Sonntag, 31. Juli 2011

Rezension: "Die dunklen Mächte - Höllenglanz" von Kelley Armstrong

Produktinformationen:
Originaltitel: The Darkest Powers #3: The Reckoning
Autor: Kelley Armstrong
Verlag: Pan Verlag
Serie: Die dunklen Mächte (Band 3)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 3-426-28343-3
Preis: 14.99€ [D]

Cover © Pan Verlag

Dies ist Band 3 der "Die dunklen Mächte" Trilogie und die Rezension könnte somit Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER und zu der Rezension von Band 2 HIER.

Inhalt:
Die Nekromantin Chloe und ihre paranormalen Freunde Derek, Simon und Tori haben nach ihrer Flucht vor der Edison Group Unterschlupf im Haus der Widerstandsgruppe gegen die Organisation gefunden.
Doch als Chloe dort einen Geist beschwört, erfährt sie von der schrecklichen Vergangenheit des Hauses und sie und ihre Freunde befürchten, dass die Edison Group ihnen weiterhin auf den Fersen ist.

Unterdessen muss Chloe das wahre Ausmaß ihrer Kräfte feststellen und gerade Derek, der mit seinen eigenen paranormalen Kräften zu kämpfen hat, scheint sie am besten zu verstehen. Doch die beiden haben kaum Zeit an ihren Fähigkeiten zu arbeiten, denn schon bald müssen sie die Wahrheit über die Widerstandsgruppe erfahren und sich erneut der Edison Group entgegenstellen ...


Backround Infos:
„Höllenglanz“ ist der dritte und letzte Band von Kelley Armstrongs „Die Dunklen Mächte“ Trilogie.

Im April 2011 erschien der erste Band der Spin-Off Serie „Darkness Rising“ in Amerika, die sich um das Projekt Phoenix und somit einer weiteren Gruppe von paranormalen Jugendlichen dreht, mit denen die Edison Group Experimente durchgeführt hat.

Auf ihrer FAQ Seite hat die Autorin angedeutet, dass die neuen Charaktere möglicherweise im letzten Band mit Chloes Gruppe zusammenstoßen könnte. Ebenfalls angedeutet wird, dass eine weitere Geschichte über Chloe und ihre Freunde nicht ausgeschlossen ist.


Meine Meinung:
Ich finde es wirklich erstaunlich, dass die Autorin es geschafft hat, das hohe Niveau des ersten Bandes bis zum dritten Teil aufrecht zu erhalten. Ich würde sogar fast sagen, dass „Höllenglanz“ in allen Bereichen die absolute Spitze der Reihe darstellt.

„Höllenglanz“ ist mit Abstand der unheimlichste und schaurigste Band der Trilogie. Chloe hat es nicht mehr nur mit Polstergeistern zu tun, sondern mit gefährlichen Dämonengeistern und verrückt gewordenen Seelen. Umso mehr erkennt sie das wahre Ausmaß, aber auch die Grenzen ihrer Nekromantie. Sie und ihre Freunde verstehen nun, wieso die Edison Group sie und ihre Freunde unbedingt auslöschen will und was deren Experimente wirklich mit ihnen angestellt haben.
Ebenso mysteriös und unheimlich ist das Haus, in dem die Teenager Unterschlupf finden. Schritt für Schritt kommt man hinter das Geheimnis, dass die Konsequenzen paranormaler Fähigkeiten in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt.

Dieses Buch ist aber auch das romantischste Buch der Reihe, denn das im zweiten Band angedeutete Liebesdreieck wird nun zu einem Haupthandlungsstrang. Dabei ist es jedoch die Beziehung von Chloe und Derek, die besonders hervorsticht. Zwischen den Beiden existiert ein tiefes Verständnis und im Gegensatz zu Simon sagt er Chloe nicht das, was für sie am einfachsten ist, sondern das, was am vernünftigsten ist, auch wenn es viele Dinge für sie komplizieren könnte.
Außerdem lernt man endlich Dereks Persönlichkeit kennen, die in den vorherigen Bänden eher hinter seiner grimmigen Fassade versteckt gehalten wurde.
Umso überraschender ist das, was man in diesem Buch über Derek erfährt. Chloe schafft es, hinter seine Fassade zu blicken und zum Vorschein kommt ein unglaublich herzlicher und fürsorglicher Mensch, der nicht nur selbstlos handelt, sondern dem sein Eigenes Leben im Vergleich zu dem seiner Freunde kaum etwas bedeutet. Er würde sich ohne zu zweifeln für Simon oder Chloe opfern und dies ist der Punkt, in dem Chloe ihm eine enorme Stütze ist.

Während Derek ihr beibringt, dass man sich manchen Dingen einfach stellen muss und nicht immer davonrennen kann, bringt Chloe ihn dazu, sich selbst mehr zu schätzen. Die beiden ergänzen sich wirklich sehr gut und es ist wirklich spannend zu lesen, welche Richtung die Beziehung der Beiden einschlägt.

Interessant wird es, als man eine Reihe neuer Charaktere kennenlernt. Dabei handelt es sich um Mitglieder der Widerstandsgruppe, die zwar einerseits als Mentoren für Chloe und ihre Freunde agieren, jedoch so undurchsichtig sind, dass man ihnen als Leser einfach nicht traut. Hinzu kommt, dass die Reaktion auf die unglaublichen Kräfte der Teenager recht abweisend sind, jedoch kann man einfach nicht einschätzen, woran diese Abneigung liegt. Ist es Eifersucht oder vielleicht sogar Angst? Es ist auf jeden Fall spannend, welche Rolle die Mitglieder der Widerstandsgruppe im Laufe der Geschichte spielen und an der einen oder anderen Ecke gibt es sogar ein paar überraschende Wendungen.

Das Ende der Geschichte lässt vermuten, dass es vielleicht noch eine weitere Reihe über Chloe und ihre Freund geben wird, da ein Handlungsstrang nicht komplett gelöst wurde und die Teenager bereits ihre nächsten Schritte planen.
Ebenso gibt es einige Mysterien, die nicht komplett aufgeklärt wurde, wie zum Beispiel das Rätsel um den Tod von Chloes Mutter, oder das Geheimnis um Chloes Kette. Ebenso offen bleibt das Schicksal einiger Nebencharaktere, sodass es auf jeden Fall reichlich Stoff für eine weitere Reihe über Chloe geben wird.

Fazit:
Mit „Höllenglanz“ hat Kelley Armstrong ihre Trilogie mit einem echten Volltreffer abgeschlossen. Romantik, Spannung und schaurige Momente sorgen dafür, dass man sich nicht mehr von dem Buch lösen kann und in jedem Moment mit den Charakteren mitfiebert.
Nur ungerne trennt man sich nach Ende der Geschichte von Chloe und ihren Freunden, da sie einem wirklich ans Herz gewachsen sind im Laufe der Trilogie. „Die Dunklen Mächte“ ist definitiv eine Jugendbuchtrilogie, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Cover Revealed: "Fever" (Wither Trilogy Band 2) von Lauren DeStefano

Gestern Nacht wurde endlich das Cover der Fortsetzung zu Lauren DeStefanos Roman "Wither" enthüllt. Nachdem im Laufe des Monats immer ein paar Teile des Covers als sogenannte Sneak Peaks mit jeweils passendem Zitat veröffentlicht wurden, dürfen wir nun das gesamte Cover bewundern. Wie schon beim ersten Teil haben auch die einzelnen Elemten auf dem "Fever" Cover eine wichtige Bedeutung in der Geschichte.

Ich finde, das Motiv ist wieder sehr schön geworden, doch was ist bitte mit den Farben passiert? Das Ankündigungscover und die Sneak Peaks waren alle in einem dunklen Rot gehalten. Doch stattdessen ist der Titel nun Grün unterlegt? Mir hätte ein dunkles Orange oder schönes Rot besser gefallen ...

Cover © Simon & Schuster

Dienstag, 26. Juli 2011

Rezension: "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

Produktinformationen:
Originaltitel: Queen of Kings
Autor: Maria Dahvana Headley
Verlag: Droemer Knaur
Serie: -
Format: Klappenbroschur
Seiten: 528 Seiten
ISBN: 3-426-50893-1
Preis: 14,99€ [D]

Cover © Droemer Knaur

Inhalt:
Der Krieg zwischen Ägypten und den Legionen des römischen Heerführers Octavian neigt sich dem Höhepunkt entgegen. Für Kleopatra scheint ein Sieg unerreichbar und nachdem sie vom Tod ihres Mannes Antonius erfährt, beschwört sie die mächtige Göttin Sachmet.

