Dienstag, 27. November 2012

Rezension: "Rosendorn" von Jenna Black

Cover © PAN Verlag
Produktinformationen:
Originaltitel: Glimmerglass
Autor: Jenna Black
Verlag: PAN Verlag
Serie: Faeriewalker  (Band 1)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 3-426-28350-6
Preis: 14,99€ [D]

Inhalt:
Seit sie ein Kind ist, muss Dana mitansehen, wie ihre Mutter unter einem Alkoholproblem leidet. Doch damit nicht genug. Immer wieder redet sie von Danas Vater, der eine Fee sein soll.
Als ihre Mutter mal wieder betrunken in ihrer Schule auftaucht, schließt Dana den Entschluss, ihren Vater in Avalon zu besuchen. Dort angekommen wird sie jedoch anders als erwartet nicht von ihrem Vater empfangen, sondern von ihrer jähzornigen Feentante Grace.

Diese will Dana für einen politischen Machtkampf ausnutzen, und hält sie deshalb gefangen. Doch nicht nur sie weiß um Danas gesellschaftlichen Wert, und so wird sie schon bald von den Feen Ethan und Kimber aus der Gefangenschaft befreit und zu einer Studentischen Untergrundorganisation gebracht. Dort soll sie vor ihrer machtgierigen Tante versteckt werden und beginnt sich mit Kimber und Ethan anzufreunden. Doch schon bald fängt sie an, mehr in Ethan zu sehen, auch wenn dieser augenscheinlich nur an ihrer Macht interessiert zu sein scheint ...

Backround Infos:
„Rosendorn“ ist der erste Teil von Jenna Blacks „Faeriewalker“  Trilogie. Ein deutscher Erscheinungstermin der beiden Fortsetzungen ist leider noch nicht bekannt. 

Rezension:
Ich muss sagen, als ich angefangen habe, „Rosendorn“ zu lesen, war ich doch zunächst ein wenig überrumpelt. Gleich auf den ersten Seiten wird man mit einem Haufen an Fakten konfrontiert, die man so schnell gar nicht in einen Zusammenhang bringen kann. Immerhin hat man schonmal verstanden, dass die Protagonistin Dana offensichtlich eine alkoholabhängige Mutter hat. Doch dann kommt plötzlich ihr Vater ins Spiel, der etwas mit Avalon und Feen zu tun hat.
Dies hätte man wirklich eleganter lösen können, da man so als Leser gar keine Zeit hat, sich an die Welt, in der die Geschichte spielt, zu gewöhnen.

Kaum hat die Geschichte angefangen, findet man sich bereits im ersten Schlamassel wieder. Dana wird gefangen genommen, von ihrer eigenen Tante. Auch diese Person taucht völlig unvorhergesehen aus dem Nichts auf und der Leser fragt sich einmal mehr, wie all dies eigentlich zusammenhängt. Vor allem weil Dana plötzlich als Machtinstrument für einen politischen Krieg in Avalon benutzt wird.

Und bereits kurze Zeit später lernt man die Feen Ethan und Kimber kennen, die Dana aus den Fängen ihrer Tante befreien und in eine Studentengruppe bringen. Zu dem Zeitpunkt weiß man noch nicht ob die beiden Feen gut oder böse sind. Dennoch vertraut Dana ihnen und freundet sich mit ihnen an. Sie erzählen Dana von der Magie in Avalon und dass sie ein Faeriewalker ist, ein mächtiges Halbblut Wesen, dass zwischen der Feen- und Menschenwelt wandern kann. Von der Nachricht erholt Dana sich aber bereits sehr schnell.

Stattdessen beginnt sich eine kleine Romanze anzubahnen. Ethan macht der jungen Faeriewalkerin schöne Augen, und auch wenn Kimber die unerfahrene Dana warnt, dass Ethan nur an ihrer Macht interessiert sei, verfällt sie dem Feenjungen. Doch  auch dieses Mal fällt es Dana schwer Vertrauen zu fassen und sie läuft davon. Auch als Leser fragt man sich die ganze Zeit, wem die Protagonistin nun eigentlich vertrauen kann, oder ob sie jeder nur für seine eigenen Zwecke benutzen will.

Und als sie kurze Zeit später auf ihren Vater trifft, wird sie entgütig in einem Netz aus Intrigen gefangen. Von ihm erfährt Dana, wer Ethan wirklich ist. Doch auch bei Danas Feen Vater hat man als Leser so seine Zweifel, dass er ihr gegenüber zu hundert Prozent aufrichtig ist. Die gesamte Geschichte besteht also aus einer Menge Misstrauen und Zweifel und Dana muss sich entscheiden, auf wessen Seite sie stehen will.

Auch wenn das gesamte Gefüge an Charakteren und Handlungen sehr verwirrend ist, hat die Autorin es dennoch gut hinbekommen, eine interessante Verflechtung zwischen Avalon und der unseren Welt aufs Papier zu bringen. Der Grundgedanke hinter der Geschichte ist gar nicht mal so übel und ich habe schon weiß Gott schlechtere Bücher über Feen gelesen. Jedoch ist der gesamte Handlungsverlauf nach einiger Zeit sehr anstrengend.

Auch mit Dana hatte ich als Protagonistin so meine Schwierigkeiten. Besonders ihre konstanten Schwärmereien zeigten leider oftmals wie nervtötend naiv sie doch eigentlich ist. Natürlich ist sie ein unerfahrener Teenager ... aber bitte ... nachdem man drei mal hintergangen wurde, müsste man doch eigentlich mal dazulernen.
Leider fehlte es auch den anderen teilnehmenden Charakteren an Tiefgang, da diese allesamt sehr klischeehaft dargstellt wurden und keine individuelle Persönlichkeit entwickeln im Laufe des Buches.

Das Ende lässt den Leser mit gerade genug Informationen zurück um sich einen Reim auf das Geschehene zu machen, rundet die Geschichte jedoch angemessen ab.

Fazit:
Im großen und Ganzen setzt „Rosendorn“ das Thema „Feen“  auf interessante Art und Weise um und gibt dem eigentlich schon sehr verbrauchten Motiv einen frischen Twist. Die Umsetzung ist jedoch ein wenig unbeholfen, besonders da ab und zu kein roter Faden erkennbar ist und die Autorin sich selbst in ihrem selbst gestrickten Netz aus Lügen und Verrat verwirrt. Dennoch dürfte sich das Buch für Teenies zwischen 14 und 16 Jahren eignen, da diese sich mit der noch recht unerfahrenen Protagonistin sicherlich besser identifizieren können.

Kommentare:

  1. Ich besitze auch dieses Buch und war nicht wirklich davon begeistert, ich stimme dir in deinem Fazit zu ;)

    Liebe Grüße
    Rubin :)

    AntwortenLöschen
  2. Stimme dir voll und ganz zu!
    Aus der Idee hätte man definitiv mehr machen können.
    Und Dana verhält sich als wäre sie 13 und nicht fast 17 -.-

    AntwortenLöschen

TOP AKTUELL

Rezension | "Die Rote Königin" von Victoria Aveyard