Sonntag, 20. Januar 2013

Neuzugänge: Januar 2013


Von dem  Buch habe ich ehrlich gesagt im Vorfelde noch nichts gehört, aber als ich gelesen habe, dass es sich um eine Dystopie mit einer alternativen Realität handelt, hat das Buch dann doch mein Interesse geweckt. Ich bin gespannt und werde selbstverständlich berichten ;)

Demi Monde: Welt Außer Kontrolle - Die Mission
Ella Thomas hätte diesen Auftrag nie annehmen sollen. Aber für solche Gedanken ist es nun zu spät. Sie ist in einer Computersimulation gefangen und muss die Tochter des Präsidenten aus der virtuellen Welt der »Demi-Monde« retten. Die amerikanische Regierung entwarf diese Simulation einst als Trainingsgelände für Soldaten und schuf damit unwillentlich eine Falle, die immer mehr Menschen zum Verhängnis wird. Eigentlich ist Ella Jazz-Sängerin, doch nur sie konnte mit einer glaubhaften Tarnung in die Demi-Monde eingeschleust werden, und steht vor einer alternativen Realität, die ihre schlimmsten Albträume wahr werden lässt ...

Rezension: "Das verborgene Haus" von Maria Ernestam

Produktinformationen:
Originaltitel: Pa andra sidan solen
Autor: Maria Ernestam
Verlag: btb Verlag
Serie: -
Format: Taschenbuch
Seiten: 384 Seiten
ISBN: 9783442743988
Preis: 9,99€ [D]; 10,30€ [A]

Inhalt:
Nach einer schweren Krankheit ihres Mannes Axel, fahren Er, seine Frau Viola, und deren Kinder Linn und Tora zu einem Sommerhaus in Schweden. Ganz in der Nähe befindet sich das Pflegeheim, in dem Axels Mutter untergebracht ist.

Bei einem Besuch im Pflegeheim lernt Viola die 90 jährige Lea kennen, die einst als Missionarin in China tätig war. Die Beiden freunden sich an und die alte Dame erzählt Viola von ihrer Familie und ihrer Vergangenheit. Beeinflusst durch Leas Geschichte beginnt sie langsam ihr eigenes Familienleben und vor allem ihre Ehe mit Axel in Frage zu stellen ...

Backround Infos:
Das Buch wurde von der schwedischen Autorin Maria Ernestam verfasst und trägt im Original den übersetzten Titel „Auf der anderen Seite der Sonne“. Das Buch stand mehrere Wochen auf der skandinavischen Bestsellerliste.

Rezension:
Zu Beginn der Geschichte fahren Viola und ihr Mann Axel mit ihren beiden Töchtern Linn und Tora in ein Sommerhaus am See. Gleich am Anfang merkt man, dass besonders die Stimmung zwischen den Eheleuten gedrückt ist. Auch der Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig, da die Sätze ein wenig abgehackt klingen. Nach einer Weile wechselt der Schreibstil jedoch in eine eher malerische und bildhaftere Ausdrucksweise.

Im weiteren Verlauf erfährt man als Leser, dass sich in der Nähe des Ferienhauses ein Pflegeheim befindet, in dem Axels Mutter Marianne untergebracht ist. Viola und ihr Mann fahren die demente und verwirrt wirkende Frau besuchen, doch besonders für Axel scheint dies eher ein nötiges Übel zu sein. Wie auch alles andere in seinem Leben lehnt er seine verwirrte Mutter ab. Viola, die dies nicht lange mitansehen kann,  entscheidet sich dazu, dass Heim ein wenig zu erkunden und lernt dabei die 90-jährige Lea kennen. Trotz ihres Alter wirkt sie auf den Leser eher wie eine weise 40-jährige, da sie keinerlei alterbedingte Schwächen aufzuweisen scheint.

Lea und Viola freunden sich schnell an, da Viola in der alten Frau die Ruhe findet, die sie bei ihrem Mann nicht bekommt. Lea erzählt ihr von ihrer Zeit als Missionarin in China und von ihrer Familie, was Viola des öfteren zum nachdenken bringt. Generell scheint Viola von Kapitel zu Kapitel nachdenklicher zu werden und ihr momentanes Leben in Frage zu stellen.