Doch die Hilfe der Göttin hat einen Preis. Kleopatra muss schon bald festellen, dass die Göttin ihr ihre Seele genommen, und sie zur einer blutrünstigen Bestie gemacht hat. Mit ihrer neuen Macht und dem immer stärker werdenden Blutdurst schwört Kleopatra Rache an Octavius und all denjenigen, die ihr ihren Mann, ihre Kinder und ihr Reich geraubt haben ...


Rezension:
„Die Königin der Unsterblichen“ ist ein Mix aus historischen Elementen und Fantasy. Die Geschichte ist an einigen Stellen sehr dramatisch geschrieben und enthält viele starke Emotionen, von denen sich die Charaktere leiten lassen.

Die Protagonistin des Buches ist Kleopatra und die Handlung des Buches dreht sich um die Geschehnisse, die durch die Beschwörung Sachmets ausgelöst werden. Dennoch wird die Geschichte auch aus anderen Perspektiven geschildert, was zum einen zwar interessant ist, weil man so mehr über Kleopatras Wirken auf andere erfahren kann, jedoch entstehen ab dem Mittelteil ein paar irreführende Parallelhandlungen, die man zunächst nicht so richtig verstehen kann.
Der Anfang der Geschichte konnte mich wirklich fesseln, da er sehr düster und mystisch ist. Dies verlief sich jedoch im Laufe der Handlung, sodass das typische Ägypten Feeling irgendwann verloren ging. Das Hauptproblem ist einfach, dass sich so kein richtiger Spannungsbogen aufbauen kann und die Geschichte langweilig wird.

Auffällig hingegen war die sich steigernde Brutalität der Handlung, die aber zum Konzept der Geschichte passt, auch wenn einige Passagen recht blutig sind.
Außerdem enthält das Buch einen großen Teil an verschiedenen Mythologien und gegen Ende hatte man leicht das Gefühl, dass es letztendlich die ganze Zeit nur um einen Krieg zwischen den Göttern verschiedener Mythologien ging und der Krieg zwischen Ägypten und Rom eher Mittel zum Zweck war.

Kleopatra an sich strahlt zwar die Anmut und Autorität einer wahren Königin aus, jedoch merkt man auch schnell, wie verletzbar sie sein kann und wie viele Schwachstellen sie hat. Ihre Familie bedeutet ihr alles, und so erwacht in ihr dieser unbändige Drang nach Rache.
Auch wenn sie wirklich gut in Szene gesetzt und interessant zu lesen ist, war es schwer für mich, eine Beziehung zu dem Charakter aufzubauen. Dies war leider auch bei anderen Charakteren der Fall, die zwar ebenfalls alle sehr einzigartig sind und auch interessant, aber das gewisse Etwas fehlt irgendwie.

Octavius lernt man als großen und selbstbewussten Heerführer kennen, jedoch entdeckt man auch schnell seine andere Seite, die das genaue Gegenteil darstellt. Nach außen hin versucht er immer eine gewisse Macht ausstrahlen zu wollen, dabei ist er eigentlich extrem unsicher und orientiert sich lieber an dem, was andere Männer vor ihm bereits zum Erfolg geführt hat.

Das sind eigentlich die beiden Charaktere die mich am meisten interessiert haben von ihrem Wesen her. Gerade deshalb finde ich es schade, dass die Verbindung zwischen mir und den Protagonisten einfach nicht funktioniert hat.

Fazit:
„Die Königin der Unsterblichen“ fängt sehr vielversprechend an, doch die Geschichte wird mit Fortschreiten der Handlung einfach zu kompliziert und verliert die Atmosphäre. Die Idee, Kleopatras Geschichte mit ein wenig Fantasy zu vermischen ist aber interessant zu lesen, wodurch man letzten Endes auch zum weiterlesen gebracht wird.

Freitag, 22. Juli 2011

Rezension: "Wer schön sein will muss sterben" von Michele Jaffe

Produktinformationen:
Originaltitel: Rosebush
Autor: Michele Jaffe
Verlag: Fischer FJB
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 448 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2120-3
Preis: € 16,95 [D], € 17,50 [A]

Cover © Fischerverlage

Inhalt:
Als Jane Freeman und ihre Freundinnen Kate und Langley sich für die Party fertig machen, ahnt keiner von ihnen, dass der Abend tödlich enden wird. Als die drei beliebtesten Mädchen der Schule haben sie jede Menge Freunde und jeder sollte sie mögen. Und dennoch wird Jane einige Stunden später halb tot in einem Rosenbusch aufgefunden.

Als sie im Krankenhaus wieder aufwacht, erhält sie von all ihren Freunden Genesungsgeschenke und jede Menge Besuch. Doch Jane weiß, dass unter ihnen die Person ist, die sie in jener Nacht umbringen wollte. Schritt für Schritt kehren ihre Erinnerungen zurück, doch dann erhält Jane Drohanrufe und alle fangen an, sie für verrückt zu halten. Jane bekommt langsam Selbstzweifel und fragt sich, wem sie überhaupt noch trauen kann. Denn jeder ihrer Freunde scheint etwas vor ihr zu verheimlichen …


Backround Infos:
Michele Jaffe ist eine amerikanische Autorin, die Bücher verschiedener Genres schreibt. Bei Droemer Knaur sind bereits einige ihrer Thriller für Erwachsene erschienen. „Wer schön sein will, muss sterben“ ihr erster Jugendbuch Thriller.

Zusammen mit Meg Cabot, Stephenie Meyer und anderen erfolgreichen Jugendbuchautorinnen hat sie eine Kurzgeschichte zu der Anthologie „Bis in die Ewigkeit“ (erschienen bei Blanvalet) beigesteuert.


Meine Meinung:
„Wer schön sein will muss sterben“ beschäftigt sich auf kritische Weise mit dem Problem von Popularität an der High School und der dort herrschenden sozialen Hierarchie.

Jane selbst ist viele zweifelhafte Wege gegangen um einen bestimmten Status zu erreichen, den sie dann jedoch auch auslebt. Dabei geht es ihr aber nicht unbedingt um das Beliebtsein an sich, sondern einfach nur darum Freunde zu haben und nicht zu den Losern zu gehören. Dass ihr dies irgendwann einmal zum Verhängnis werden würde, hätte sie jedoch nie gedacht. Als sie im Krankenhaus aufwacht erfreut sie sich an all den Geschenken, die ihrer Meinung nach ihre Popularität bezeugen. Je mehr ihrer Erinnerungen jedoch zurückkehren und je mehr unglaubliche Dinge sie über ihre vermeintlichen Freunde erfährt, desto mehr fragt sie sich, wo sie eigentlich hineingeraten ist und was für ein Leben sie eigentlich wirklich führen will. Besonders die Frage, wer sie selbst eigentlich ist, wird zu einem immer größer werdenden Problem für sie.
Man kann aus dem Buch eine Menge lernen und vor allem auch verstehen, wodurch der Wunsch beliebt zu sein, eigentlich entsteht. Gleichzeitig lernt man auch die Schattenseiten kennen und muss sich darüber klar werden, ob man sich selbst vollständig aufgeben würde, nur Akzeptanz und Anerkennung zu finden.

Die Haupthandlung, nämlich Janes Krankenhaus Aufenthalt und die damit einhergehende Rückkehr ihrer Erinnerungen, umfasst gerade mal fünf Tage. Ihre Erinnerungen werden in Form von Flashbacks geschildert und umfassen nicht nur den Abend der Party, sondern auch Erlebnisse mit ihren jeweiligen Freunden, die sie im Laufe ihres Lebens erlebt hat.
Besonders geprägt hat Janes Leben der Tod ihrer ehemals besten Freundin Bonnie, welcher später noch eine besondere Rolle in Janes Entwicklung spielt.

Auch wenn sich der Erzählstil auf das Wesentliche beschränkt, ist er dennoch ergreifend und schockierend an den richtigen Stellen. Doch auch ein wenig Romantik kommt auf, da Jane eine Reihe von Verehrern hat. Auch dieser Teil der Geschichte läuft in eine schockierende Richtung und es ist wirklich wahnsinnig, was für Abgründe sich im Laufe der Handlung auftun.

Dadurch wird die Spannung sehr gut aufrecht erhalten, da jeder als potenzieller Mörder in Frage kommen würde, besonders, da sich alle schon recht merkwürdig benehmen und teilweise auch leicht psychotische Anwandlungen haben.

Auf jeden Fall ist nichts so, wie es scheint und auf den wahren Mörder kommt man einfach nicht. Das Buch ist sehr gut konzipiert worden und unterhält bis zur letzten Seite.

