Mittwoch, 29. Juni 2011

Rezension: "Das Lied von Malonia" von Catherine Banner

Produktinformationen:
Originaltitel: The Last Descendants
Autor: Catherine Banner
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Malonia Trilogie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 480 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3000-6
Preis: 18,95€ [D], 19,50€ [A]

Cover © Penhaligon Verlag

Inhalt:
Leo North und sein kleiner Bruder Stirling leben zusammen mit ihrer Großmutter in Malonia. Seit Prinz Ryan einst verbannt wurde, wird das Reich von dem skrupellosen Herrscher Lucien regiert und selbst die Jüngsten Einwohner Malonias müssen bereits Militärakademien besuchen.

So auch Leo und sein Bruder. Als sie jedoch eines Tages ein geheimnisvolles Buch finden, scheint die Zeit der Hoffnungslosigkeit vorbei. Denn das Buch verrät, dass sich der verbannte Prinz an einem Ort namens England befindet. Sollte er zurückkehren, könnte er das Volk Malonias aus der Unterdrückung befreien, doch dafür müsste er sein eigenes Leben hinter sich lassen und damit auch seine große Liebe Anna …

Backround Infos:
„Das Lied von Malonia“ ist der Auftakt einer Fantasytrilogie, gefolgt von „Die Kinder von Malonia“, welches als Taschenbuch bei Blanvalet erschienen ist.
Den ersten Band schrieb die Autorin bereits mit vierzehn Jahren. „Das Lied von Malonia“ ist auch als Taschenbuchausgabe bei Blanvalet erhältlich.

Meine Meinung:
„Das Lied von Malonia“ ist recht schwer zu bewerten. Als ich das Buch gelesen habe, hatte ich mehrfach das Gefühl, einen dystopischen Roman vor mir zu haben, anstatt eines Fantasyromans.
Das unterdrückende Regime und der Verbot zahlreicher Schriftwerke erinnert stark an die Motive, die wir eher aus den negativen Zukunftsdarstellungen kennen. Soviel zum ersten Eindruck.

Wenn man anfängt, das Buch zu lesen, braucht man eine gewisse Zeit, bis man das Geschilderte verstehen und in einen Zusammenhang bringen kann. Denn plötzlich wird man mit verschiedenen Erzählperspektiven konfrontiert, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben und wie völlig andere Geschichten klingen. Und so dauert es auch einige Zeit, bis man wirklich versteht, worauf die Handlung eigentlich hinauslaufen soll.

Interessant am Hintergrund der Geschichte finde ich allerdings, dass Malonia als das „normale“ Land dargestellt wird und unser England für die Malonier eine Fantasywelt darstellt.

Allerdings ist der Erzählstil recht problematisch. Der Hauptstrang der Geschichte wird aus Leos Sicht erzählt. An einiges Stellen sind die Schilderungen jedoch so wirr und widersprüchlich, dass man ganz schnell aus dem Konzept kommt. Ich denke, dass es besser gewesen wäre, wenn die Autorin die Geschichte durchgehend in der dritten Person geschrieben hätte, denn dann hätte man viele Dinge besser verstehen können.

Zu der Geschichte selber muss ich sagen, dass diese leider wenig Spannung aufkommen lässt. Die Handlung kommt einfach nicht zu diesem ganz bestimmten Punkt, der den Leser dazu bringt, immer weiterblättern zu müssen. Stattdessen würde ich die Passagen, die wirklich gelungen sind, eher als interessant beschreiben, so, als ob man ein Sachbuch lesen würde. Damit meine ich vor allem die Handlungsstränge, die in England spielen und Ryan und Annas Geschichte erzählen. Neben den Beiden gibt es auch noch ein paar weitere Charaktere in England, wie zum Beispiel einen Magier. Leider ist die Magie auch das einzige Element in diesem Buch, das es letztendlich zu einem Fantasyroman macht.

Was Leo als Protagonisten betrifft, muss ich sagen, dass sich die Autorin besonders Mühe gegeben hat, seine Gefühle in Szene zu setzen. Besonders nach einem schrecklichen Schicksalsschlag werden seine Schmerzen und seine Trauer gut nachvollziehbar geschildert.
Leos Bruder Stirling hingegen ist vom Verhalten her ein wenig zwiespältig. Manchmal verhält er sich seinen acht Jahren entsprechend und manchmal hat man das Gefühl, er ist genauso alt wie Leo.

Die letztendliche Lösung des Konfliktes ist dann schließlich sehr schnell abgehandelt und wird der großen Vorbereitung darauf nicht so ganz gerecht. Auch hier zeigt sich wieder, dass das Hauptaugenmerk wohl eher auf der Entwicklung der Person von Leo liegen soll und weniger auf den Konflikten Malonias.

Fazit:
Ich denke, die Idee hinter dem Roman ist gar nicht mal schlecht. Das Problem ist die Umsetzung, die deutlich zeigt, dass die Autorin noch sehr jung war, als sie die Geschichte geschrieben hat. Vieles ist nicht genug durchdacht und besonders am Anfang verliert man durch die verschiedenen Perspektiven sehr schnell den Überblick. Wer jedoch einen emotionsreichen Protagonisten mag und sich nicht an einer Handlung stört, die eher interessant als spannend ist, sollte das Buch einfach mal ausprobieren.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemlar geht an den
Penhaligon Verlag

Montag, 27. Juni 2011

Rezension: "The Haunted - Wahre Liebe ist unsterblich" von Jessica Verday

Produktinformationen:
Originaltitel: The Haunted
Autor: Jessica Verday
Verlag: Arena Verlag
Serie: The Hollow Trilogie (Band 2)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 422 Seiten
ISBN: 340-106-671-4
Preis: 15,99€ [D]

Cover © Arena Verlag

Dies ist Band 2 der Hollow Trilogie und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.



Inhalt:
Nachdem Abbey ihre Therapie beendet hat, kehrt sie nach Sleepy Hollow zurück. Um ein wenig Normalität in ihr Leben zu bringen, stürzt sie sich in ihre Schularbeiten und nimmt zusätzliche Nachhilfestunden bei ihrem Schulfreund Ben.

Doch dann taucht plötzlich Caspian wieder auf und Abbey muss einsehen, dass sie ihn, auch durch ihre Therapie, nie richtig vergessen konnte. Für Abbey ist klar, dass sie nie wieder von Caspian getrennt werden will, egal was zwischen ihnen steht.
Als sie jedoch die schreckliche Wahrheit über den Tod ihrer besten Freundin Kristen herausfindet, wird sie einmal mehr mit der dunklen Seite von Caspians Welt konfrontiert. Abbey realisiert, dass es nur einen Weg gibt, mit ihrer großen Liebe zusammen sein zu können. Doch noch ahnt sie nicht, dass ihr die Entscheidung über Leben oder Tod bereits von Jemandem abgenommen wurde …

Backround Infos:
„The Haunted“ ist der zweite Teil einer Trilogie. Der dritte Band heißt „The Hidden“, ist aber noch nicht auf Deutsch erschienen.

