Sonntag, 16. Dezember 2012

[Movie Review] "Der Hobbit - Eine Unerwartete Reise"

Endlich ist es soweit und die Herr der Ringe Ära lebt wieder auf. Mit der Hobbit Trilogie will Peter Jackson an seinen Erfolg mit der Herr der Ringe Trilogie anknüpfen und hat mit dem ersten Teil ein gutes Stück vorgelegt.

Mit einer Gesamtlänge von 169 Minuten bekommt man die geballte Ladung Mittelerde geboten, wenn auch nicht so, wie wir es aus "Die Gefährten" und co. gewohnt sind.

Aber zunächst ein Wort zum Inhalt des Filmes. 
Bilbo Beutlin ist ein Hobbit aus dem Auenland, einer friedliebenden Gegend. Doch als eines Tages der Zauberer Gandalf vor Bilbos Tür steht, hat sein ruhiges Leben ein Ende. Denn der alte Zauberer plant ein Abenteuer und Bilbo soll Teil von eben diesem werden. Die Zwerge aus dem Erebor wollen ihr vor Jahren vom Drachen Smaug geraubtes Reich zurückerobern und so machen Bilbo und Gandalf sich mit den Zwergen Balin, Dwalin, Bifur, Bofur, Bombur, Fili, Kili, Oin, Gloin, Nori, Ori, Dori und ihrem Anführer Thorin auf den Weg zum Einsamen Berg.
Auf ihrem Weg müssen sie vielen Gefahren trotzen, darunter Trollen, Nekromanten und den Orks, mit denen Thorin Eichenschild noch seine eigene Rechnung zu begleichen hat. Doch am meisten verändern wird dieses Abenteuer wohl Bilbo, denn auf seiner Reise durch die Nebelberge stößt er auf die Kreatur Gollum, der von einem gefährlichen Schatz besessen ist ...


Wie auch das Buch beginnt auch Bilbos Geschichte in dem Film mit den Worten "In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit". Gleich zu Anfang fällt einem auf, wie Detailverliebt dieser Film doch ist. Jeder erinnert sich sicher noch an eine der ersten Szenen in "Die Gefährten" als Frodo mit einem Buch im Auenland saß, und Gandalf auftauchte.
In "Der Hobbit" werden die Ereignisse kurz davor geschildert und man sieht, wie Frodo mit eben diesem Buch seine Hobbithöhle verlässt und Bilbo das altbekannte Schild "No admittance" an seine Pforte schlagen lässt. Ein wahrhaftes Schmankerl für alle Fans.

Was die Geschichte angeht, so ist diese fast eins zu eins dem Buche entnommen worden. Einige Passagen entsprechen sogar nahezu zu hundert Prozent dem Original, zum Beispiel das Rätselspiel zwischen Gollum und Bilbo. Man merkt also, wieviel Arbeit hinter diesem Film steckt. Dennoch muss dazu gesagt werden, dass man "Der Hobbit" nicht mit der Herr der Ringe Trilogie vergleichen kann. Nehmen wir zum Beispiel Gandalf, der längst nicht die Strenge an den Tag legt wie wir sie aus HdR kennen. Vielmehr wirkt er verspielt und abenteuerlustig. Eben diese Abenteuerlust wird auch durch die Zwerge verkörpert, die in dem Film für einiges an Spaß sorgen. Doch besonders Thorin Eichenschild sticht natürlich aus der Menge heraus, nicht etwa weil er der Anführer der Gemeinschaft ist, sondern weil er eine ganz eigene Geschichte zu erzählen hat.

Fast schon ein bisschen wehmütig wurde man, als plötzlich alte bekannte auf der Leinwand auftauchten und man sich unweigerlich um einige Jahre zurückversetzt fühlte, als man zum ersten Mal einen Blick auf die Reiche Mittelerdes werfen durfte.
Doch auch vieles Neues bekam man zu Gesicht. So zum Beispiel der Drache Smaug. Über die Spezialeffekte brauchen wir hier gar nicht erst zu reden, die waren natürlich wie gewohnt top (besonders in 3D nur empfehlenswert). Leider bekommt man Smaug nur teilweise zu sehen und in voller Pracht wird sich das Biestchen wahrscheinlich erst im nächsten Teil zeigen. 

Insgesamt ist der Film also ein mehr als ehrenhafter Abschluss für das Kinojahr 2012. "Der Hobbit - Ein Unerwartete Reise" ist auf jeden Fall ein Film den man gesehen haben muss, denn auch wenn er ein wenig anders ist als die Herr der Ringe Trilogie, so hat auch Peter Jacksons neuer Streich sein ganz eigenes Flair das den Kinobesucher nichts missen lässt. 

Kommentare:

  1. Hi,

    ich hab den Film gestern gesehen und musste mich erst daran gewöhnen, wie anders er im Vergleich zu Der Herr der Ringe war. Wie du geschrieben hast, ist alles sehr viel verspielter und lustiger, auch ein Gandalf(was allerdings toll war).

    Alles in allem fand ich manche Details ein wenig störend, weil der Film dadurch meiner Meinung nach zu sehr in die Länge gezogen wurde. Aber es war natürlich wieder klasse in die Welt von Mittelerde einzutauchen und zu sehen, wie Bilbo damals an den Ring gekommen ist und die Schauspieler waren einfach top.
    Richtig gespannt bin ich nun aber auf den zweiten Teil und Smaug, von dem man ja leider kaum etwas gesehen hat...

    LG,
    Izzy

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  2. Was natürlich krass ist, dass man aus einem Buch drei Teile gemacht hat. Dadurch soll es wohl knapp 90 min. dauern, bis es richtig losgeht. Aber so kann sich niemand beschweren, dass zu viel weggelassen wurde.
    Den Film MUSS ich jedenfalls unbedingt sehen! Dann kann ich mir das Buch auch sparen :-D
    Liebe Grüße
    Kathi

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