Sonntag, 12. Mai 2013

[Rezension] "Gebannt - Unter fremdem Himmel" von Veronica Rossi

© Oetinger Verlag
Produktinformationen:
Originaltitel: Under the Never Sky
Autor: Veronica Rossi
Verlag: Oetinger Verlag
Serie:  Aria und Perry (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 432 Seiten
ISBN: 978-3-7891-4620-6
Preis: 17,95€ [D]; 18,50€ [A]

Website zur Trilogie:

Inhalt:
Seit die Welt vor mehreren hundert Jahren von einem verheerenden Sturm fast zerstört wurde, errichteten die Menschen Glaskuppeln, unter denen sie behütet und geschützt sind. Eine von ihnen ist die siebzehnjährige Aria.

Mit ihren Freunden lebt sie ein friedfertiges Leben in der Sphäre Reverie, doch dann begeht sie einen fatalen Fehler und Aria wird in die Wildnis außerhalb der Kuppeln verbannt.

Dort trifft sie auf Perry, einen Barbaren der Außenwelt. Die beiden schließen widerwillig einen Pakt, da sie beide auf die Hilfe des anderen angewiesen sind. Doch was als notgedrungene Abmachung beginnt, entwickelt sich schon bald in eine Liebe die nicht sein kann ...


Backround Infos:
„Gebannt – Unter fremdem Himmel“ ist  der Auftakt einer dystopischen Trilogie und wurde in über 20 Sprachen übersetzt. Warner Bros. hat sich bereits die Filmrechte an dem Projekt gesichert.



Rezension:
Auch in diesem Buch haben wir es mit einer typischen dystopischen Welt zu tun, die vor vielen Jahren von einer Katastrophe heimgesucht wurde und in der die Menschen sich nunmehr mit Glaskuppeln vor dem verheerenden Ätherstürmen der Außenwelt schützen.

Die Gesellschaft innerhalb der Kuppeln (auch Sphären genannt) ist geprägt von technischem und medizinischem Fortschritt, sodass jeder Mensch weit über hundert Jahre alt wird. Jedoch findet das soziale Miteinander fast auschließlich über sogenannte Smarteyes statt. Dies sind kleine vor das Auge gespannte Displays, die die Menschen zur Vernetzung untereinander nutzen, oder um die Zeit in ihren eigenen Welten zu verbringen.

Die Protagonistin des Buches ist die siebzehnjährige Aria. Die Geschichte beginnt, als sie und ihre Freunde in eine verbotene Sphäre einbrechen und dort ungewollt ein Feuer entfachen. Zeitgleich lernen wir den zweiten Protagonisten kennen: Peregrine, oder einfach nur Perry. Er ist ein Wilder aus der Außenwelt und bricht während des Feuers in die Sphäre ein. Dabei hat er eine unschöne Begegnung mit einem von Arias Freunden und rettet sie daraufhin aus dem Feuer. Noch bevor Aria wieder zu Bewusstsein kommt, sucht er das Weite, jedoch nicht ohne vorher ihr durch das Unglück zerstörte Smarteye einzustecken.

Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse. Aria wird für ihr Vergehen aus den Kuppeln verbannt und in der Außenwelt ausgesetzt. Perry, dem im Leben nicht wichtiger ist, als seine Familie, wird von ein paar Sphärensoldaten aufgesucht. Diese entführen seinen Neffen und fordern für seine Freilassung die Aushändigung von Arias Smarteye.

Bis zu diesem Punkt ist die Geschichte spannend erzählt, alleine schon deshalb, weil man mit all den Details über Arias und Perrys Welt konfrontiert wird. Da die Geschichte außerdem abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten geschildert wird, bekommt man einen umfangreicheren Einblick in deren Sichtweisen und wie sie jeweils eine Situation wahrnehmen.