Meine Meinung:
Zu Anfang muss ich gleich anmerken, dass mir „The Haunted“ viel besser gefallen hat, als sein Vorgänger „The Hollow“. Die unnütze Beschäftigung mit Abbeys Alltag wurde auf ein Minimum reduziert und das Rätsel um Kristens Tod wird mit einem Super Gau gelöst.

Der Anfang ist leider noch nicht so furios. Abbey versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und stürzt sich in die Arbeit mit Ben. In meiner Rezension zu „The Hollow“ habe ich bereits erwähnt, dass mir besonders die Chemie zwischen den Beiden gut gefällt. Besser sogar, als die Chemie zwischen Abbey und Caspian.

Durch ihre Therapie hat Abbey es weitgehend geschafft, ihre negativen Gefühle abzuschütteln. Deshalb wirkt es einigermaßen authentisch, dass sie sich nicht andauernd über Caspian oder Kristens Tod Gedanken macht. Ab der zweiten Hälfte des Buches ist es jedoch vorbei mit dem Seelenfrieden und durch Caspians Auftauchen und Kristens wiedergefundene Tagebücher, wird Abbey zwangsläufig mit der Vergangenheit konfrontiert.

Und ab dann wird es richtig spannend, denn das Rätsel um Kristens Tod nimmt neue Dimensionen an. Abbey lernt neue Details über Kristens Freund und wird einmal mehr mit den Bedrohungen von Caspians Welt konfrontiert. Die Atmosphäre verändert sich in eine düstere und mysteriöse Richtung und zum ersten Mal wird einem so richtig bewusst, dass Abbey buchstäblich mit dem Tod spielt.

Die Beziehung zu Caspian bleibt allerdings reichlich bizarr. Die ganze Sache ist ein reines Hin und Her und ich bin auch nach dem zweiten Band immer noch der Meinung, dass die Beiden einfach nicht zusammenpassen. Abbey ist viel zu tough für Caspian, bei dem ich immer noch darauf warte, dass er endlich mal seine verwegene Seite zeigt.

Was Abbey betrifft, so konnte ich bis jetzt keine Erklärung finden, wieso sie eigentlich Geister sehen kann. Dennoch finde ich, dass sie in diesem Band um einiges angenehmer und sympathischer ist, als im ersten Band. Ich denke, dies dürfte vor allem daran liegen, dass sie sich nun viel mehr darüber im Klaren ist, was sie eigentlich will.

Caspian ist mir immernoch ein wenig zu gewollt romantisch. Seine Sprüche sind teilweise recht kitschig und passen einfach nicht zu Abbeys Beschreibung des coolen und sexy Caspian.

Ben wiederum mag ich von seiner Art her sehr gerne. Er ist locker, aufgeschlossen und für jeden Spaß zu haben. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass auch er ein unheimliches Geheimnis hat, so wie eigentlich jeder in Sleepy Hollow.

Um die Spannung bis zum letzten Band der Trilogie noch zu steigern, endet das Buch mit einem Cliffhanger, der viele Fragen zurücklässt und auch neue aufwirft. Durch die neusten Entwicklungen in „The Haunted“ bin ich aber sicher, dass der dritte Band nicht enttäuschen wird.

Fazit:
Hatte ich mit dem ersten Band noch so meine Probleme, bin ich mit „The Haunted“ recht zufrieden. Besonders die neuen düsteren und mystischen Entwicklungen tun der Geschichte richtig gut und sorgen dafür, dass richtig Spannung aufkommt. Auch wenn die Chemie zwischen Abbey und Caspian nicht stimmt, bin ich doch sehr gespannt, wie es zwischen den Beiden nun weitergehen wird und ob sich das in „The Haunted“ angedeutete Schicksal von Abbey tatsächlich bewahrheiten wird.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den
Arena Verlag

Sonntag, 26. Juni 2011

Cover Revealed: HarperTeen Programm 2012

Als erstes präsentiere ich euch etwas ganz Besonderes: Die englische Ausgabe von "Arkadien Erwacht" von Kai Meyer. Passend übersetzt als "Arcadia Awakens".
Erscheint am 14. Februar 2012


Cover © Harper Collins/Balzer + Bray


Als nächstes seht ihr das Spin-Off Buch zu Claudia Grays "Evernight" Serie, benannt nach einem der Protagonisten: "Balthazar".
Erscheint am 06. März 2012


Cover © HarperTeen


Außerdem wird der zweite Teil von Cynthia Hands "Unearthly" Trilogie veröffentlicht. Das Cover ist sehr schön an seinen Vorgänger angepasst und trägt den Titel "Hallowed".
Erscheint am 24. Januar 2012.


Cover © HarperTeen


Das nächste Buch ist die Fortsetzung zu Kelley Armstrongs "The Gathering". "The Calling" ist der zweite Teil einer Spin-Off Serie zu der Darkest Powers Trilogie.
Erscheint am 10. April 2012.


Cover © HarperCollins

Samstag, 25. Juni 2011

Cover Revealed: Brodi Ashtons "Ewiglich die Sehnsucht" bekommt englisches Cover

Selten kommt es vor, dass ein englisches Jugendbuch zuerst sein deutsches Cover bekommt und dann erst sein Originalcover. Genau dies ist mit "Everneath" (dt. Ewiglich die Sehnsucht) passiert. Doch das Warten hat sich gelohnt, denn das englische Cover ist wirklich schön geworden.


Cover "Ewiglich die Sehnsucht" © Oetinger Verlag
Cover "Everneath" © Harper Collins / Balzer + Bray

Ben Barnes übernimmt Titelrolle in neuer Jugendbuchverfilmung

Collider berichtet mal wieder ;)

Warner Bros. hat sich die Rechte zu Joseph Delaneys "Spook" Serie gesichert und wird einen darauf basierenden Film namens "The Seventh Son" rausbringen.
Und Ben Barnes wird die Hauptrolle des Zauberschülers Tom übernehmen. Ursprünglich war geplant, dass Fluch der Karibik Star Sam Clafflin die Rolle übernehmen soll.

