steht. Mit seiner unbeholfenen Art ist er eine gute Ergänzung zu dem Team, da alle anderen männlichen Charaktere ab und zu ein wenig zu sehr von sich überzeugt scheinen.

Zum Beispiel Camilles Lover Trillian. Der hat mich sogar noch mehr als seine Liebesszenen mit Camille genervt. Die Arroganz in Person und total von sich überzeugt. Aber auch solche muss es in einer guten Story geben. Wäre ja sonst langweilig.

Vom Großmeister der Bösewichte bekommt man leider noch nichts zu sehen, stattdessen muss man sich mit den Handlangern abgeben. Diese sind jedoch gut inszeniert worden.
Ich hatte keine Probleme, mir den einen oder anderen Dämonen vorzustellen, denn die Beschreibung von Monstern scheint der Autorin recht gut zu liegen.

Fazit:
Insgesamt würde ich das Buch als tollen Schmöker für gemütliche Sofaabende beschreiben. Tolle Charaktere, kleine Quests und actiongeladene Dämonenjagdten machen das Buch zu etwas neuartigem und lesenwerten. Wer kein Interesse an besagten Liebesszenen im Buch hat, kann diese getrost überblättern, da diese nie länger als zwei Seiten sind und insgesamt auch nur zwei oder drei Male vorkommen.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an