Fazit:
„Wer schön sein will, muss sterben“ ist ein sehr unterhaltsamer und gleichzeitig lehrreicher Jugendbuch Thriller. Die Protagonistin macht eine erstaunliche Entwicklung durch und als Leser durchlebt man mit ihr zusammen die schockierenden Erinnerungen und neuen Erkenntnisse. Das Mördermysterium wurde sehr gut ausgearbeitet, sodass die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten wurde und den Leser durchgehend fesselt.

Mittwoch, 20. Juli 2011

May the odds be ever in your favor - Lionsgate veröffentlicht Hunger Games Poster

Es ist zwar nur ein Teaser Poster, aber trotzdem bekomme ich davon Gänsehaut. Auf Collider kann man sich auch ein Motion Poster ansehen, dass mit Musik hinterlegt ist und bei dem das Mockingjay Symbol in Flammen aufgeht.

Rezension: "Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe" von Kami Garcia & Margaret Stohl

Produktinformationen:
Originaltitel: Beautiful Darkness
Autor: Kami Garcia & Margaret Stohl
Verlag: cbj Verlag
Serie: Caster Chroniken (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 550 Seiten
ISBN: 978-3-570-13829-8
Preis: € 18,99 [D], € 19,60 [A]

Cover © cbj Verlag

Erscheint am 12. September 2011

Website der Reihe:
http://www.sixteenmoons.de/

Dies ist Band 2 der Caster Chroniken und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:
Nach dem Tod ihres geliebten Onkels Macon, beginnt für Lena Duchannes eine Zeit voller Trauer und Schmerz. Ethan versucht alles, um seine Freundin abzulenken, doch diese stürzt sich in eine dunkle Phase und lässt ihren Caster Kräften freien Lauf.

Ethan ahnt, dass die Dinge in eine gefährliche Richtung laufen und als er wieder anfängt Visionen zu bekommen, bewahrheitet sich sein schlimmster Alptraum. Lena scheint einen Anderen zu haben, einen Caster, der sie und ihr Wesen verstehen kann. Als sie dann auch noch mit ihm und ihrer eigentlichen Rivalin und dunklen Caster Cousine Ridley durchbrennt, muss Ethan einsehen, dass die Lena, die er einmal gekannt hatte, nicht mehr existiert.

Doch schon bald muss Ethan einsehen, dass sowohl Lena, als auch ihr neuer Freund und ihre Cousine Ridley von einer höheren Macht gelenkt werden, die die dunklen Vorahnungen aus seinen Visionen zur schrecklichen Realität werden lassen. Denn Lenas Vorfahr Abraham Ravenwood scheint vor langer Zeit einen Pakt mit dem Buch der Monde geschlossen zu haben und hat seine ganz eigenen Pläne mit seiner Familie. Ethan, sein Freund Link und die neue Caster Bibliothekspraktikantin Olivia zögern nicht lange und machen sich auf die Suche nach Lena. Denn nur Ethan kann sie noch vor Abraham und vor sich selbst retten ...


Backround Infos:
„Seventeen Moons – Eine unheilvolle Liebe“ ist der zweite Band der Caster Chroniken von Kami Garcia & Margaret Stohl. Die Fortsetzung und somit der dritte Band der Reihe, welcher im Original „Beautiful Chaos“ heißen wird, erscheint bereits im Oktober 2011.
Insgesamt wird die Reihe voraussichtlich vier Bände umfassen.


Rezension:
Wie bereits sein Vorgänger bietet auch „Seventeen Moons“ dem Leser wieder eine ganze Menge.
Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Veränderungen, Verluste aber auch neue Hoffnung.
Die Geschichte ist zwar grundlegend anders, als die von „Sixteen Moons“ und auch die Atmosphäre unterscheidet sich stark von seinem Vorgänger, vom Unterhaltungswert ist die Geschichte jedoch wieder genauso gut.

Das Buch beginnt mit einer sehr düsteren und melancholischen Stimmung aufgrund von Macons Tod und die damit einhergehenden Konsequenzen für das Leben einiger Charaktere. Besonders auf Lena hat dieser Verlust einen großen Einfluss, der ihre dunkle Casternatur immer mehr zum Vorschein bringt. Durch die damit verbundenen Geschehnisse bleibt die Geschichte durchgehend mystisch, aber auf eine sehr dunkle und bedrohliche Weise.

Dies wird zusätzlich durch das plötzliche Auftauchen von Lenas neuem Freund John unterstützt. Er wirkt von Anfang an geheimnisvoll und düster. Mit Lena scheint ihn Einiges zu verbinden, da die Beiden immer öfters zusammen sind und dennoch erfährt man selbst am Ende der Geschichte nicht alles über ihn. Für Ethan ist es natürlich hart, die beiden zusammen zu sehen und mitzubekommen, dass Lena sich lieber John anvertraut als ihm. Dabei ist es besonders interessant, in was für ein Gefühlchaos Ethan hineingerät und dass er selbst enorme Probleme hat, die Situation zu verstehen.

Als Leser kann man Lenas Veränderung jedoch kaum nachvollziehen und verstehen. Natürlich ist es klar, dass der Verlust eines geliebten Menschen nicht spurlos an ihr vorbeigeht, aber Ethan versucht sich mit einer solchen Hingabe um sie zu kümmern, dass es Lena doch reichlich unsympathisch erscheinen lässt, wenn sie ihn so von sich stößt. Und selbst dann verlangt sie noch absolutes Verständnis von Ethan, obwohl sie langsam aber sicher zu genau der Caster wird, die sie nie sein wollte und vor der Ethan sie immer beschützen wollte. Im Laufe der Geschichte entstehen dann immer mehr Missverständnisse zwischen den Beiden und als Ethan sich dann auch noch mit der neuen Bibliothekspraktikantin Olivia anfreundet, dreht Lena endgültig durch. Auch an dieser Stelle macht sie sich beim Leser wieder unbeliebt, denn einerseits darf sie Ethan offenbar mit John betrügen, andererseits darf Ethan aber keine platonische Freundschaft mit einem Mädchen haben.

Dabei ist Olivia genau das, was Ethan braucht, als Lena fortgeht, nämlich eine verständnisvolle Freundin, die offen, cool und freundlich ist. Also das genaue Gegenteil von Lena in diesem Buch. Auch zwischen ihr und Ethan knistert es im Laufe der Handlung ein wenig nachdem Lena fortgegangen ist, und dennoch hängt Ethan unerklärlicher Weise so sehr an ihr, dass er immer noch dazu bereit ist, sein Leben für sie zu riskieren.

Ein Highlight in diesem Buch waren aber ein paar ganz andere Charaktere. Die Rede ist von Ethans drei Großtanten Prue, Grace und Mercy und natürlich seiner Ersatzgroßmutter Amma. Die Vier schaffen es trotz ihres Alters dem Jungen gegen die dunklen Caster zur Seite zu stehen und ordentlich Kampfgeist an den Tag zu legen. Die drei Tanten mögen die meiste Zeit eher wirres Zeug reden, aber das Gruselige daran sind die unterschwelligen Ratschläge, die Ethan dadurch erhält.

Das, was ich an dem Buch jedoch am meisten mag, und was mich bereits dazu brachte nach „Sixteen Moons“ ein Fan der Caster Chroniken zu werden, sind wohl die vielen Oh-mein-Gott-Momente. Die Geschichte spart nicht an unglaublichen und überraschenden Enthüllungen.

Besonders Ethan wird mit einer Reihe neuer Erkenntnisse konfrontiert. Dadurch erfährt man über ein paar Umwege auch einiges über das Verhältnis zu seiner verstorbenen Mutter, die sein Leben stark geprägt hat und dessen Ableben ein großes Loch für ihn hinterlassen hat. Gerade deswegen versucht er Lena mit seinen Erfahrungen zu helfen, mit den Verlust von Macon umzugehen.
Für Ethan ist diese Geschichte aber auch eine Reise zu sich selbst, eine Möglichkeit, sich darüber klar zu werden, wo er hingehört und wer er sein will, auch wenn die Entscheidung nicht immer einfach ist.

Der Epilog endet schließlich mit einem riesen Cliffhanger, der dem Leser dann nochmal als Krönung einen Oh-mein-Gott Momente beschert und einiges an Chaos für den Folgeband verspricht.

Fazit:
„Seventeen Moons“ ist um einiges düsterer und melancholischer als sein Vorgänger, schafft es aber, das Niveau von „Sixteen Moons“ zu halten und den Leser wieder in die unglaubliche Welt der Caster zu entführen. Eine Welt, in der sich schlagartig alles ändern kann und die Bedrohung allgegenwärtig ist. Für die Charaktere ist diese Geschichte vor allem eine Bewährungsprobe. Sie müssen sich entscheiden wer sie sein wollen und wo sie hingehören. Eine Entscheidung, von der vieles abhängt, die jedoch auch durch vieles beeinflusst wird.
Die Geschichte um Ethan und Lena scheint jedenfalls niemals langweilig zu werden und so wie es aussieht, wird uns im Folgeband eine Menge Chaos erwarten.