In Deutschland sind die Bücher bei cbj erschienen. Hier das Cover und die Zusammenfassung des ersten Spook Bandes "Der Schüler des Geisterjägers":

Cover & Inhaltsangabe © cbj

Als siebter Sohn eines siebten Sohnes ist Tom zum Geisterjäger bestimmt. Bei Meister Spook lernt er Geister austreiben, Hexen beschwören, Boggarts bannen – aber leider nicht, wie arglistig die alte Malkin ist. Tom wird ausgetrickst und der ganz große Ärger beginnt …

Rezension: "The Hollow - Wahre Liebe ist Unsterblich" von Jessica Verday

Produktinformationen:
Originaltitel: The Hollow
Autor: Jessica Verday
Verlag: Arena Verlag
Serie: The Hollow Trilogie (Band 1)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 432 Seiten
ISBN: 978-340-106-495-6
Preis: 15,95€ [D]

Cover © Arena Verlag

Inhalt:
Als Abbeys beste Freundin Kristen spurlos verschwindet, beginnt für sie eine Zeit voller Trauer und Schmerz, denn niemand weiß, was wirklich mit dem Mädchen passiert ist.
In ihrer Verzweiflung verbringt Abbey ihre einsamen Tage auf dem Friedhof ihres Dorfes Sleepy Hollow, wo sie eines Tages den seltsamen Caspian kennenlernt. Der Junge übt eine unheimliche Faszination auf sie aus und schon bald verliebt sie sich unsterblich in ihn.

Doch als Abbey das Tagebuch ihrer besten Freundin findet, stolpert sie über das mysteriöse Doppelleben, das Kristen geführt hat und ihr Verschwinden wirft neue Fragen auf.
Abbey findet Zuflucht in der gemeinsamen Zeit mit Caspian, doch schon bald wird ihr klar, dass auch er ihr etwas Wichtiges über sich verschweigt …

Backround Infos:
„The Hollow“ ist der erste Band einer Trilogie, gefolgt von „The Haunted“. Der dritte Band „The Hidden“ ist noch nicht auf Deutsch erschienen.
Das in den Romanen erwähnte Sleepy Hollow existiert tatsächlich als kleines Dörfchen in New York, genauso wie der Sleepy Hollow Friedhof mit dem Grab von Washington Irving.

Englischer Buchtrailer: © cosproductions



Meine Meinung:
„The Hollow“ spielt in dem Dorf Sleepy Hollow in New York. Geprägt durch die Legende vom kopflosen Reiter, kennen wir das Dörfchen alle als schaurigen Ort vor gotischer Kulisse. Genau dies hat die Autorin auch in ihren Roman einfließen lassen, wodurch eine dementsprechende Atmosphäre entsteht. Auch wenn die Geschichte in der heutigen Zeit spielt, spürt man den gotischen Einfluss sehr stark, was gepaart mit der bittersüßen Romanze ein schönes Gesamtbild ergibt.

Die Geschichte ist durchgehend aus Abbeys Sicht erzählt. Dabei rückt besonders der Schmerz und die Trauer, die sie angesichts von Kristens Verschwinden spürt, in den Mittelpunkt.
Neben den negativen Empfindungen bekommt man als Leser auch ihre Schwärmereien für Caspian mit, die dann aber leider das Rätsel um Kristens Verschwinden verdrängen und den Hauptteil des Buches einnehmen.
Dies wäre auch gar nicht so schlimm, wäre da nicht das Problem, dass zwischen Abbey und Caspian die Chemie einfach nicht stimmt. Egal welche Passage ich über ihre Zweisamkeit gelesen habe, immer hatte ich das Gefühl, dass die Beiden einfach nicht zusammenpassen.

Und so zieht sich der Mittelteil des Buches sehr in die Länge. Es kommt einfach keine Spannung auf, und selbst als Abbey Kristens Tagebuch findet, verschwindet das dadurch aufkommende Mysterium schon bald wieder in der Versenkung. Stattdessen wird sich mit Abbeys langweiligen Alltag aufgehalten, der äußerst fehl am Platz wirkt. Die Geschichte kommt schlicht und ergreifend nicht zum Punkt.

Was die Geschichte dann zwischendurch immer mal wieder auftaut, sind kleine Flashback Szenen, die von Abbeys und Kristens gemeinsamen Erlebnissen handeln. Anhand dessen kann man sich sehr gut in das Verhältnis zwischen den Beiden hineinversetzen und auch Abbeys Gefühle bezüglich des Verlustes ihrer besten Freundin sehr gut verstehen.

Auch die kleinen Einschübe der Legende von Sleepy Hollow lockern das Geschehen ein wenig auf und dürften besonders die Kulisse für den Leser interessant machen.

Was Abbeys betrifft, hat mich besonders ihr Faible für das Mixen von Düften fasziniert. Ansonsten ist sie eigentlich genauso wie alle anderen Jugendbuch Protagonistinnen. Leider würde ich auch nicht sagen, dass sie im Laufe des Buches eine Entwicklung durchmacht. Stattdessen steigert sie sich in die Schwärmerei von Caspian hinein.

Dieser sollte auf den Leser wahrscheinlich mysteriös und ein wenig düster erscheinen, wirkt stattdessen aber eher schüchtern, wehmütig und alles andere als anziehend.
Man merkt zwar die ganze Zeit, dass eindeutig Etwas mit ihm nicht stimmt, aber dennoch weiß man bis zur Auflösung des Rätsels nicht, was es denn nun eigentlich ist.
Ich muss zwar zugeben, dass er an einigen Stellen schon ein wenig romantisch ist, doch richtig überzeugen konnte er mich als mysteriöser Unbekannter dann doch nicht.

Der Schlussteil ist dann nochmal richtig gut und vor allem spannend. Die Auflösung des Rätsels um einige Bewohner Sleepy Hollows und auch um Caspian ist wirklich überraschend und Etwas, womit man garantiert nicht rechnet.
Dennoch bleiben am Ende viele Fragen und leider auch die wichtigste aller Fragen offen. Was also wirklich mit Kristen passiert ist, wird man wohl erst im Folgeband erfahren.

Fazit:
Besonders die Kulisse von „The Hollow“ hat es mir schlichtweg angetan. Ein wenig düster und schaurig, genau das ist Sleepy Hollow, auch in der Moderne.
Leider ist die Umsetzung der Geschichte nicht so gelungen, wie ich es mir erhofft habe, auch wenn das Ende nochmal richtig gut ist. Leider bleiben am Ende eine Reihe von Fragen offen, die dann hoffentlich in der Fortsetzung geklärt werden.

Meine Empfehlung:

Die Kulisse aus "Die Poison Diaries" ähnelt sehr stark der aus "The Hollow". Auch hier hat man es mit einer gotischen und leicht düsteren Atmosphäre zu tun.

Außerdem ähneln sich beide Protagonistinnen, von ihrer Art her und auch was ihre Hobbys angeht.