Man erfährt, dass Viola sich als junges Mädchen immer nach ihrem Seelenverwandten gesehnt hat, und dass sie glaubte, ihn in Axel gefunden zu haben. Doch heute stellt sie diese Tatsache in Frage, besonders seit Axel unter seiner schweren Krankheit gelitten hat. Er hat sich zunehmend verändert, ist cholerisch und seiner Frau gegenüber herrisch. Und obwohl Viola eine recht kluge Frau zu sein scheint, kommt für sie eine Trennung nicht in Betracht. Wobei dies auf dem Leser eher wie eine verzweifelte Hoffnung erscheint, dass sich alles wieder zum Guten wendet. Denn mit Verstand hat dies nichts zu tun. Dennoch ist Viola eine sehr nachdenkliche Frau und genau deshalb scheinen Leas Geschichten sie auch so sehr zu faszinieren, denn die Familiengeschichte der alten Frau gibt selbst dem Leser an dem ein oder anderen Punkt zu denken.

Als Leser erwischt man sich das ein oder andere Mal wie man sich fragt, wie man selbst wohl an Violas Stelle handeln würde. Vor allem da Axel grundsätzlich so tut als ob alle um ihn herum auf ihn angewiesen wären und er der Held des Tages ist. Dabei ist dies genau umgekehrt der Fall. Axel verhält sich absolut weltfremd und auf den Leser wirkt er einfach nur unsympathisch. Besonders seine teils abwertenden Kommentare gegenüber seiner Frau dürften wohl bei niemandem auf Verständnis stoßen. Umso verständnisloser steht man deshalb Viola gegenüber, die zwar durchaus eine intelligente Frau zu sein scheint aber sich dennoch immer wieder von ihrem Mann als klein und unbedeutend abstempeln lässt. Leider hat mir Violas Bereitschaft, dieses Verhalten einfach so hinzunehmen überhaupt nicht gefallen. Was meine Lesefreude dann allerdings aufrecht erhalten hat, waren die durch Lea beeinflussten nachdenklichen Minuten von Viola. Sehnsüchtige Gedanken und das Streben nach Besserem möchte ich lesen und nicht eine Frau, die sich von ihrem gestörten Ehemann alles gefallen lässt.

Was mit allerdings bis zum Schluss ein Rätsel war, sind die Kurzgeschichten die Viola von Lea erhalten hat, und die als einzelne Kapitel mitten in die Geschichte eingearbeitet sind. Allesamt haben etwas mit Verlust und Einsamkeit zu tun, doch wie man dies nun auf Violas oder Leas Leben beziehen soll, ist und bleibt mir ein Rätsel.

Fazit:
Alles in allem emfpand ich „Das verborgene Haus“ als eine durchaus interessante Geschichte. Ich habe schon lange kein Buch für Erwachsene mehr gelesen, und umso mehr hat mir natürlich die Abwechslung gefallen, dass man es mit einer nachdenklichen erwachsenen Protagonistin zu tun hat.
Leider hat es mir absolut nicht gefallen wie Viola das Verhalten ihres Mannes einfach so hinnimmt ohne zu handeln. Doch umso erfreulicher waren dann die Passagen, die malerisch Violas Gedanken und Sehnsüchte schildern. Wer ein Buch für Zwischendurch mit einem etwas anspruchsvollerem Hintergrund sucht, wird seine Freude an dem Buch haben.

Sonntag, 6. Januar 2013

[BOOK TAG] Dies oder Das

Heute Nachmittag habe ich ein wenig durch die englische Booktuber Community gestöbert und bin dabei auf einen Tag gestoßen, den ich für Zwischendurch mal ganz interessant fand, da dieser auch viel über die Lesegewohnheiten einer Person verrät.
Die Rede ist von den This or That Tag (zu deutsch: Dies oder Das Tag). Ins Leben gerufen wurde dieser Tag von der englischen Buchtuberin "AurasBookBox".

Also Los gehts =)

Frage 1: Hörbuch oder gebunden?

Definitiv gebunden! Ich habe nichts gegen Hörbücher und ab und zu höre ich mir auch welche an, aber es ist immernoch etwas anderes wenn jemand Fremdes das Buch vorliest und wenn man es selber liest. 
Beim Vorlesen entsteht auch automatisch immer eine gewisse Interpretation des Inhaltes und wenn ich ein Buch das erste Mal in der Hand halte, möchte ich es selbst interpretieren. Ich möchte mir selber vorstellen, wie ein Charakter seine Sätze betont und wie die Stimmlage dieser Person aussieht. Bei Hörbüchern werden einem diese Dinge vorweg genommen und dementsprechend fällt die Wahl für mich definitiv  auf die gebundenen Bücher.