Freitag, 15. Juli 2011

Movie Review: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2

Der zweite Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes ist nicht nur der Abschluss einer Saga, sondern auch ein Film voller heimlicher Helden. Dazu aber später noch mehr.

Teil 2 fängt direkt dort an, wo der letzte Film aufgehört hat. Es geht also nahtlos weiter. Harry, Ron und Hermine machen sich auf die Suche nach den letzten Horkruxen, wobei dies zunächst unspektakulärer Teil ist. Sobald jedoch die große Flucht aus den Verließen von Gringotts ansteht, fängt der Film an ein wenig anzugeben.

Die Szene mit dem Drachen, der die Drei sicher aus den Verließen rausbringen soll, ist der schiere Wahnsinn. Sehr bildgewaltig.

Der beste Teil des Filmes ist aber letzten Endes die Schlacht von Hogwarts, die die gesamte zweite Hälfte des Filmes einnimmt.

Dabei zeigen einige Charaktere ganz neue Seiten von sich, so zum Beispiel Professor McGonagall, die höchstpersönlich in die Schlacht gegen Voldemort ruft und selbst ordentlich mitmischt.

Der absolute Scene Stealer ist aber zweifelsohne Alan Rickman, der sich mit seiner Darstellung von Snape in diesem Film selbst übertroffen hat. Die Sequenzen, die seine Erinnerungen an Lily zeigen und damit auch sein wahres Ich offenbaren, erzeugen nicht nur Gänsehaut, sondern auch reichlich Tränen. Die Szenen sind wirklich sehr emotional und ergreifend, packt also genug Taschentücher ein, wenn ihr euch den Film anschauen wollt.

Dritter Held der Geschichte ist eindeutig Neville. Sobald die Schlacht anfängt, verfällt er in eine Art Adrenalin Rausch. Er ist nicht mehr der übermäßig tollpatschige Junge, den wir kannten, sondern ist langsam erwachsen geworden und weiß, wofür es sich lohnt zu kämpfen. Dabei stößt er nichteinmal davor zurück, sich Voldemort entgegen zu stellen und ihm höchstpersönlich eine Ansage zu machen.

Wieder einmal lobenswert ist auch der Soundtrack, der die passende Atmosphäre zu den Bildern erzeugt. In besonders ergreifenden und hoffnungsvollen Momenten dürfen wir uns sogar an dem altbekannten "Hedwig's Theme" erfreuen, das dann auch in neuer Auflage den Film 19 Jahre später ausklingen lässt.

Auch wenn viele bereits kritisiert haben, dass für die, die die Bücher nicht gelesen haben, zu wenig in dem Film erklärt wird, ist das Gesamtpaket doch mehr als ein würdiger Abschluss der Serie, der nochmal in voller Pracht gezeigt hat, was unsere heutige Filmindustrie für wundervolle Meisterwerke produzieren kann.

Cover Revealed: "Shatter Me" von Tahereh Mafi

Lange hat es gedauert, bis dieser neue Dystopie Renner endlich ein Cover bekommen hat. Die englischen Buchblogger, die das Buch bereits als Vorabexemplar lesen durften, sind allesamt maßlos begeistert. Leider ist noch nichts über eine deutsche Veröffentlichung bekannt.
"Shatter Me" wird im November 2011 erscheinen.

Cover & Inhaltsangabe © HarperTeen

Juliette hasn't touched anyone in exactly 264 days. The last time she did, it was an accident, but The Reestablishment locked her up for murder. No one knows why Juliette's touch is fatal. As long as she doesn't hurt anyone else, no one really cares. The world is too busy crumbling to pieces to pay attention to a 17-year-old-girl. Diseases are destroying the population, food is hard to find, birds don't fly anymore, and the clouds are the wrong color.

The Reestablishment said their way was the only way to fix things, so they threw Juliette in a cell. Now so many people are dead that the survivors are whispering war- and The Reestablishment has changed its mind. Maybe Juliette is more than a tortured soul stuffed into a poisonous body. Maybe she's exactly what they need right now.

Juliette has to make a choice: Be a weapon. Or be a warrior.

Hörbuchrezension: "Ich bin Nummer Vier" von Pittacus Lore

Produktinformationen:
Originaltitel: I Am Number Four
Autor: Pittacus Lore
Verlag: Jumbo Verlag
Serie: Lorien Legacies (Band 1)
Format: Hörbuch (gelesen von Jacob Weigert)
ISBN: 978-3-8337-2733-7
Preis: 19,99€

Cover © Jumbo Verlag

Inhalt:
Nachdem ihr Planet Lorien von den Mogadories zerstört wurde, flohen 9 Lorien Teenager mit ihren Wächtern auf die Erde. Doch die Mogadories sind ihnen gefolgt und jagen sie, um sie einer nach dem anderen zu töten.

Als Nummer Drei getötet wird, weiß John Smith, dass er der Nächste ist, denn er ist Nummer Vier. Zusammen mit seinem Wächter Henry versteckt er sich in Paradise, Ohio, wo John versucht an der Highschool ein normales Leben zu führen. Dort lernt er sowohl den Nerd Sam kennen, der gefährliches Wissen über außerirdisches Leben zu haben scheint, und das Mädchen Sarah, in die John sich unsterblich verliebt.

Doch die Mogadories sind John bereits dicht auf den Fersen und als es zu einer verheerenden Konfrontation kommt, bekommt er unerwartete Hilfe von Nummer Sechs, einem Mädchen, dass ebenfalls von Lorien kommt. Gemeinsam stellen sie sich der Bedrohung der Mogadories entgegen und nur ihr Erbe Loriens, ihre übernatürlichen Fähigkeiten können sie nun noch retten …

Meine Meinung:
Wer den Film zu „Ich bin Nummer Vier“ gesehen hat, weiß, wie actionreich und rasant die Geschichte ist. Mit dem Hörbuch erlebt man mindestens genauso viel Action und Abenteuer.

Anfangs ist es noch ein wenig gewöhnungsbedürftig sich an das Erzähltempo zu gewöhnen, da es recht langsam ist. Mit der Zeit wird dies jedoch besser und es ist sogar richtig angenehm.

Der Sprecher schafft es, durch die unterschiedliche Betonung verschiedener Stimmen, die Geschichte authentisch umzusetzen. Dabei bekommen einige sogar ihren eigenen Akzent, wie zum Beispiel Johns Wächter Henri.

Die Geschichte an sich ist spannend und abenteuerreich. Dabei haben mich besonders die Flashback Szenen fasziniert, die von Johns Zeit auf Lorien erzählen. Bevor ihr Planet zerstört wurde, haben die Loriener alles dafür getan, ihren Planeten am Leben zu erhalten. Dafür haben sie auf alles, was die Natur angreifen könnte verzichtet, zum Beispiel Autos oder Technik. Diese rücksichtsvolle Seite der Loriener spiegelt sich auch sehr stark in John wieder, der ein sehr liebevoller Charakter ist. Für die Menschen & Loriener die er liebt, würde er alles tun um sie zu beschützen.

Als er sich in Sarah verliebt, wird dieser Charakterzug von ihm noch verstärkt. Wenn Loriener sich verlieben, dann hält dies auch für immer und so entsteht zumindest von Johns Seite her, eine tiefe Verbundenheit zu Sarah.

Jedoch muss ich sagen, dass Sarah ein wenig zu aufdringlich ist und des Öfteren unpassende Sachen sagt. Genau verstehen, wieso John sich in sie verliebt hat, kann ich nicht, schiebe es aber einfach auf ihren lebensfrohen Charakter.

Eine weitere Rolle in Johns Leben spielt Sam. Er ist total fasziniert von Außerirdischen und liest regelmäßig das Magazin „Sie sind unter uns“. Darin erfährt er auf mysteriöse Weise von den Mogadori und wenn man der Geschichte zuhört, hat man zwangsläufig irgendwann das Gefühl, dass hinter Sam mehr steckt, als ein Nerd.

Als Nummer Sechs jedoch auftaucht, stiehlt sie allen die Show. Sie ist stark, mutig und tough. Sie hat einiges an Erfahrung im Kampf gegen die Mogadori und agiert als eine Art Mentorin von John, genauso wie Henri.
Henri ist für John eine Art Vaterersatz und die Beziehung der Beiden basiert auf starkem Vertrauen.