Als Aria und Perry sich dann also in der Außenwelt über den Weg laufen, schließen die beiden widerwillig einen Pakt: Perry hilft Aria in der Wildnis zu überleben und sie hilft ihm im Gegenzug, seinen entführten Neffen Talon zu finden. So weit so gut. Zunächst machen die beiden sich auf nach Delphi, einer Art Festung in der Außenwelt, die ihnen Schutz gewähren soll. Auf der Reise dorthin passiert allerdings nichts großartig spannendes und man hat das Gefühl, dass sich dieser Teil unendlich in die Länge zieht. Natürlich soll währenddessen nur die Beziehungsentwicklung der Protagonisten im Mittelpunkt stehen, aber damit dies alleine den Leser kompromisslos unterhält, muss die Protagonisten schon etwas Besonderes verbinden oder eine enorm gute Chemie zwischen den beiden existieren. Leider ist weder das eine, noch das andere der Fall.

Ich weiß wirklich nicht, woran es liegt, aber Perry wird einem als Leser sofort sympathisch, weil man viele seiner Gefühle geschildert bekommt und er im wesentlichen eine Ruhe und Wärme ausstrahlt, die ihn erwachsender wirken lassen, als er eigentlich ist. Bei Aria hingegen spürt man als Leser keinerlei Tiefgang. Ihre Handlungen sind nicht nachvollziehbar weil sie dem Leser viel zu wenig von ihren Gefühlen preisgibt und dementsprechend kann man auch nicht verstehen, weshalb sie sich plötzlich in Perry verliebt. Das macht die Beziehung zwischen den beiden einfach so unauthentisch, was ich total schade finde, weil hier das Potenzial geradezu mit Füßen getreten wurde.

Eine andere Sache die mir einiges an Rätsel aufgegeben hatte, ist Arias Vater. Da erfährt sie endlich, wer das y Chromosom zu ihrer Zeugung beigetragen hat und das ist genau fünf Minuten für sie interessant. Danach wird das kein einziges Mal mehr erwähnt, geschweige denn, dass es Aria zu interessieren scheint. Ich meine auch wenn sie in einer der Kuppeln aufgewachsen ist und die Bewohner dort alle von Realitätsverlust geplagt sind, dank der Smarteyes, so ist Aria dennoch ein Mensch aber sie handelt einfach nicht so.

Interessant fand ich jedoch die Rasseneinteilung unter den Außenbewohnern. Die Menschen dort haben nämlich jeweils eine besondere Gabe: endweder sind sie Seher, Horcher oder Witterer. Sprich die entsprechenden Sinne sind extrem gut ausgebildet und stellen einen hohen Wert für die jeweiligen Stämme da. Deshalb ist es den Barbaren nicht erlaubt ihre Sinnesrassen untereinander zu vermischen. Perry, seines Zeichens Witterer und Seher, ist demnach zwiegespalten wie die Beziehung mit Aria verlaufen soll, denn seine Gaben sind zu wertvoll um sie zu vermischen. Wieder ein Punkt warum die Beziehung so schön hätte ausgeschmückt werden können.

Was auch noch erwähnt werden sollte, sind die Nebencharaktere. Denn eine Geschichte lebt schließlich nicht nur von seinen Hauptdarstellern. Wer mir besonders gefallen hat, war Perrys bester Freund Roar. Er ist einfach der ultimative beste Freund, den sich so wahrscheinlich jeder wünschen würde und als Leser schließt man ihn sehr schnell ins Herz weil er seine eigene traurige Geschichte hat. Neben ihm gibt es noch einen weiteren Charakter, der glaube ich, im Laufe der Folgebände noch eine wichtige Rolle spielen wird. Dabei handelt es sich um den Jungen Cinder, der eine einzigartige Gabe besitzt, von der man nicht weiß, wie  diese überhaupt in ihm manifestiert hat und ob diese Gabe noch weitere Kinder haben.

Der letzte Part der Story ist dann nochmal eine hundertachtzig grad Wendung zu allem, was bereits geschehen ist. Ungeahnte Tatsachen kommen ans Licht und das nächste Abenteuer ist bereits absehbar. Dennoch ist das Ende gleichzeitig auch ein wenig wehmütig, weil das Schicksal der beiden Protagonisten einfach nicht absehbar ist.