Frage 2: Taschenbuch oder Hardcover?

Grundsätzlich finde ich Hardcover Ausgaben besser. Sie sind stabiler, hinterlassen keine Rillen auf dem Buchrücken und sehen einfach mehr nach einem Buch im Regal aus als ein kleines Taschenbuch.
Zwar sind Taschenbücher durchaus handlicher für unterwegs, aber da ich eh der Typ bin, der ein Buch Zuhause auf der Couch liest, fällt meine Wahl ganz eindeutig auf Hardcover.

Frage 3: Fiction oder Nicht-Fiction?

Das ist mit einer der schwersten Fragen, denn beides hat seine Vor- und Nachteile. Wenn ich aber jetzt danach gehe, was ich mehr lese, fällt die Wahl eindeutig auf Fiction. In meinem Regal befinden sich vielleicht 2/3 Bücher mit fiktivem Hintergrund und ungefähr 1/3 mit realem Hintergrund. Dementsprechend gewinnen hier die Fiction Bücher gegenüber den Nicht-Fiction Büchern.

Frage 4: Fantasy oder Reale Welt?

Ich denke meine Wahl fällt auf Fantasy. Denn auch Fantasy kann durchaus in der realen Welt spielen, nehme man zum Beispiel das Urban Fantasy Genre. Außerdem finde ich einen Mix aus Beidem immer ganz interessant weil man seine eigene Welt so mal aus ganz anderen Augen sieht.

Frage 5: Harry Potter und Twilight?

Harry Potter! Alleine schon weil daran soviele Kindheitserinnerungen hängen. Harry Potter vermittelt so viele wichtige Werte, da könnte Twilight in Millionen von Jahren nicht herankommen.

Frage 6: Kindle, I-Pad oder anderes?

I-Pod. Die Paar eBooks die ich besitze lese ich endweder auf meinem IPod oder auf meinem Handy. Von Kindles oder generell eBook Readern halte ich nicht viel.

Frage 7: Kaufen oder Ausleihen?

Definitiv Kaufen! Für einen echten Bookaholic gibt es einfach nichts schöneres als in einem Bücherladen zu stöbern und dann dieses Gefühl zu erleben, dass man dieses Buch mit nach Hause nehmen UND BEHALTEN darf XD Außerdem riechen gekaufte Bücher besser als geliehene.

Frage 8: Im Buchladen oder Online kaufen?

Im Buchladen kaufen ... Denn wenn das Buch einen Makel hat, kann man das Buch sofort zurückgehen lassen oder sich gleich ein anderes Exemplar schnappen ;)

Frage 9: Trilogie oder eigenständiges Buch?

Ich bin ein großer Fan mehrteiliger Buchserien. Einfach weil die Geschichte dann länger dauert und man somit mehr von seinen Lieblingscharakteren lesen kann ;)

Frage 10: kurzes Buch oder dicker Wälzer?

Da bevorzuge ich die goldene Mitte. Ein Buch darf nicht zu lang sein und sich unendlich in die Länge ziehen. Allerdings darf es auch nicht zu kurz sein, da gewisse Dinge einfach länger brauchen sollten um geschildert zu werden.

Frage 11: Romanze oder Action?

Hmmm ich denke meine Wahl fällt auf Action. Bei zuviel Romantik in einem Buch fehlt mir einfach der Unterhaltungsfaktor und die Spannung. Ein Liebesdreieck oder die berühmte Liebe auf den ersten Blick gibt mir als Leser einfach nichts wo ich sage "wow das Buch ist wirklich unterhaltsam und spannend". Dazu gehört einfach noch ein gewisses Maß an Action was das ganze rasant und vor allem interessant macht.

Frage 12: Eingekuschelt in eine Decke oder beim Sonnenbaden?

Definitiv in eine Decke eingekuschelt. Beim Sonnenbaden besteht die Gefahr dass Strandsand oder Sonnencreme auf mein Buch kommen könnte :D

Frage 13: Heiße Schokolade oder Latte Macchiato?

Heiße Schokolade gehört einfach zum Lesen dazu ;)

Frage 14: Rezension lesen oder selber entscheiden?

Bei Büchern die keine Bestseller Garantie liefern in meiner Meinung und bei denen ich mir unsicher bin vom Potenzial lese ich mir grundsätzlich vorher Rezensionen durch.