Das Ende der Geschichte ist gleichzeitig auch eine Andeutung, was in der Fortsetzung geschehen wird und lässt bereits auf das nächste Abenteuer hoffen.

Fazit:
„Ich bin Nummer Vier“ ist auf jeden Fall ein tolles Hörerlebnis, dass durch den einzigartigen Lesestil des Sprechers für Kopfkino vom feinsten sorgt. Durch die andauernde Bedrohung durch die Mogadori, bleibt es durchgehend spannend, wie lange John sich noch verstecken kann, und ob er nicht früher oder später vielleicht sogar verraten wird.
Die Geschichte ist keine typische Science-Fiction Geschichte, sondern vermischt eine Jugendbuchromanze geschickt mit einem spannenden Abenteuer.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Julie Kagawas Iron Fey Series bekommt ein Spin-Off ...

Julie Kagawa hat in einem Live Chat den Titel ihrer neuen Vampir Serie ausgeplaudert (Immortal Rules - Blood of Eden Trilogy Book 1) und nebenbei noch eine Spin-Off Serie zu ihrer Iron Fey Saga angekündigt. Die Spin-off Reihe wird ein paar Jahre nach Ende der Originalserie spielen und Meghans jüngeren Bruder Ethan als Protagonisten haben.

XVI von Julia Karr bekommt Titel und Coveränderung

UPDATE: Das Cover hat sich schon wieder geändert. Der Titel bleibt, allerdings hat man jetzt wieder das alte Motiv genommen.

Vor mehreren Wochen habe ich euch die Herbst/Winter Vorschau 2011 von Randomhouse präsentiert, darunter auch das Buch "XVI - Nur zu deiner Sicherheit" von Julia Karr.
Nun hat das Buch eine Titeländerung und eine Coveränderung bekommen. Seht selbst:


Cover © cbt Verlag

Warum man den Titel in "The Sign" umbenannt hat, obwohl doch auch der englische Originaltitel "XVI" ist, bleibt ein Rätsel. Vielleicht klingt "The Sign" einfach mysteriöser und spannender ????

Mittwoch, 13. Juli 2011

Rezension: "Strange Angels - Verflucht" von Lili St. Crow

Produktinformationen:
Originaltitel: Strange Angels
Autor: Lili St. Crow
Verlag: Pan Verlag
Serie: Strange Angels Serie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 384 Seiten
ISBN: 3-426-28345-X
Preis: 16.99€ [D]

Cover © Pan Verlag

Inhalt:
Dru Anderson und ihr Dad jagen in ihrer Freizeit gefährliche paranormale Wesen wie Zombies oder Werwölfe. Doch Drus Leben wird urplötzlich auf den Kopf gestellt, als ihr Vater selbst als Zombie von einem Auftrag zurückkehrt. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich zu schützen und ihn zu töten.

Von ihren Gefühlen überrumpelt flieht Dru aus dem Haus und findet Zuflucht bei ihrem Mitschüler Graves. Er hat ein offenes Ohr für Dru und kümmert sich um sie, wird jedoch schon bald mit ihrer gefährlichen Welt konfrontiert, als sie von einem Werwolf angegriffen werden. Graves wird zwar gebissen, steht Dru aber weiterhin tapfer zur Seite.

Gemeinsam wollen sie herausfinden, wer ihren Vater in einen Zombie verwandelt hat und ihn dann auf Dru gehetzt hat. Dabei erhalten sie Hilfe von dem Djamphir Christophe, der genauso wie Dru und ihr Vater Jagd auf paranormale Kreaturen macht. Bei ihrer Flucht vor einem jahrhundertealtem Princeps der Nosferatu gelangt Dru auch zu erstaunlichen neuen Erkenntnissen bezüglich ihrer Herkunft und warum das Oberhaupt der Vampire sie um jeden Preis loswerden will …


Backround Infos:
„Verflucht“ ist der Auftakt zu der mehrteiligen „Strange Angels“ Serie von Lili St. Crow (Pseudonym der Schriftstellerin Lilith Saintcrow). Auf Englisch umfasst die Reihe bis jetzt fünf Bände. Der zweite Band „Verraten“ erscheint im Dezember 2011 auf Deutsch.


Meine Meinung:
Die Geschichte von „Strange Angels – Verflucht“ beinhaltet viele Elemente eines Urban Fantasy Buches, spricht durch die junge Protagonistin aber vorzugsweise Jugendliche an.

Die Handlung wird aus der Sicht der Protagonistin Dru geschildert. Durch die Ich-Perspektive bekommt man viel von ihrem Charakter mit, da in ihrer Erzählweise immer ein wenig Sarkasmus mitschwingt, gleichzeitig aber auch eine strikte Vorsicht im Umgang mit ihrem Umfeld. Dies rührt vor allem daher, dass Dru es gewohnt ist, sich mit paranormalen Wesen herumzuschlagen und sich mit den Gefahren auskennt, die dies mitbringt. Trotz dieser Rolle, die ein großes Maß an Mut erfordert, ist Dru eher introvertiert und eine Antiheldin. Wenn sie kämpft, fällt dies meistens eher weniger elegant aus und auch ihr Aussehen ist nicht überdurchschnittlich, wie es bei den meisten Protagonistinnen eines Jugendbuches der Fall ist.
Doch Dru hat ein großes Herz, was sich vor allem dann zeigt, wenn sie ein paar Monster bekämpfen muss. Selbst in Situationen von größter Gefahr ist es für sie immer schwer, ein Wesen zu töten und es kostet sie eine Menge Überwindung.

Ein wenig seelische Unterstützung findet Dru in ihrem Mitschüler Graves. Da Dru besonders unter dem Verlust ihres Vaters, und damit auch dem Verlust ihres letzten lebenden Verwandten, leidet, baut sie ein starkes Vertrauensverhältnis zu ihm auf, da auch er keine Familie hat. Auch wenn Graves zunächst verwegen und hart im Nehmen erscheint, so lernt man auch seine verletzliche Seite kennen und merkt schnell, wie wichtig auch für ihn die Verbindung mit Dru ist.

Die Beziehung zwischen Dru und Graves ist auf jeden Fall der Punkt, der mich an dem Buch am meisten begeistert hat, da man wirklich merkt, dass das, was die Beiden haben, etwas Besonderes ist.

Nun aber ein paar Worte zur Geschichte an sich. Durch die vielen paranormalen Wesen, zu denen unter anderem auch Zombies zählen, gibt es zahlreiche Szenen, die einem waschechten Horrorfilm gleichen. Die Autorin kreiert durch ihren Schreibstil eine dazu passende Atmosphäre und schafft es, die Horrormomente gut in Szene zu setzen.
Auch an Spannung mangelt es dem Buch nicht, denn durch den mysteriösen Tod von Drus Vater und der Tatsache, dass irgendjemand Dru nach dem Leben trachtet, gibt es in der Geschichte reichlich Rätsel, denen die Hauptcharaktere auf den Grund gehen müssen, um aus ihrem Abenteuer lebend wieder herauszukommen.

Das pure Rätsel in Person stellt jedoch Christophe dar. Nicht nur sein plötzliches Auftauchen wirft viele Fragen auf, auch seine Absichten bezüglich Dru sind recht undurchsichtig. Auch wenn er ihr und Grave versichert, dass er nur helfen will, wird man das Gefühl nicht los, dass er etwas Wichtiges verschweigt und nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Der Eindruck wird durch sein draufgängerisches und leicht aggressives Verhalten nicht verbessert und so erscheint er doch eher zwielichtig anstatt hilfreich.

Ein kleiner Kritikpunkt ist jedoch, dass viele Dinge wiederholt werden. An vielen Stellen ist dies einfach unnötig und es wirkt manchmal so, als ob die Autorin vergessen hat, dass sie etwas an einer vorherigen Stelle bereits erwähnt hat.

Das Ende der Geschichte ist gleichzeitig auch der Beginn eines neuen Lebens für Dru und Grave. Aber zuvor müssen die Beiden noch einmal filmreif um ihr Leben bangen. Ein spannender Showdown, der zwar etwas kurz geraten, dafür aber überzeugend ist. Denn all die Geschehnisse hinterlassen ihre Spuren auf Dru, Graves und auch Christophe. Dabei ein hoch auf die Ich-Perspektive, denn an der Schilderung von Emotionen wird nicht gespart.

Fazit:
„Strange Angels – Verflucht“ ist ein vielversprechender Auftakt zu einer neuen paranormalen Jugendbuchreihe. Besonders überzeugen konnte mich die wundervolle Beziehung der Hauptcharaktere Dru und Graves, die sehr gefühlvoll geschildert wird und die Geschehnisse fast schon in den Schatten stellt.

