Sonntag, 4. August 2013

[Rezension] "Starters" von Lissa Price

Produktinformationen: 
Originaltitel: Starters
Autor: Lissa Price
Verlag: IVI Verlag
Serie: Starters/Enders (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 978-3-492-70263-8
Preis: 15,99€ [D]; 16,50€ [A]

Inhalt:
Nach einem verheerenden Krieg zwischen Amerika und den Pazifikstaaten, wird die Menschheit von einem tödlichen Virus nahezu ausgelöscht. Nur diejenigen, die rechtzeitig geimpft wurden, überlebten und die Gesellschaft teilte sich auf in die Starters, die junge Generation, und die Enders, die ältere Generation. Während die Enders ein luxuriöses Leben führen, müssen die jungen Starters jeden Tag um Nahrung und Obhut kämpfen.
Und so entscheidet sich die sechzehnjährige Callie, ihren Körper in einer Body Bank an die alten Enders zu vermieten, um an das Geld zu kommen, welches ihrem schwerkranken Bruder die nötige Heilung ermöglichen kann. Doch als Callie bei ihrem dritten Mieteinsatz vorzeitig in ihrem Körper erwacht und mit ihrer Mieterin kommunizieren kann, erfährt sie von den grausamen Plänen, die die Body Bank verfolgt und wie viele junge Starters dafür ihr Leben lassen müssten …

Backround Infos:
„Starters“ ist der erste Band einer Dilogie. Der zweite Band „Enders“ ist am 14. Mai 2013 erschienen.

Die Idee zu der Geschichte kam der Autorin, als sie sich gegen Grippe impfen lassen wollte, jedoch nicht genug Impfstoffe vorhanden waren und sie deshalb abgewiesen wurde.



Rezension:
Die Geschichte beginnt mit Callies Besuch bei Prime Destination, einer Body Bank. Der Leser erfährt, dass die Handlung in einer Welt spielt, in der Menschen den Körper anderer Personen für bestimmte Zeit mieten können und so eine Art „Urlaub“ von ihrem eigenen Leben machen können.

Nachdem es vor Jahren einen Krieg zwischen Amerika und den Pazifikstaaten gab, wurden alle Menschen mit tödlichen Viren infiziert und nur die junge und die ältere Generation wurden dagegen geimpft. So entstanden die „Starters“ und die „Enders“.
Callie selbst ist eine von den „Starters“ und lebt mit ihrem Bruder Tyler und ihrem Freund Michael in einem heruntergekommenen Unterschlupf. Wie alle anderen Starters auch, leben sie in ärmlichen Verhältnissen, ohne Geld und ohne Nahrung. Durch einen Tipp erfährt Callie von Prime Destination, die jungen Starters eine Menge Geld für den Verleih ihres Körpers anbieten.

Die Enders haben die Möglichkeit, sich für eine bestimmte Zeit in den Körper eines jungen Starters projizieren zu lassen und diesen dann zu steuern. Callie lässt sich darauf ein, mit der Gewissheit, dass all dies hundert prozentig risikofrei für sie verlaufen wird. Doch bei ihrem dritten Einsatz geht etwas schief und sie erwacht vorzeitig in ihrem Körper, inmitten einer luxuriösen Party. Dort lernt sie einen Jungen namens Blake kennen, von dem man als Leser nicht weiß, ob er ein echter Teenager ist, oder ein Elder in einem Spenderkörper. Was einem als Leser jedoch sofort klar ist: Mit Blake stimmt irgendetwas nicht. Er muss ein Geheimnis haben oder irgendwelche krummen Absichten.

Doch auch mit dem Elder, der Callies Körper eigentlich übernommen haben sollte, scheint etwas nicht zu stimmen. Nach und nach erfährt sie, dass die Elder namens Helena offenbar etwas gegen die Machenschaften von Prime Destinations unternehmen will und sich deshalb ihren Körper gemietet hat. Aber auch an dieser Stelle bleibt es spannend und man erfährt erst im Laufe der Geschichte, was Helena eigentlich genau vor hat und vor allem, wieso.

Und genau dies finde ich insgesamt auch sehr schön an dem Buch. Die Dinge entwickeln sich im Laufe der Handlung und machen die Geschichte nachvollziehbar und authentisch. Callie wächst zum Beispiel enorm an ihrem Abenteuer. Am Anfang des Buches wirkt sie teilweise noch ein wenig unsicher und kindlich. Aber nachdem sie Einfluss von Helena erfahren hat und mit ihr ein bisschen was erlebt, merkt man, wie sie anfängt verantwortungsbewusst und kämpferisch die Geschehnisse zu meistern. Sie würde nicht einmal in Erwägung ziehen, sich vor den Leuten der Body Bank zu verstecken, sondern stellt sich diesen entgegen, aber niemals ohne vorher einen Plan zu haben.

Was ich ebenfalls sehr schön finde, ist Callies Beziehung zu ihrem Bruder Tyler. Denn dieser ist schließlich der Auslöser, weshalb sie sich überhaupt erst an Prime Destinations wendet. Durch das Geld, was sie sich erhofft bei Prime Destinations zu verdienen, will sie ihm eine Heilung von seiner Krankheit ermöglichen. Doch als sich die Ereignisse überschlagen, ist ein Kontakt zu ihrem Bruder und vor allem auch zu ihrem Freund Michael nahezu unmöglich. Hinzu kommt, dass Michael sich bereits nach einem anderen Mädchen umgesehen hat. Man merkt also auch hier ist wieder ein Liebesdreieck zu Gange, jedoch ohne ein ätzendes Hin und Her. Stattdessen wird sich eher auf die Beziehung zwischen Callie und Blake konzentriert und die Beziehung zu Michael wird wahrscheinlich eher im nächsten Band näher thematisiert.

Was die Charakterkonzipierung angeht, sind die Protagonisten zwar recht einfach gehalten, jedoch hat man es leicht, sich insbesondere mit Callie zu identifizieren. Zwar ist hier noch Luft nach oben hin, aber ich habe schon Bücher mit weitaus schlechter ausgearbeitete Charakteren gelesen.

Ebenfalls sehr gut finde ich, dass das Buch in sich eigentlich abgeschlossen ist. Es gibt natürlich noch einen zweiten Teil, dennoch ist die Geschichte aus „Starters“ in sich vollendet.

Fazit:
Ich finde „Starters“ ist alles in allem eine runde Sache. Die Geschichte hat einen roten Faden und einen ausgewogenen Spannungsbogen. Bei mir als Leser wurde konstant das Interesse am Buch aufrecht erhalten und die Charaktere machen es einem recht leicht, sich mit ihnen zu identifizieren. Der dystopische Hintergrund ist gut ausgearbeitet worden und kein Potential wurde verschenkt. Insgesamt ein wirkliches gutes Buch.

1 Kommentar:

  1. Ich habe das Buch auch gelesen und fand es echt super. es ist spannend und wenn man es liest wird es nie langweilig. ich weiß nicht genau, wie ich es erklären soll, aber bei manchen büchern ist das ja so, dass man irgendwann mittendrin einfach keine motivation mehr hat weiterzulesen. das ist bei diesem buch nicht der fall, weil es leicht zu lesen ist in dem sinne. ich werde auf jeden fall den 2. band auch noch lesen ;)

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