Cover © Fischerverlage

Freitag, 24. Juni 2011

Cover Revealed: The Lying Game TV Tie In

Genauso wie Pretty Little Liars, wird auch The Lying Game von Sara Shepard bald auf abc family zu sehen sein. Passend dazu gibt es (wie bei PLL auch schon) ein TV Tie In mit einem an die Serie angepassten Cover. Hier der Vergleich von Original und TV Tie In:


Cover © HarperTeen

Donnerstag, 23. Juni 2011

Bloodlines Paperback im Ed Hardy Stil

Also das Cover mit Sydney und Adrian als Covermodel gefällt mir eindeutig besser als die Paperback Version ...


© Razorbill

Dienstag, 21. Juni 2011

Rezension: "Neva" von Sara Grant

Produktinformationen:
Originaltitel: Dark Parties
Autor: Sara Grant
Verlag: Pan Verlag
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 352 Seiten
ISBN: 978-3-426-28348-6
Preis: 16,99€ [D]

Cover ©Pan Verlag

Inhalt:
Neva Adams lebt in Heimatland, einem Areal, das unter der Protektosphäre versiegelt ist. Die Glaskuppel soll die Menschen angeblich schützen, doch Neva und ihre Freundin Sanna bezweifeln dies. Als plötzlich Menschen spurlos verschwinden, entscheiden die Beiden sich für eine Rebellion und verlangen die Öffnung der Protektosphäre.

Doch die Regierung hat ihre eigenen Mittel und Wege mit Rebellen umzugehen. Neva lässt sich davon aber nicht unterkriegen und setzt alles daran, die grausamen Machenschaften der Regierung aufzudecken. Dabei verliebt sie sich ausgerechnet in den Freund ihrer besten Freundin Sanna, der sie tatkräftig unterstützt.

Schon bald muss Neva erfahren, was es bedeutet, sich gegen die Regeln zu stellen und gerät dabei in tödliche Gefahr ...

Buchtrailer: ©Verlagsgruppe Droemer Knaur



Meine Meinung:
Die Geschichte von „Neva“ startet sehr abrupt. Es dauert nur kurze Zeit, bis man sich mitten in einer Rebellion wiederfindet. Dabei ist es besonders am Anfang schwierig, das Geschehen überhaupt in den Gesamtkontext einzuordnen und mit den Charakteren zu verknüpfen.
Sobald man sich allerdings einen Überblick verschafft hat, kann man die Geschichte so richtig genießen.

Die Story an sich erinnert ein wenig an den Film „The Island“. Die Menschen sind eingepfercht unter der Protektosphäre und die Regierung redet ihnen ein, dass sie draußen nicht sicher sind. Dabei werden die Menschen zu bedingungslosem Gehorsam gezwungen. Widersetzen sie sich, verschwinden sie kurze Zeit später.

Gerade durch die Fragen, die die Machenschaften der Regierung aufwerfen und die Geschichte der Protektosphäre baut sich zwischendurch immer mal wieder Spannung auf. Jedoch ist das Buch ein wenig durchwachsen was das angeht, weshalb es auch ein paar Passagen gibt, die sich ein wenig in die Länge ziehen.

Die Geschichte ist komplett aus Nevas Sicht erzählt und durch die Ich-Perspektive erlebt man alles was sie tut, hautnah mit. Dazu gehören auch ihre Gedanken bezüglich des Systems in Heimatland, welche ihren Drang zur Rebellion verständlicher machen, aber auch ihre Gedanken bezüglich ihrer verbotenen Liebe Braydon.

Dazu muss ich sagen, dass Nevas Verliebtheit plötzlich aus heiterem Himmel entsteht, nur weil Braydon sie einmal kurz geküsst hat. Doch auch wenn die Entstehung der Romanze recht fragwürdig ist, so ist der Verlauf doch ganz gut in Szene gesetzt. Die beiden können buchstäblich einfach nicht die Finger voneinander lassen und sind bis über beide Ohren verliebt. Dennoch ist nicht alles so rosig zwischen den Beiden, wie man anfangs denkt, so gibt es einige Drehungen und Wendung in ihrer Beziehung, die für jede Menge Gefühlschaos sorgen.
Hinzu kommt das Problem, dass Neva eigentlich bereits einen Freund hat und so entsteht ein typisches Liebesdreieck, welches Nevas Hin- und Hergerissenheit sehr gut verdeutlicht. Auf der einen Seite steht ihr Freund Ethan, ein gesetzeskonformer Bürger, der nie die Regeln bricht. Auf der anderen Seite steht Braydon, der genauso wie Neva zur Rebellion neigt und in ihre die Abenteuerlust weckt.

Neva an sich ist zwar schon sechzehn Jahre alt, dafür aber reichlich naiv und gutgläubig. Anfangs glaubt sie doch tatsächlich, dass ihre Rebellion mit einer kleinen Aktion sofort fruchten wird und sie mit keine Folgen rechnen muss. Dies ist das erste Mal, dass sie so richtig in Konflikt mit der Regierung gerät und sie merkt, was das System eigentlich mit den Bewohnern von Heimatland anstellt.
Nach und nach macht ihr das Rebellieren richtig Spaß und sie steht voll und ganz hinter ihrer Überzeugung, dass man die Regierung stoppen muss. Neben ihrem Kampfgeist hat sie allerdings auch eine träumerische und romantische Seite die wiederum sehr durch ihre Naivität gesteuert wird.

Die Nebencharaktere sind jedoch eher wenig interessant und werden durch Nevas Präsenz einfach in den Schatten gestellt. Selbst Braydon konnte mich mit seiner ominösen Anziehungskraft des Unbekannten nicht einmal halb so sehr faszinieren wie er Neva fasziniert.

Das Ende kommt schließlich genauso abrupt, wie der Anfang und da zum Ende hin einige Fragen offen geblieben sind, hoffe ich doch sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Fazit:
„Neva“ beinhaltet die zwei typischen Elemente einer Jugendroman Dystopie: Ein grausames System, das die Menschen unterdrückt und ein rebellisches junges Mädchen. Im Großen und Ganzen ist das Buch eine runde Sache. Es hat Spannung, schockierende Momente und eine interessante, wenn auch naive, Protagonistin.


Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den Pan Verlag

Freitag, 17. Juni 2011

Rezension: "Skinned" von Robin Wasserman

Produktinformationen:
Originaltitel: Skinned
Autor: Robin Wasserman
Verlag: Script5 Verlag
Serie: Skinned Trilogie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 376 Seiten
ISBN: 978-3-8390-0106-6
Preis: 16,90€ [D], 17,40€ [A]

Cover © Script5

Inhalt:
Lia Kahn stirbt bei einem verheerenden Autounfall und erwacht kurze Zeit später in einem fremden Körper. Einem Körper, der in Wirklichkeit eine Maschine ist.