Montag, 11. Juli 2011

Rezension: "Zweilicht" von Nina Blazon

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Nina Blazon
Verlag: cbt Verlag
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 416 Seiten
ISBN: 978-3-570-16117-3
Preis: 18,99€ [D], 19,60€ [A]

Erscheint am 29. August 2011

Cover © cbt

Inhalt:
Jay ist als Austauschschüler für ein Jahr nach New York gekommen und geht dort auf die High School. Dort hat er sich sofort in das Mädchen Madison verliebt, die es ihm jedoch nicht gerade leicht macht.

Doch noch ein anderes Mädchen sorgt für reichlich Turbulenzen in seinem Leben. Aus heiterem Himmel taucht die elfengleiche Ivy auf und verdreht Jay den Kopf. Sie rät ihm, sich von Madison fernzuhalten und scheint die Welt völlig anders wahrzunehmen, als Jay.

Als sie Jay jedoch die Augen öffnen kann und ihm die Welt so zeigt, wie sie sie sieht, muss Jay einsehen, dass Madison nicht die ist, für die er sie hält. Doch dies ist nicht die einzige Bedrohung der Jay sich entgegenstellen muss, denn der Dämon Wendigo ist auf dem Weg nach New York und trachtet Jay nach dem Leben ...


Backround Infos:
„Zweilicht“ ist ein alleinstehender Roman der Autorin Nina Blazon. Das Buch ist im Großen und Ganzen eine Mischung aus verschiedenen Genres und vereint fantastische, dystopische und zeitgenössische Elemente miteinander.


Meine Meinung:
„Zweilicht“ ist ganz anders, als ich es erwartet habe. Eigentlich dachte ich, dass „Zweiherz“ in etwa den Fantasygehalt von Nina Blazons Buch „Ascheherz“ haben wird. Dies war jedoch nur zum Teil der Fall, denn das Buch ist gleichzeitig auch ein Dystopie Roman. In welcher Hinsicht verrate ich an dieser Stelle nicht, um die Spannung nicht zu verderben. Dennoch ist dies eine ordentliche Überraschung gewesen, mit der ich nicht gerechnet habe.

Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, unter anderem aus der von Jay und von Ivy. Jedoch gibt es zwischendurch auch noch andere Perspektiven , die besonders im Mittelteil dazu führen, dass man einige Personen schnell durcheinander bringt.

Am besten gefallen haben mir aber die Passagen aus Jays Perspektive. Der Charakter an sich hat mich einfach in seinen Bann gezogen, da er anfangs noch recht unscheinbar daherkommt, im Laufe der Handlung jedoch seine tiefgründige Seite offenbart.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass seine Vergangenheit bzw. seine Lebensgeschichte erst gegen Ende hin richtig offenbart wird. So macht man sich auch ab und zu seine eigenen Gedanken über Jay, und fragt sich, wer er denn nun eigentlich ist und ob er wirklich der Mensch ist, für den man ihn als Leser hält.

Der Schreibstil ist im Allgemeinen sehr schön zu lesen und ermöglicht es einem, sich gut in die Umgebung einzufinden und vor allem die Gefühle und Atmosphäre nachvollziehen zu können. Ich finde Nina Blazons Schreibstil hat immer etwas Verträumtes an sich und zieht den Leser unglaublich schnell in seinen Bann.

Neben einem schönen Schreibstil hat das Buch aber auch reichlich Spannung zu bieten, die durch die zahlreichen Fragen, die die Geschichte aufwirft, entsteht. Eine große Frage ist die allgegenwärtige Bedrohung Wendigos. Bis zum Ende hin wird man auf die Folter gespannt, bis man mit ihm konfrontiert wird und eines kann ich versprechen: Wendigo ist etwas ganz anderes, als man erwartet.

Und so ist es mit vielen Elementen in „Zweilicht“. Nichts ist so, wie man denkt. Alles kommt anders, als man erwartet. So verhält es sich auch mit Madison und Ivy, wobei Ivy ganz eindeutig für mehr Tumult sorgt.

Wenn man ihr zum ersten Mal begegnet, wirkt sie wie ein zickiges und aufmüpfiges Kind und ihr Verhalten erscheint einfach nur unverschämt. Sobald die Geschichte jedoch eine drastische Wendung einschläft, fängt man an, ihr Verhalten zu verstehen und sie sogar ein wenig sympathisch zu finden.

Einen Großteil des Buches macht letztendlich aber die Frage aus, was Liebe ist. Was real ist und was nur aus unserer eigenen Vorstellungskraft und unseren Zweifeln entsteht. Vor allem regt das Buch dazu an, aus begangenen Fehlern zu lernen und es bei nächster Gelegenheit besser zu machen.

Fazit:
„Zweilicht“ bietet dem Leser sehr viel und sorgt für das Nina Blazon typische, einmalige Leseerlebnis. Auch wenn es im Mittelteil zu einigen Verwirrungen aufgrund zu vieler Perspektiven kommt, ist die Geschichte romantisch und einzigartig und was das Genre betrifft, überraschend. Egal ob man Fantasy, zeitgenössische Jugendromane oder Dystopien mag, es lohnt sich also auf jeden Fall, mal einen Blick zu riskieren.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Cover Revealed: "Pandemonium" fällt dem Mainstream zum Opfer

Ach wie haben wir doch alle das außergewöhnliche Cover von Lauren Olivers "Delirium" gemocht. Doch wie es im Moment leider Gang und Gebe ist, hat die Fortsetzung ein anderes Coverdesign bekommen ... welches leider (wie fast 98%aller Jugendbücher heutzutage) das klassische Frauengesicht auf dem Cover hat.

Cover © HarperTeen

Freitag, 8. Juli 2011

Cover Revealed: Richelle Meads "The Golden Lily" (Vampire Academy Spin-Off #2) hat ein Cover

Das Cover ist von Goodreads und ich hoffe sooo sehr, dass es das offizielle Cover ist. Es ist einfach soooo wunderschön =)

Cover © Razorbill

Donnerstag, 7. Juli 2011

Mittwoch, 6. Juli 2011

Rezension: "Magyria - Die Seele des Schattens" von Lena Klassen

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Lena Klassen
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Magyria (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 576 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3079-2
Preis: 18,99€ [D], 19,60€ [A]

Cover © Penhaligon

Dies ist Band 2 der Magyria Reihe und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:

Nach der Schlacht in Magyria dachten Mattim und Hanna eigentlich, dass der Vampir Kunun keinen Weg mehr zurück nach Budapest finden würde. Doch dann steht er eines Tages plötzlich vor ihnen und ist rachesüchtiger und rücksichtsloser denn je.

Indem er Hanna erpresst, sichert er sich ihre Unterstützung in einem grausamen Plan, der Akink, die Stadt des Lichts, endgültig den Schatten unterwerfen soll. Dabei wird Hanna jedoch von den Kriegern des Lichts gefangen genommen und muss dem Tod ins Auge blicken. Als Mattim ihr jedoch zu Hilfe eilt, geschieht auch schon das nächste Unglück und schon bald sieht er sich vor einer folgenschweren Entscheidung …


Backround Infos:
„Magyria – Die Seele des Schattens“ ist der zweite Teil von Lena Klassens Magyria Reihe.


Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt nur kurze Zeit nach den Geschehnissen aus Magyria Band 1. Kunun hat einen Weg gefunden, zurückzukehren und hat neue Pläne geschmiedet, um Magyria endgültig zu unterwerfen. Dabei geht er rücksichtsloser denn je vor und schreckt nicht einmal davor zurück, Kinder für seine Pläne zu benutzten. Die Autorin schafft es wirklich sehr gut, das Böse zu inszenieren und einen interessanten Gegenpart zum Protagonistenpaar zu etablieren.

Leider konnte mich die Geschichte, wie auch in Band 1, nicht hundertprozentig von sich überzeugen. Vieles aus dem Vorgängerband wiederholt sich und auch was die Spannung betrifft, ist das Buch durchwachsen. Vielmehr konzentriert sich die Geschichte auf einzelne Charaktere und ihre Entwicklung. So wird Mattims Konflikt zwischen Licht und Schatten intensiviert und natürlich Kununs Rachsucht.

Besonders gefreut hat mich, dass Mattims und Kununs Vampirschwester Atschorek eine etwas größere Rolle bekommen hat. Atschorek ist ein sehr komplizierter Charakter und als Leser ist es schwer, sie und ihre Absichten zu durchschauen. Manchmal wirkt sie nämlich gar nicht so böse, wie sie andauernd tut und dennoch kann sie so diabolisch wie der Teufel selbst sein.

