Dienstag, 29. Oktober 2013

[Kurzeindruck] "The Legion - Der Kreis der Fünf" von Kami Garcia


Endlich ist es soweit, und das Einzelprojekt von „Beautiful Creatures“ Autorin Kami Garcia kommt in unsere Bücherstores. Ich durfte einen kurzen Blick in „The Legion - Der Kreis der Fünf“ werfen und werde natürlich meinen ersten Eindruck mit euch teilen. Die Geschichte beginnt mit Kennedys Suche nach ihrem Kater Elvis. Doch sucht sie nicht irgendwo, sondern auf einem Friedhof? Wie auch immer es dazu kam, der Anfang ist in jedem Fall creepy. Besonders seltsam wird die Szenerie allerdings, als plötzlich ein Mädchen auftaucht. Ein Mädchen dass mal eben mit den Füßen 3 Zentimeter über dem Boden schwebt ...

   

 Kami Garcia zeigt hier gleich zu Beginn, dass sie nicht auf ihre Partnerin Margaret Stohl angewiesen ist, um erzählerisches Geschick zu beweisen. Die Geschichte ist greifbar und auf erzählerischer Ebene kann man sich hervorragend in das Geschehen hineindenken. Kennedy erscheint zunächst ein wenig flach als Charakter, sehr einfach gestrickt. Da dies allerdings fast in jedem Jugendbuch ein Manko ist, da mehr Wert auf die Geschichte, als auf die Protagonisten gelegt wird, bin ich daran eigentlich fast schon gewöhnt. 

 Die nächste Sache, die mir aufgefallen ist, lässt sich allerdings schwerer unter den Tisch kehren. Denn die Geschichte hat ein enormes Tempo drauf. Große Ereignisse werden gefühlt innerhalb von ein paar Sekunden abgehandelt, so auch der plötzliche Tod von Kennedys Mutter. Zwei Tage nach ihrem unfreiwilligen Besuch auf dem Friedhof findet Kennedy ihre Mutter nach einem Kinobesuch tot in ihrem Bett auf. Was passiert ist? Man weiß es nicht, aber der Schock war bei Kennedy zumindest nach einer halben Seite vorüber... Man wird also mit einer Flut an Informationen bombardiert und hat kaum Zeit die neuen Geschehnisse zu verdauen. 

 Interessant wird es, als Kennedy herausfindet, wie ihre Mutter gestorben ist. Denn tatsächlich, war es der Geist vom Friedhof, der ihr als Rachegeist nach Hause gefolgt ist und ihrer Mutter quasi das Leben ausgesaugt hat. Und gerade als Kennedy das nächste Opfer zu werden scheint, tauchen die Geisterjäger Zwillige Jared und Lukas Lockhart auf der Bildfläche auf (Supernatural lässt grüßen). Sie erklären Kennedy, dass sie zu einer uralten Geheimgesellschaft gehören, die sich „Die Legion“ nennt. Da die Aufgaben der Legionsmitglieder innerhalb der Familie vererbt werden, muss Kennedy nachrücken, denn ihre Mutter war auch ein Mitglied der Gesellschaft. 

 Ich finde die Idee mal ganz erfrischend, eine Art Geisterjägerbund auf Dämonenjagd gehen zu lassen. Sowas gibt es im Jugendbuch Genre noch nicht so häufig und ist mal eine willkommene Abwechslung. Besonders interessiert bin ich allerdings eher weniger an Kennedy als Protagonistin, sondern eher an den beiden Zwillingen Lukas und Jared. Ich will unbedingt mehr über die Geschichte der Beiden wissen und irgendwie liegt auch schon wieder ein Hauch von Liebesdreieck in der Luft, was bei eineiigen Zwillingen besonders interessant sein dürfte ;-)

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