Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] "Crossfire Band 2 - Offenbarung" von Sylvia Day

Buchinformationen:
Originaltitel: Reflected in You
Autor: Sylvia Day
Verlag: Heyne Verlag
Serie: Crossfire (Band 2)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 416 Seiten
ISBN: 978-3-453-54559-5
Preis: 9,99€ [D]; 10,30€ [A]

Englische Website der Autorin:
http://www.sylviaday.com/




Inhalt:
Eva und Gideon sind jetzt ein paar Wochen zusammen. Doch da muss Gideon auch schon für zwei Wochen auf eine Geschäftsreise. Eva entscheidet auch eine Auszeit zu nehmen und nimmt Cary mit. Die Drei fliegen zwar zusammen, doch Gideon ist trotzdem sehr distanziert. Eva beschleichen die ersten Zweifel an der Stabilität ihrer Beziehung, besonders als Gideon anfängt, sie auf Schritt und Tritt bewachen zu lassen. Auch seine Vergangenheit wird immer mehr zur Belastung für die junge Liebe, denn Eva hat immernoch nicht erfahren, was in ihm einst das grauenhafte Trauma ausgelöst hat.

Als dann auch noch Evas Exfreund auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse und sowohl Eva als auch Gideon müssen entscheiden, ob sie wirklich so gut füreinander sind, wie sie es die ganze Zeit über dachten …

Backround Infos:
„Offenbarung“ ist der zweite Teil der „Crossfire“ Serie von Sylvia Day. Ursprünglich war die Serie als Trilogie geplant, wurde jedoch von der Autorin auf fünf Bände gestreckt.
Bis jetzt sind vier Bände auf Deutsch veröffentlicht worden. Mit einem Klick geht es zu meiner Rezension.
2.       „Crossfire – Offenbarung“
3.       „Crossfire – Erfüllung“
4.       „Crossfire – Hingabe“

Die Coverdesignerin Nele Schütz hat bereits mehrere Buchcover für den Heyne Verlag entworfen, unter anderem auch das für die „Plötzlich Fee“ Reihe und diverse Bücher von Carly Phillips.

Rezension:
Eva und Gideon sind nun ein paar Wochen zusammen und Eva muss sich damit abfinden, nun auch eine Person des öffentlichen Lebens zu sein. So ganz kann sie sich noch nicht mit ihrem neuen Leben anfreunden, da sie immernoch Ängste aus der Vergangenheit beschleichen. Denn weder sie noch irgendwer sonst weiß wo Nathan sich gerade aufhält und ob er nicht schon längst durch die Zeitung Evas Aufenthaltsort herausgefunden hat. Wobei ich mich doch das ein oder andere Mal gefragt habe, warum Gideon nicht einfach ein hübsches Sümmchen springen lässt, damit keine Bilder in der Zeitung von Eva abgedruckt werden. Aber wie dem auch sei, das ist nicht der ausschlaggebende Punkt um den es in der Geschichte geht.

Man könnte fast sagen, dass sich die Beziehung zwischen Gideon und Eva mittlerweile in eine Art Besessenheit verwandelt hat. In Evas Kopf dreht sich alles nur noch um Gideon; wie es ihm geht und wann sie sich treffen und wann sie endlich mehr aus seiner Vergangenheit erfährt. Gideon hingegen trägt seinen Part zum Thema Besessenheit bei, indem er Eva bewachen lässt, rund um die Uhr. Nicht dass eine Frau nichts damit anfangen kann, wenn ihr immer der hauseigene Chauffeur hinterhergeistert. Aber Eva passt das ganze überhaupt nicht. Weshalb sollte Gideon so viel Kontrolle über sie haben, während sie selber nicht mal etwas über seine Vergangenheit erfährt. Ich muss sagen, dass sind die Punkte an denen ich mir denke: Danke Eva, dass du es auch mal merkst!
Das Problem ist allerdings, dass sie ziemlich schnell wieder zurückrudert, wenn sie merkt, dass Gideon mit ihrem Verhalten dann nicht einverstanden ist. Also von weiblicher Emanzipation kann man hier nur in Maßen sprechen. Wenn man Eva aber mit ihrem Pendant aus Shades of Grey vergleicht, hat sie immernoch mehr Rückgrad als Anastasia Steele.