Auch in diesem Band gibt es wieder Szenen, die die Geschehnisse in Akink, Magyria schildern. Diese sind jedoch ein richtiger Stimmungskiller, denn immer dann, wenn es in Budapest mal so richtig spannend wurde, folgt eine lange, trockene Passage in dem mittelalterlich dargestellten Akink. Zum Verständnis der Geschichte hätte es auch gereicht, wenn man diese Szenen ohne die Protagonisten einfach weggelassen hätte.

Auch was die gefühlvolle Seite der Geschichte angeht, gibt es sowohl gute als auch schlechte Dinge. Die Beziehung zwischen Mattim und Hanna ist genauso schön, wie im ersten Magyria Band. Jedoch fehlt mir ein wenig die Entwicklung zwischen den Beiden, schließlich haben sie zusammen einiges erlebt.
Dennoch ist die Darstellung der Gefühle in Form innerer Monologe wieder sehr gut gelungen. Als Leser kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und die Gefühle nachvollziehen.

Die Protagonistin Hanna hat sich zur heimlichen Solo Heldin der Geschichte gemausert. Sie ist noch selbstbewusster und stärker geworden, weshalb es sehr viel Spaß macht, besonders ihre Actionszenen zu lesen.

Die Geschichte endet schließlich nur mit einer halben Konfliktlösung, auch wenn bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts über eine Fortsetzung bekannt ist.

Fazit:
Auch der zweite Band der Magyria Reihe hat durchaus seine spannenden Momente, ist diesbezüglich jedoch durchwachsen. Glänzen tut das Buch durch seine Charaktere und besonders durch die Protagonistin Hanna. Wer zeitgenössische Fantasy, gepaart mit einer historischen Kulisse mag, sollte Magyria unbedingt ausprobieren.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Rezension: "Magyria - Das Herz des Schattens" von Lena Klassen

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Lena Klassen
Verlag: Blanvalet Verlag
Serie: Magyria (Band 1)
Format: Taschenbuch
Seiten: 576 Seiten
ISBN: 978-3-442-26810-8
Preis: 9,99€ [D], 10,30€ [A]

Cover © Blanvalet

Inhalt:
Gerade hat Hanna die Schule hinter sich gebracht und geht als Au Pair Mädchen nach Ungarn. Dort kommt sie bei der Familie Szigethy unter und wird sogleich mit der schwierigen Tochter Reka konfrontiert. Seit sie mit ihrem Freund Kunun zusammen ist, verhält sie sich äußerst sonderbar und scheint immer öfter ihre Erinnerungen zu verlieren.

Dann erfährt Hanna die unglaubliche Wahrheit: Kunun soll ein Vampir sein. Bei dem Versuch, ihn auf frischer Tat zu ertappen, trifft Hanna jedoch auf seinen Bruder Mattim, der zwar ebenfalls ein Vampir ist, seinem Bruder jedoch auch das Handwerk legen will. Denn Kunun und seine Vampire bedrohen deren Heimatland Magyria und wollen das Königreich des Lichts in Schatten tauchen.

Doch auch Mattim muss mit seiner eigenen Schattenseite kämpfen und nur die Liebe zu Hanna kann ihm dabei helfen, seine gute Seite am Leben zu erhalten ...


Backround Infos:
„Das Herz des Schattens“ ist der erste Band von Lena Klassens Magyria Reihe. Der zweite Band „Die Seele des Schattens“ ist bereits im Penhaligon Verlag als gebundene Ausgabe erschienen.


Meine Meinung:
„Magyria – Das Herz des Schattens“ ist definitiv eine Vampirgeschichte, die man als erfrischend anders bezeichnen kann. Die Vampire sind nicht so, wie wir sie aus sämtlichen Jugendbüchern kennen. Die Vampire in „Magyria“ sind dunkle Wesen, die wirklich Bedrohung und Gefahr ausstrahlen und keine dieser typischen Möchtegern Blutsauger. Die Autorin hat es auf jeden Fall geschafft, die Vampire so zu inszenieren, dass sie ihrem Beinamen „Geschöpfe der Nacht“ alle Ehre machen.

Die Geschichte selbst ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, vorzugsweise aus der von Mattim und Hanna. Dabei sticht besonders der sehr tiefgründige und anspruchsvolle Schreibstil hervor, der die Gefühle der Protagonisten anschaulich und nachvollziehbar schildert.

Die Handlung ist anfangs noch eine wenig schleppend und besonders die Passagen, die in Mattims Welt Magyria spielen, ziehen sich ein wenig in die Länge. Verantwortlich dafür sind vor allem die wenig spannenden Einführungen in die Konflikte zwischen Licht und Schatten in Magyria und in Mattims Lebensgeschichte.

Dafür sind die Kapitel, die Hannas Erlebnisse schildern umso interessanter. Besonders die Art und Weise, wie sie mit den Vampiren in Berührung kommt, ist genau richtig inszeniert worden. Es läuft nicht zu schnell ab und Hanna glaubt die Vampirgeschichten auch nicht von Anfang an, sondern geht der Sache auf den Grund, bis sie sich selbst davon überzeugt hat.

Ein wenig muss ich jedoch die Darstellung der Schattenwesen bemängeln, da ich es teilweise schwierig fand, die Hintergründe zu verstehen. Umso besser ist die Beziehung zwischen Mattim und Hanna in Szene gesetzt. Die Chemie zwischen den Beiden stimmt einfach und jedes Mal wenn die Beiden zusammen sind, verändert sich die Atmosphäre zu spürbarer Romantik. Leider dauert es gut die Hälfte des Buches, bis die Beiden zusammen kommen und so muss man sich ein wenig in Geduld üben, bis Hanna zu ihrem Glück kommt.

Auch die Charaktere an sich sind sehr schön zu lesen. Hanna mag zunächst wie ein normales Mädchen wirken, doch je mehr man über sie liest, umso mehr sieht man, wie selbstlos und aufopferungsvoll sie ist. Doch wie bei so viele Helden ist auch ihre größte Schwachstelle die Liebe. Trotz allem ist sie mutig und selbstbewusst. Wenn es darum geht, die zu beschützen, die sie liebt, läuft sie zu Hochform auf und lässt sich von nichts aufhalten.

Mattim hingegen wirkt nicht so heldenhaft wie es wahrscheinlich ursprünglich beabsichtigt war. Er ist der typische gute Teil eines Gut-Gegen-Böse-Geschwisterpaares und wird seinem Titel „Prinz des Lichts“ in jeglicher Hinsicht gerecht. Als Prinz von Magyria setzt er alles daran, sein Heimatland zu verteidigen, auch wenn seine Pläne mehr schlecht als recht aufgehen. Dennoch hat er, genauso wie sein böser Bruder Kunun, etwas Geheimnisvolles an sich. Etwas, das ihn für den Leser interessant macht.

Auch die Nebencharaktere Reka oder ihr Bruder Attila sind tolle unterstützende Charaktere, die der Geschichte eine zusätzliche Würze verleihen und auch Alltagssituationen immer wieder spannend machen.

Das Ende lässt schließlich die eine oder andere Frage offen, sodass Einiges für den Folgeband aufgespart bleibt.

Fazit:
Auch wenn sich einige Passagen in die Länge gezogen haben, so ist der Großteil der Geschichte doch sehr schön zu lesen. Besonders die Romantik zwischen Hanna und Mattim hat es mir sehr angetan und lässt das Buch wirklich aus den zahlreichen Vampirromanzen herausstechen. Ein schöner Auftakt zu der Magyria Serie.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

Montag, 4. Juli 2011

Was macht eine gute paranormale Romanze aus?

In den letzten paar Jahren wurde der Markt geradezu überschwemmt von einer ganz bestimmten Genre Welle aus Amerika: Paranormal Romance.

Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Ganz einfach.

Bei einem Buch des sogenannten "Paranormal Romance" handelt es um nichts weiter als eine Geschichte, die einen paranormalen Protagonisten (vorzugsweise Vampire, Engel oder Fee) hat und besagter Protagonist verliebt sich in die menschliche Protagonistin. Das Ganze gibt es auch in umgekehrter Form.
Meistens gehören diese paranormalen Romanzen dann auch gleichzeit der YA Literatur an, also der Young Adult Literatur, Bücher für Junge Erwachsene. Wenigstens einer der Protagonisten ist dabei im Teenager Alter und macht die Highschool unsicher.