Für ihre Familie war es die einzige Möglichkeit, ihre Tochter zu retten, für Lia ist es schlimmer als der Tod. Nicht nur wird sie von den Hasstiraden einiger Menschen verfolgt, sondern auch ihr Freund traut sich nicht einmal mehr sie anzufassen. Stattdessen scheint ihre Schwester Zoie nun ihr Leben zu leben. Sie hat ihre Freunde, ihren Freund und kopiert sogar ihr ehemaliges Aussehen.

Als Ausgestoßene der Gesellschaft hat sich jedoch eine Gruppe von MechHeads (menschliche Maschinen wie Lia) zusammengefunden, die alle versuchen auf ihre Weise mit den Anfeindungen der Menschen zurechtzukommen. Lia versucht in ihrer Mitte auf Akzeptanz zu stoßen und lernt den Revolutionär Jude kennen.

Doch auch auf der Seite der Menschen findet Lia überraschend einen Fürsprecher und freundet sich mit Auden an. Auch er ist ein Außenseiter, jedoch aus anderen Gründen. Für Lia rückt eine Entscheidung in welche Welt sie gehören will immer näher. Doch wie soll sie sich entscheiden, wenn sie selbst nicht einmal weiß, wer oder was sie ist. Mensch oder doch nur Maschine?


Backround Infos:
„Skinned“ ist der erste Teil einer Trilogie. Der zweite Teil heißt „Crashed“ und ist bereits bei Script5 erschienen. Im Herbst 2011 wird dann auch der letzte Teil namens „Wired“ erscheinen.


Buchtrailer: © Script5



Meine Meinung:
„Skinned“ ist definitiv ein waschechter dystopischer Roman, der sich mit Themen auseinandersetzt, die uns so vielleicht sogar in der Zukunft erwarten könnten.

Die Gesellschaft in „Skinned“ wird von Technologien beherrscht. Das meiste läuft über irgendwelche Geräte und Computer und letztendlich gibt es davon so viel im Buch, dass man ganz schnell den Überblick verliert.
Außerdem sind Designer Babys zur Normalität geworden, genauso wie selbstfahrende Autos und eine fortgeschrittene Medizin, die so gut wie alles heilen kann. Alles außer zerstörte Körper. Für diesen Zweck hat man die sogenannten MechHeads erfunden, menschliche Maschinen. Ersatzkörper, durch die ein Mensch per Gehirnscan transferiert werden kann.

„Skinned“ stellt also ein erschreckendes Zukunftsszenario dar, bei dem man sich mehr als einmal fragt, wie es zu so etwas kommen konnte. Leider erfährt man darüber nicht allzu viel, nur ein paar Andeutungen über die schlechten Zustände der Vergangenheit und wie die Gesellschaft sich langsam aber sicher zerstörte.

Die Geschichte selbst beginnt eher schleppend. Besonders die erste Hälfte des Buches zieht sich sehr, da Lia sich andauernd nur über ihren Zustand aufregt und sonst nichts Großartiges passiert. Als Leser wird man davon jedoch so eingenommen, dass man sich irgendwann selbst fragt, was Lia eigentlich ist. Sie scheint ja wirklich Lia zu sein, oder ist sie doch nur eine Kopie von Lia und denkt nur, dass sie Lia ist? Hinzu kommt die Frage, ob sie eigentlich noch ein Mensch sein kann, wenn sie doch körperlich eine Maschine ist. Was macht dann eigentlich einen Menschen aus?
Ich finde es sehr interessant, dass ein Jugendbuch solche Fragen in den Raum stellt und man sich darüber ein wenig Gedanken macht. Zu einer eindeutigen Erkenntnis zu kommen ist jedoch reichlich schwer, und genau so geht es Lia auch.

Hinzu kommt, dass man sich Gedanken darüber macht, was wäre, wenn man selbst an Lias Stelle wäre. Wie würde ich reagieren, wenn ich in einem fremden und noch dazu mechanischen Körper aufwachen würde?

Trotz all den Fragen, die man mit Lia teilt, ist dennoch schwer, eine Beziehung zu Lia aufzubauen. Als Charakter ist sie sehr eintönig, da sich ihre Ängste und Gedanken andauernd wiederholen und sie keine großartig hervorstechende Person ist, die sich durch einen besonderen Charakterzug auszeichnet.

Ganz anders verhält es sich hingegen mit Lias neuem Kumpel Auden. Anfangs ist er noch sehr undurchsichtig und man versteht nicht so recht, wieso er sich auf Lias Seite schlägt. Je mehr man ihn jedoch kennenlernt, umso mehr versteht man ihn und umso mehr schließt man ihn ins Herz. Auden schert sich nicht um das, was andere als normal bezeichnen. Er bringt Lia bei, was es heißt, sich selbst zu finden und dazu zu stehen, was man ist.

Eine große Überraschung hingegen ist Lias Schwester Zo. Eigentlich verhält sie sich das ganze Buch über nur verabscheuungswürdig, doch zum Ende hin macht sie ein überraschendes Geständnis, wodurch man sie schließlich in einem ganz anderen Licht sieht.

Fazit:
„Skinned“ ist ein Buch das sich besonders durch seine ethischen Fragen auszeichnet. Mit der Geschichte muss man jedoch ein wenig geduldig sein, bis sie richtig in Fahrt kommt, doch dann wird man auch belohnt. Mit Lia konnte ich mich leider gar nicht identifizieren, da man recht wenig über sie selbst und ihr Leben erfährt. Dennoch dürfte jeder, der innovative dystopische Romane mag, von diesem Buch gut unterhalten werden.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

Donnerstag, 16. Juni 2011

Cover Revealed: "Bloodrose" von Andrea Cremer

Ich bin und werde leider kein Fan mehr von den neuen englischen Nightshade Covern. Es fehlt einfach das gewisse Etwas, welches das ursprüngliche Cover vom ersten Band hatte.

Cover © Philomel

Mittwoch, 15. Juni 2011

Buch News 06/2011

News 1:
Lisa J. Smiths "Stefan's Diaries" Serie wurde auf insgesamt 6 Bücher verlängert.

News 2:
Alex Flinn, Autorin von Beastly, schreibt an einer neuen Serie, die sich die "Kendra Chronicles" nennen wird. Teil 1 wird den Namen "Bewitching" haben und im Februar 2012 auf Englisch erscheinen.

News 3:
Sarah Shepard, Autorin der "Pretty Little Liars" Serie, wird ihre "Lying Game" Bücher um ein drittes Buch ergänzen. "Two Truths and a Lie" wird es heißen und ebenfalls im Februar 2012 auf Englisch erscheinen.