Fazit:
„Gebannt – Unter fremdem Himmel“ mag zwar seine Schwächen haben, jedoch ist die Geschichte an sich toll zu lesen und besonders Perry ist ein Protagonist den man einfach in sein Herz schließen muss. Wer mehr Wert auf eine ausgeklügele Dystopie als auf eine nachvollziehbar geschilderte Beziehung der Protagonisten legt, der dürfte in Veronica Rossis Debüt Roman vielleicht schon sein nächstes Lieblingsbuch gefunden haben.

Freitag, 10. Mai 2013

[Cover Revealed] Allegiant (Divergent - Die Bestimmung #3)

Ein paar Tage ist es her, dass Veronica Roth den Titel ihres dritten Divergent Romanes preisgegeben hat und nun dürfen wir auch das Cover zu "Allegiant" bestaunen.
"Allegiant", was soviel wie treu oder loyal bedeutet, wird den Leser an einige neue Schauplätze führen und zeigen, was Treue und Loyalität in einem Menschen alles verändern können.

©  HarperCollins Children's Books



Donnerstag, 9. Mai 2013

[Büchervorschau] LYX Verlag Herbst-/Winterprogramm 2013/2014

Auch der LYX Verlag hat nun endlich seine Vorschauen für Herbst/Winter 2013/2014 mit Bildern veröffentlicht. Mit dabei sind neue Romane von Wolfgang Hohlbein, Lynsay Sands, sowie der Auftakt zu einer neuen Buchreihe von Katie MacAlister.

Cover und Kurzbeschreibung
© Egmont Lyx
"So Still die Toten" von Mary Burton
Originaltitel: Merciless
Autor: Mary Burton
Verlag: Egmont LYX
Serie:  (Band 4)
Format: Taschenbuch
Seiten: 350 Seiten
ISBN: 978-3-8025-9104-4
Preis: 9,99€ [D]; 10,30€ [A]

Erscheint am 17. Oktober 2013

Kurzbeschreibung:
Nur ein Haufen Knochen – mehr lässt der Killer von seinen Opfern nicht übrig. Detective Malcolm Kier hat den Verdacht, dass der sadistische Arzt Dr. James Dixon der Mörder ist. Erst vor Kurzem hat Anwältin Angie Carlson vor Gericht einen Freispruch für ihn erwirkt. Tötet Dixon nun weiter und hat womöglich sogar Angie selbst im Visier?
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Cover und Kurzbeschreibung
© Egmont Lyx
"Lothaire" von Kresley Cole
Originaltitel: Lothaire
Autor: Kresley Cole
Verlag: Egmont LYX
Serie: Immortals After Dark (Band 11)
Format: Taschenbuch
Seiten: 450 Seiten
ISBN: 978-3-8025-9102-0
Preis: 9,99€ [D]; 10,30€ [A]

Erscheint am 17. Oktober 2013

Kurzbeschreibung:
Getrieben von Rachedurst will der Vampir Lothaire die schöne Sterbliche Elizabeth Peirce töten. Doch nachdem er sie entführt hat, fühlt er sich schon bald unwiderstehlich zu ihr hingezogen. Kann er seine dunkle Vergangenheit vergessen, um mit Elizabeth eine gemeinsame Zukunft zu finden?
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Cover und Kurzbeschreibung
© Egmont Lyx
"Immortal Guardians - Verfluchte Seelen" von Dianne Duvall
Originaltitel: Phantom Shadows
Autor: Dianne Duvall
Verlag: Egmont LYX
Serie: Immortal Guardians (Band 3)
Format: Taschenbuch
Seiten: 380 Seiten
ISBN: 978-3-8025-8662-0
Preis: 9,99€ [D]; 10,30€ [A]

Erscheint am 17. Oktober 2013

Kurzbeschreibung:
Dr. Melanie Lipton kennt sich in der Welt der Unsterblichen aus wie kaum ein anderer Mensch. Der attraktive Einzelgänger Sebastien Newcombe hat es ihr besonders angetan. Auch Bastien fühlt sich zu der Ärztin hingezogen. Doch sie zu lieben, hieße, sie in große Gefahr zu bringen.
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