Heraus kommt dann meistens soetwas wie Twilight, dass irgendwann jedoch so gehypt wurde, dass es keiner mehr mochte. Dabei ist das Buch gar nicht mal so schlecht, denn eigentlich hat es vieles, was eine gute paranormale Romanze braucht: ein sympathisches Protagonistenpaar zwischen denen eine gute Chemie entsteht im Laufe der Handlung und natürlich das große "wir können aus gegebenen Umständen nicht zusammen sein" Problem.

Dann kam jedoch der Film raus und das Bild was viele von Bella und Edward hatten, wurde so durcheinander gewirbelt, dass die Bücher darunter leiden mussten.

Und kurze Zeit später war es dann soweit und die Invasion zahlreicher neuer Paranormal Romance Autoren begann. Dabei schafften es tatsächlich Einige, ein Buch zu schreiben, dass Twilight das Wasser reichen kann, Einige scheiterten kläglich. Und wieder Andere übertrafen Twilight um Längen.

Es gibt eine ganz bestimmte Bücherserie die aus vielerlei Gründen die einzig wahre paranormale Romanze darstellt und dabei sogar Twilight in den Schatten stellt. Meine Rede ist von Richelle Meads "Vampire Academy" Serie.

Denn es gibt etwas ganz Bestimmtes, was diese Bücher so besonders macht und was eben eine gute paranormale Romanze ausmacht. Die Geschichte muss ein Herz haben und den Leser berühren. Jedes Gefühl, was die Protagonisten haben, muss sich auf den Leser übertragen und ihn mitfühlen lassen.
Und vor allem muss die Beziehung authentisch wirken. Nichts ist schlimmer, als wenn die Protagonisten sich nur einmal kurz sehen und sich sofort ineinander verlieben. Sowas funktioniert einfach nicht. Es muss eine Entwicklung stattfinden.
Wenn dann auch noch die Chemie zwischen den Beiden Hauptcharakteren stimmt und diese eine komplexe Persönlichkeit haben, mit der man sich identifizieren kann, hat die Autorin/der Autor es geschafft.

Eine perfekte Paranormale Romanze wurde geschaffen.

Auf deutscher Ebene ist meiner Meinung nach Bettina Belitz ein gutes Beispiel für eine tolle paranormale Romanze, denn mit ihren Splitterherz Romanen hat sie viele Leser direkt ins Herz getroffen. Doch auch Kerstin Gier hat mit ihrer Edelstein Trilogie eine Geschichte kreiert, die viele junge Leser sofort in ihren Bann gezogen hat, auch wenn die Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren anfangs alles andere als blendend ist ;)

Auf amerikanischer Ebene sind ebenfalls empfehlenswert: "Die Auswahl" von Ally Condie, Die "Chroniken der Schattenjäger" von Cassandra Clare und "Sixteen Moons" von Kami Garcia & Margaret Stohl.

Sonntag, 3. Juli 2011

Rezension: "Tales of Partholon - Ausersehen" von P.C. Cast

Produktinformationen:
Originaltitel: Divine by Mistake
Autor: P.C. Cast
Verlag: Mira Taschenbuch Verlag
Serie: Tales of Partholon (Band 1)
Format: Taschenbuch
Seiten: 528 Seiten
ISBN: 978-3-89941-855-2
Preis: 9,95€ [D], 10,30€ [A]

Cover © Mira Taschenbuch Verlag

Website zur Serie:
http://www.talesofpartholon.de/

Inhalt:
Shannon Parker ist Lehrerin mit einer Leidenschaft für Antikes. Als sie eines Tages auf einer Auktion eine antike Urne ersteigert, teleportiert diese sie plötzlich in eine Parallelwelt namens Partholon, in der sie jeder für die Inkarnation der Göttin Epona hält. Doch nicht nur das. Sie ist außerdem mit dem Schamanen ClanFintan verlobt. Shannon erklärt sich bereit, ihn zu heiraten und entgegen ihrer Vermutung erweist sich ihre Ehe und auch ihr Ehemann als gar nicht mal so übel.

Doch als Partholon plötzlich von einer Horde vampirähnlicher Dämonen heimgesucht wird, ist es vorbei mit Shannons schönem Leben als Hohepriesterin Eponas. Es entbrennt eine Schlacht um Leben und Tod und Shannon muss ihr Volk führen, auch wenn sie eigentlich nur eine Englischlehrerin aus Oklahoma ist …


Backround Infos:
„Tales of Partholon“ ist eine insgesamt fünfbändige Serie der House of Night Autorin P.C. Cast. „Ausersehen“ ist der erste Band, gefolgt von „Verbannt“ (erscheint im September 2011), „Gekrönt“ (erscheint im Januar 2012 und erzählt aus einer anderen Perspektive ;) ), Band 4 (erscheint im Sommer 2012) und Band 5 (erscheint im Winter 2012).


Meine Meinung:
„Tales of Partholon – Ausersehen“ hat einige Elemente, die wir bereits aus P.C. Casts House of Night Serie kennen. Wegbegleiterin ist auch in diesem Buch eine Göttin, jedoch nicht die Nachtgöttin Nyx, sondern die keltische Fruchtbarkeits- und Pferdegöttin Eponas. Ebenso erinnert der Schreibstil und auch die Protagonistin stark an House of Night. All dies kommt „Tales of Partholon – Ausersehen“ sehr zu Gute, da die Jugendbuchreihe der Autorin unbestreitbar sehr gut ist.

Mit diesem Buch hat die Autorin jedoch eine Geschichte geschaffen, die aufgrund der zahlreichen Liebesszenen und brutalen Auseinandersetzungen eher nicht für Jugendliche geeignet ist, sondern eher für junge Erwachsene und Erwachsene.

Die Geschichte ist zugegebenermaßen recht simpel, durch den frechen und witzigen Schreibstil allerdings sehr unterhaltsam. Besonders interessant daran sind die mythologischen Elemente die gekonnt in den Gesamtkontext eingebaut sind und bereichern diesen ungemein.
Die vielen romantischen Passagen sind aufgrund eines recht ungewöhnlichen Umstandes ein wenig gewöhnungsbedürftig und doch an einigen Stellen so tiefgründig, dass es teilweise schon fast zu kitschig ist für einen Erwachsenenroman.

Die Atmosphäre ist somit eine Mischung aus esoterischen, romantischen und modernen, frechen Elementen.

Doch auch die Charaktere tragen allesamt ihren Teil zur Unterhaltung bei. Es gibt eigentlich keine Person in dem Buch, von der ich sagen würde, dass sie nicht gut inszeniert wurde. Und so ist es nicht schwer, als Leser sofort einen Lieblings- und einen Hasscharakter zu wählen.
Lieblingscharaktere sind unter anderem die Protagonisten.

Shannon ist verrückt, dickköpfig und lässt sich keine Vorschriften machen, auch wenn das manchmal für alle das Beste wäre. Für eine über Dreißigjährige ist sie meistens viel zu flippig und aufgedreht. Ich hatte beim Lesen jedenfalls immer einen etwas älteren Teenager/jungen Erwachsenen im Kopf, der jedoch niemals langweilig wurde.

Ihren plötzlichen Ehemann ClanFintan muss man wohl als eine regelrechte Überraschung bezeichnen. In jeglicher Hinsicht.
Genauso überraschend ist die Entwicklung seiner Beziehung zu Shannon. Anfangs hat man noch nicht das Gefühl, dass zwischen den Beiden tatsächlich so etwas wie eine Chemie entstehen könnte. Im Laufe des Buches wird man jedoch vom Gegenteil überzeugt, denn die Beiden passen wie die Faust aufs Auge zusammen.

Die Geschichte ist in sich weitestgehend abgeschlossen und so bin ich schon sehr auf das nächste Dilemma gespannt, in das Shannon tappen wird. Und natürlich, welche Richtung ihre Beziehung zu ClanFintan noch einschlagen wird. Denn eines ist sicher: Langweilig wird es mit den Beiden nicht so schnell.

Fazit:
„Tales of Partholon – Ausersehen“ ist eine wahre Überraschung. Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch mich so gut unterhält. Besonders die Beziehung zwischen ClanFintan und Shannon fand ich beim Lesen überraschend schön und tiefgründig, sodass ich das Buch am Ende, ein wenig wehmütig zugeklappt habe. Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert, hat allerdings einiges an Erwachseneninhalten.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Freitag, 1. Juli 2011

Buch News 07/2011

News 1:
Laut Goodreads wird der dritte Teil von Kelley Armstrongs Darkness Rising Serie "The Rising" heißen.

News 2:
Margaret Stohl, die zusammen mit Kami Garcia die Caster Chroniken schreibt, wird 2013 ihre eigene Sci-Fi Buchserie "Icons" rausbringen.

TOP AKTUELL

Rezension | "Paper Princess" von Erin Watt