News 4:
Der zweite Teil von Richelle Meads Vampire Academy Spin-Off Serie "Bloodlines" wird den Titel "The Golden Lily" tragen.

News 5:
Veronica Roth hat den Titel zum Sequel von Divergent verraten: "Insurgent".

Montag, 13. Juni 2011

Rezension: "Die Poison Diaries" von Maryrose Wood

Produktinformationen:
Originaltitel: The Poison Diaries
Autor: Maryrose Wood
Verlag: Fischer FJB
Serie: Die Poison Diaries (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 272 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2124-1
Preis: 14,95€ [D], 15,40€ [A]

Cover © Fischer FJB

Die Poison Diaries Facebook App:
KLICK

Inhalt:
Jessamine Luxtons Vater ist fasziniert von Pflanzen und deren medizinischen Fähigkeiten. Doch selbst er ist nicht in der Lage die geheimnisvolle Wirkung der Pflanzen in seinem Giftgarten zu entschlüsseln.

Als dann eines Tages ein Fremder zu ihm kommt und ihm einen seltsamen Jungen namens Weed vorstellt, scheint er dem Schlüssel zu dem gefährlichen Wissen über die Giftpflanzen endlich einen Schritt näher gekommen zu sein. Denn Weed ist kein gewöhnlicher Junge. Er scheint für jede noch so unheilbare Krankheit das richtige Rezept parat zu haben.

Völlig fasziniert von seinen Fähigkeiten verliebt Jessamine sich in ihn, doch dann wird sie von einer schrecklichen Krankheit heimgesucht, für die nicht einmal Weed ein Heilmittel zu kennen scheint.
Die Antwort scheint verborgen im Giftgarten zu liegen, doch während Jessamine immer schwächer wird, muss Weed eine folgenschwere Entscheidung treffen …


Backround Infos:
„Die Poison Diaries“ ist der erste Teil einer Serie. Der zweite Teil „Nightshade“ erscheint im Oktober 2011 auf Englisch.


Buchtrailer: © newbooksonfilm



Meine Meinung:
„Die Poison Diaries“ ist auf jeden Fall anders, als alle Bücher, die ich jemals gelesen habe. Sowohl Schreibstil, als auch Charaktere, sowieso die Art und Weise dem Leser eine Botschaft zu vermitteln. All dies ist anders.

Aber fangen wir zunächst einmal mit der Aufmachung an. An jedem Kapitelanfang befindet sich ein Tagebucheintrag, sowie eine wunderschöne Vignette. Alleine deswegen lohnt es sich auf jeden Fall schonmal in der nächsten Buchhandlung einen Blick ins Buch zu werfen.

Sobald man dann anfängt zu lesen, wird man von der Geschichte und dem Schreibstil förmlich umhüllt. Ich finde es ganz schwierig zu beschreiben warum, aber der Schreibstil gefällt mir wirklich sehr gut. Angepasst an eine eher altertümliche Ausdrucksweise, passend zum Jahre 1800, wirkt die Sprache sehr romantisch.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Erst aus Jessamines Sicht, dann später aus Weeds Sicht. So bekommt man viel von den Gefühlen und Gedanken der handelnden Personen mit und kann mit ihnen mitfühlen. Besonders interessant sind diese Gedanken jedoch gerade dann, wenn es um die Pflanzen geht. Ich weiß nicht, ob die erwähnten Wirkungen der Pflanzen tatsächlich so sind, dennoch ist es äußerst interessant, dass diese so im Mittelpunkt des Geschehen stehen. Die Geschichte bekommt so einen mystischen Stil, besonders durch die rätselhaften Giftpflanzen, die ein gefährliches Eigenleben zu entwickeln scheinen. Dadurch wird es besonders am Ende ein wenig grausam, gleichzeitig aber auch sehr spannend.

Spannend und eine mystische Atmosphäre kommt aber auch dadurch auf, dass Weeds Verhalten so seltsam ist und man nicht weiß, wer er wirklich ist und woher er so viel über die Wirkungen der Pflanzen weiß. Außerdem sind die ständigen Reisen von Jessamines Vater nach London ein weiteres Rätsel, dessen Auflösung letzten Endes ein schöner Schock ist.

Auch die Liebe spielt eine große Rolle, denn Jessamine verliert schon bald nach Eintreffen von Weed ihr Herz an ihn. Ist sie anfangs oft alleine und in sich gekehrt , so findet sie in Weed bald eine Freund, den sie mit ihrer ganzen Fürsorge überschütten kann und von dem sie heimlich schwärmen kann.
Auch für Weed ist diese Beziehung sehr wichtig, da er Jessamine seine dunklen Geheimnisse anvertrauen kann und sich nicht mehr verstecken muss.

Zu Jessamine muss ich allerdings sagen, dass sie alles andere als ein starker Charakter ist. Sie macht sich selbst abhängig von ihrem Vater und ist sehr naiv wenn es um die Liebe oder auch um den Umgang mit Giftpflanzen geht. Ihre Art passt jedoch zum Gesamtbild der Geschichte, auch wenn man berücksichtigt, dass das Buch in einer Zeit spielt, in der Frauen noch nicht so emanzipiert waren.

Das Buch endet schließlich mit einer tiefgründigen Botschaft, die die Geschichte schön abrundet und dazu anregt, sich über einige Dinge ein wenig mehr Gedanken zu machen.

Fazit:
„Die Poison Diaries“ hat mir sehr gut gefallen. Besonders der Schreibstil hat es mir angetan, sowie die spannenden Enthüllungen und die mystische Atmosphäre. Insgesamt eine schöne Geschichte, die man locker in einem Schwung durchlesen kann und die letzten Endes sogar eine Botschaft vermittelt. Da das Ende recht offen ist, bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und besonders, wie die Zukunft von Jessamine und Weed aussehen wird.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an
Fischer FJB

Donnerstag, 9. Juni 2011

Rezension: "Elfenliebe" von Aprilynne Pike

Produktinformationen:
Originaltitel: Spells
Autor: Aprilynne Pike
Verlag: cbj Verlag
Serie: Wings Serie (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 978-3-570-13885-4
Preis: € 16,99 [D], € 17,50 [A]

Cover © cbj Verlag

Dies ist Band 2 der Wings Serie von Aprilynne Pike und die Rezension könnte gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es
HIER.


Inhalt:
Aufgrund ihrer mangelnden Feenkenntnisse soll Laurel ein paar Wochen an der Akademie von Avalon verbringen um ihr Handwerk zu verbessern. In dieser Zeit wird sie von Tamani in das hierarchische Leben der Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterelfen eingeführt und für Laurel erweist sich einmal mehr, wie fremd ihr das Elfenleben doch ist.