Während es im ersten Teil noch darum ging, den Reiz des Neuen auszuleben, haben Eva und Gideon jetzt einen Punkt erreicht, an dem sie lernen müssen, an ihrer Beziehung zu arbeiten. Leider hat besonders Gideon seine Probleme damit, denn dieser glaubt nach wie vor, dass es das Beste für Eva ist, wenn sie so wenig wie möglich über seine Vergangenheit weiß. Eva sieht das natürlich ganz anders, und fühlt sich distanzierter denn je zu ihrem Freund. Besonders Gideons Exfreundin Corinne spielt dabei eine große Rolle, denn ihr scheint er um einiges mehr anvertraut zu haben, als Eva. Dies schürt natürlich die Eifersucht und Verlustängste bei ihr, doch Gideon besteht weiterhin darauf, dass Corinne nichts weiter als eine gute Freundin ist.
Dadurch dass man als Leser ja nur Evas Sicht mitbekommt, ist Gideon auch für mich selbst relativ undurchschaubar gewesen.  Einen Tag benimmt er sich extrem fürsorglich und am nächsten ist er wieder total distanziert. Was aber die ganze Zeit bleibt, ist die sexuelle Spannung zwischen den Beiden. Da schwankt definitiv nichts. Im Vergleich zum ersten Band kann ich aber definitiv sagen, dass die Beschreibung der Sex Szenen um einiges besser geworden ist. Während ich bei „Versuchung“ doch das ein oder andere Mal schmunzeln musste über die angewandte Wortwahl der Autorin, fand ich die Umschreibungen doch um einiges angenehmer zu lesen in diesem Band.
Dieses Mal hatte ich aber fast das Gefühl, dass die eigentliche Geschichte stärker war, als der Erotikpart. Sprich, die zwischenmenschlichen Handlungen waren für mich als Leser in diesem Buch viel herausragender, als die Sex Szenen. Auch wenn Gideon das ein oder andere die Probleme lieber mit Sex löst, als sich einer Konfrontation zu stellen.

Eine interessante Wendung nimmt die Geschichte dann plötzlich, als Evas Exfreund Brett Kline auftaucht. Für Eva ist dies ein wunder Punkt aus der Vergangenheit, der dennoch für ein kleines Liebesdreieck sorgt. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass man ein bisschen mehr über die Beiden lesen kann, aber ich schätze mal, dass das wohl im Folgeband eine große Rolle spielen wird. Jedenfalls wirft sein Auftauchen nochmal sozusagen eine Bombe in die brennende Bude.

Als man dann jedoch erfährt, weshalb Gideon sich im Laufe des Buches immer mehr distanziert hat, blieb selbst mir die Kinnlade offen stehen, weil ich mit dem was dann kam einfach nicht gerechnet hab. Das Ende der Geschichte war einfach richtig richtig gut. Ein absolut würdiger Höhepunkt kann man fast sagen.

Fazit:
Auch Band 2 der Crossfire Serie hat mich wieder sehr gut unterhalten. Es gab einige Wendepunkte in der Geschichte, die mich dazu gebracht haben, konstant auch ein Interesse an den Charakteren zu haben. Ich meine viele werden das Problem kennen, wenn sich zu dem Partner plötzlich eine Distanz auftut und man sich das Ganze nicht erklären kann. Glücklicherweise hat man mit Eva auch eine Protagonistin, mit der man sich einfach identifizieren kann und somit die Geschichte quasi selbst miterlebt. Für mich ist „Offenbarung“ wieder ein absoluter Volltreffer, der Lust auf eine Fortsetzung macht.

Kommentare:

  1. Viel Spaß bei den folgenden Bänden.Leider habe ich im Augenblick nicht so viel Zeit zum Lesen .

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    1. Das Zeitproblem nagt momentan leider auch an mir =/ Ich kann längst nicht soviel lesen wie ich gerne würde.

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