Doch auch ihr Leben in der Menschenwelt ist alles andere als einfach seit Laurel weiß, dass sie eine Elfe ist. Ihre Mutter entfremdet sich immer mehr von ihr und hinzu kommt die ständige Bedrohung durch die Orks.

Hin und hergerissen zwischen den zwei Welten, will Laurel nichts mehr, als endlich zu wissen, wo sie eigentlich hingehört. Doch dies ist nicht so einfach, hat sie doch in beiden Welten Jemanden, der sie von ganzem Herzen liebt: David in der Menschenwelt und Tamani in Avalon.
Für Laurel steht fest, dass sie sich früher oder später für eines ihrer beiden Leben entscheiden muss, auch wenn sie dadurch jemandem das Herz brechen wird …


Backround Infos:
„Elfenliebe“ ist der zweite Band von Aprilynne Pikes Elfenserie. Der dritte Teil, welcher im Original „Illusions“ heißt, ist bereits auf Englisch erschienen und der vierte Teil, bis jetzt noch ohne Titel, wird im April 2012 auf Englisch erscheinen.


Meine Meinung:
Die Geschichte von „Elfenliebe“ dreht sich vor allem um das Liebesdreieck zwischen David, Laurel und Tamani. Laurel ist hin und hergerissen zwischen ihren beiden Verehrern und so kommt es natürlich zu zahlreichen romantischen Momenten, sowohl mit David, als auch mit Tamani.
Ich finde, dass besonders diese Momente sehr schön in Szene gesetzt sind. Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil, der zum einen sehr einfach zu lesen ist, aber dem Leser dennoch reichlich Gefühle vermitteln kann mit einer extra Portion Herzschmerz.

Mit „Elfenliebe“ lernen wir auch zum ersten Mal die Elfenwelt Avalon kennen und dessen hierarchisches Gesellschaftssystem. Auch dies hat seinen Teil dazu beigetragen, dass das Buch nicht nur schön zu lesen ist, sondern auch sehr interessant ist. Ich finde es immer wieder toll, wenn Autoren ihre eigene Welt kreieren und sich Gedanken über dessen Gesellschaftssystem machen.

Neben Romantik und interessanten Welten gibt es jedoch auch ein Fünkchen Action in Form von Flucht- und Kampfszenen. Denn die Orks sind nach wie vor hinter Laurel her und so kommt es, dass Laurel ihr neu erworbenes Wissen im Kampf gegen die Untiere gezielt einsetzen muss. Denn wenn Orks eines nicht sind, dann ist das zimperlich. So kommt es zu einigen scheinbar aussichtslosen Situationen und gerade am Ende wird es so nochmal richtig spannend.

Was die Charaktere betrifft, bin ich bis auf weiteres auch sehr zufrieden. Teilweise sind mir die Jungs zwar ein bisschen zu perfekt und einfühlsam, aber gerade dies führt ja letzten Endes dazu, dass Laurel es nicht über sich bringt, einen von Beiden zu verletzen.


In diesem Buch hat sie sehr viel mit sich selbst zu kämpfen. Eine große Rolle spielt dabei ihre Identitätskrise, da sie nicht weiß, in welche Welt sie eigentlich gehört. Hinzu kommt die Krise mit ihrer Mutter, die seit Laurel Geständnis, eine Elfe zu sein, sich zunehmend von ihr distanziert.
Als wäre dies nicht schon Problem genug, steht Laurel auch noch zwischen zwei Jungs. Ist sie mit dem einen zusammen, denkt sie an den anderen. Das pure Gefühlschaos. Umso entscheidender ist Laurels Entwicklung im Laufe des Buches, während der sie sich langsam aber sicher einer Entscheidung nähert, in welche Welt sie gehört und mit wem sie zusammen sein möchte.

Neben den Hauptcharakteren aus dem ersten Band kommt nun ein neuer Charakter dazu, der nicht nur mysteriöse Beweggründe hat, sondern auch absolut undurchschaubar ist. Die Rede ist von Klea, einer Art Jägerin, die sich aus persönlichen Gründen der Rache an den Orks verschrieben hat. Nicht nur Laurel steht ihr misstrauisch gegenüber, sondern auch als Leser wird man sehr schnell skeptisch wer sie ist und was ihre Pläne sind. Nicht nur aus dem Grund verschweigt Laurel ihr, dass sie eine Elfe ist.

Fazit:
Aprilynne Pikes Elfenserie beinhaltet definitiv eines meiner Lieblings Love Triangles und genauso wie sein Vorgänger hat auch „Elfenliebe“ mich von sich überzeugt. Das Buch ist eine runde Sache und vereint Romantik, ein bisschen Aktion und eine eigene Welt zu einem schönen Jugendbuch.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den



Meine Empfehlung:

"Plötzlich Fee - Sommernacht" ist dem Prinzip von "Elfenliebe" von sehr ähnlich und auch atmosphärisch kommt es dem sehr nahe.


Auch in "Plötzlich Fee - Sommernacht" geht es um ein Liebesdreieck (wobei daran zwei Feenjungs beteiligt sind) und eine brilliant ausgearbeitete Feenwelt.

Cover © Heyne Fliegt

Mittwoch, 8. Juni 2011

Cover Revealed: Wings of the Wicked by Courtney Allison Moulton

Wings of the Wicked ist die Fortsetzung zu Angelfire und wird 2012 erscheinen.


Cover und Inhaltsangabe ©Katherine Tegen Books


Inhalt (Achtung Spoilergefahr):
Life as the Preliator is harder than Ellie ever imagined.
Balancing real life with the responsibility of being Heaven’s warrior is a challenge for Ellie. Her relationship with Will has become all business, though they both long for each other. And now that the secret of who she really is has come out, so have Hell’s strongest reapers. Grown bold and more vicious, the demonic threaten her in the light of day and stalk her in the night.

She’s been warned.
Cadan, a demonic reaper, comes to her with information about Bastian’s new plan to destroy Ellie’s soul and use an ancient relic to wake all the souls of the damned and unleash them upon humanity. As she fights to stay ahead of Bastian’s schemes , the revelations about those closest to her awaken a dark power within Ellie that threatens to destroy everything—including herself.

She’ll be betrayed.
Treachery comes even from those whom she loves, and Ellie is broken by the deaths of those who stood beside her in this Heavenly war. Still, she must find a way to save the world, herself, and her love for Will. If she fails, there will be hell to pay.

Dienstag, 7. Juni 2011

Rezension: "Grim - Das Erbe des Lichts" von Gesa Schwartz

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Gesa Schwartz
Verlag: Lyx Verlag
Serie: Grim (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 720 Seiten
ISBN: 978-3-8025-8304-9
Preis: € 19,99 [D], € 20,60 [A]

Cover © Egmont Lyx

Dies ist Band 2 der Grim Serie und die Rezension könnte gegebenenfalls Spoiler enthalten. HIER geht es zu meiner Rezension zu Band 1.


Inhalt:
Paris wird von einer Serie grausamer Morde erschüttert, die allesamt nicht von menschlicher Hand begangen worden sein können. Grim macht sich auf die Suche nach dem Mörder und stößt dabei auf die dunkle und gefährliche Welt der Schattenalben.

Angeführt von der Feenkönigin, wollen sie die Welt der Menschen zerstören und nur der Krieger des Lichts hat eine Chance, die Menschheit zu retten. Gemeinsam mit Mia und Remis macht sich Grim auf die Suche nach der einzigen Hoffnung für die Menschen. Als sie jedoch erfahren, wer dieser auserwählte Krieger ist, scheint jede Hoffnung vergebens, besonders da die Anderswesen sich weigern, den Menschen zu helfen …


Backround Infos:
„Grim – Das Erbe des Lichts“ ist der zweite Band der Grim Serie von der deutschen Autorin Gesa Schwartz.

Bereits im Oktober 2011 erscheint der Auftakt zu einer neuen Serie, die den Namen „Die Chroniken der Schattenwelt“ tragen wird. Der erste Band wird den schönen Titel „Nephilim“ haben.


Meine Meinung:
„Grim – Das Erbe des Lichts“ glänzt wie bereits sein Vorgänger, durch einen einzigartigen und detaillierten Schreibstil. Die Umgebungen werden dem Leser haargenau geschildert, sodass eine fantastische und nachvollziehbare Atmosphäre geschaffen wird. Als Leser spürt man quasi die von der Autorin geschaffene Welt und kann sich sehr gut in diese Welt hineinversetzen.

Auch wenn die Geschichte sich klassischer Fantasyelemente bedient, wirkt das Buch dennoch sehr modern. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass sich bis jetzt noch kein Autor getraut hat, einen Gargoyle die Feenwelt aufmischen zu lassen.
Und genau dies macht die Grim Geschichten so besonders.

Im ersten Band hat sich zwischen Grim und Mia eine starke Beziehung entwickelt und es hat einfach Spaß gemacht, über die beiden zu lesen. Im zweiten Band ist es allerdings vorbei mit den schönen Zeiten, denn die Beziehung von Grim und Mia leidet zunehmend unter den Bedrohungen der Anderswelt. Ich hätte mir nach den Annäherungen im ersten Band ein wenig mehr Romantik gewünscht. Stattdessen haben die Beiden einfach keine Möglichkeit, ein bisschen traute Zweisamkeit zu genießen und entfremden sich immer mehr voneinander.

Dies passiert vor allem, da Grim einen großen Kampf mit sich selbst ausfechten muss. Hin und hergerissen zwischen zwei Welten, kann er sich einfach nicht damit anfreunden, ein Hybrid zu sein und kämpft zunehmend mit seiner menschlichen Seite.
Dementsprechend liegt das Hauptaugenmerk in dieser Geschichte auf Grim und seine persönliche Entwicklung.

Gegen Ende des Buches hatte ich jedoch das Gefühl, dass mehr Wert auf die Darstellung der Umgebung gelegt wird, als auf die Inszenierung der Charaktere. Dies führte letzten Endes sogar dazu, dass mir Grim und seine Freunde langsam egal wurden. Die Vermittlung zwischen Leser und Charakteren funktioniert in diesem Buch einfach nicht so gut, wie in Band 1.

Was ich der Geschichte wiederum zu Gute halten muss, ist der Verzicht auf zu viele brutale Szenen. In Band 1 floss wirklich sehr viel Blut und in Band 2 ist dies zum Glück nur anfangs der Fall. Denn wenn die Autorin eines kann, dann ist es Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen, auch wenn einige Szenen nicht so schön sind.

Zur Geschichte sei noch zu sagen, dass wirklich eine ganze Menge passiert. Man muss sich beim Lesen sehr stark konzentrieren um mit den Geschehnissen mithalten zu können. Im Mittelteil des Buches ist es zwar ein wenig eintönig, weil sich gewisse Geschehnisse andauernd wiederholen, dennoch werden die Helden reichlich auf Trab gehalten.
Hinzu kommen eine Reihe neuer Charaktere, die allesamt wunderschöne aber auch schwer zu merkende Fantasynamen haben.

Die neuen Charaktere beinhalten unter anderem einen Zwerg, der Grim in Sachen Sturheit starke Konkurrenz macht. Doch auch die neuen Antagonisten dürfen nicht unerwähnt bleiben, denn wir haben es mit niemand geringerem als der Feenkönigin persönlich zu tun und ihrem Schattenalben Gefolge.
Allesamt sind sie skrupellos, rachsüchtig und natürlich abgrundtief böse. Als Leser kann man gar nicht anders, als sie zu hassen und zu hoffen, dass denen das Lachen noch im Halse stecken bleiben wird. Eine Geschichte lebt zum großen Teil von ihren Antagonisten und umso wichtiger ist es, einen Bösewicht zu kreieren, den es so noch nicht gab und der auf seine ganz eigene Art und Weise dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ich denke das hat die Autorin auf jeden Fall geschafft.

Fazit:
„Grim – Das Erbe des Lichts“ hat in mir sehr gemischte Gefühle ausgelöst. Einerseits befinden sich viele gute Elemente in dem Buch, die seinem Vorgänger in nichts nachstehen. Jedoch sind die Charaktere längst nicht so gut in Szene gesetzt worden wie in Band 1 und auch die Geschichte konnte mich leider nicht genauso stark ans Buch fesseln, wie es „Grim – Das Siegel des Feuers“ getan hat.
Dennoch möchte ich betonen, dass mir der Schreibstil wieder sehr gut gefallen hat.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an
Egmont Lyx

Sonntag, 5. Juni 2011

2 neue Awards =)



Verliehen hat mir diese zwei Awards RomeosJuliet von Schreiberlings Schatztruhe ♥ vielen Dank nochmal =)

Hier die Regeln dazu:

Erstelle eine Post, in dem du das Award-Bild postest und die Anleitung reinkopierst (=dieser Text). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat und sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst und ihr den Link deines Award-Posts hinterlassen.Danach überlegst du dir 3 – 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar-Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht. Liebe Blogger: Das Ziel dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs ans Licht bringen. Deswegen würde ich euch bitten, keine Blogs zuposten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.

Ich reiche die beiden Awards weiter an:

Karo von Karo adores

Die verrückten Leseratten

Astrid von Letannas BücherBlog

TOP AKTUELL

Rezension | "Paper Princess" von Erin Watt