[Rezension] "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" von Sabaa Tahir

Buchinformation


Originaltitel: An Ember in the Ashes          Autor: Sabaa Tahir          Verlag: Lübbe ONE
Format: gebunden mit Schutzumschlag    Seiten: 507 Seiten   
ISBN: 384-660-0091       Preis: 16,99€ [D]

Erschienen am 15. Mai 2015

Inhalt

Laia hat durch die Hand des Imperiums alles verloren. Als man auch ihr nach dem Leben trachtet und ihren Bruder entführt, muss sie fliehen und gerät in die Hände von Rebellen. Diese missbrauchen sie für ihre Zwecke und schleusen sie als Spionin in das Haus der Kommandantin ein. Doch für Laia zählt nur eines: ihren Bruder aus den grausamen Händen des Imperiums zu befreien.

Elias ist in seinem letzten Ausbildungsjahr als Elitekämpfer für das Imperium. Doch sein Schicksal als totbringende Maske widerstrebt ihm und immer wieder stellt er in Frage, ob er seine Zukunft voll und ganz dem Imperium widmen kann. Als er dann auf die versklavte Laia trifft, werden seine Glaubenssätze abermals auf den Kopf gestellt.

Rezension

„Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ ist momentan einer der am meisten gehypten Bücher in der Blogger Community. Und wie das mit solchen Büchern nun mal so ist, will jeder natürlich wissen, was an diesem Hype eigentlich dran ist. Gerade sowas macht mich immer neugierig, weil man dann auch eine gewisse Erwartungshaltung dem Buch und der Geschichte gegenüber bekommt.

Die Geschichte spielt in dem sogenannten Imperium, das vom gesellschaftliche Aufbau her sehr an die römische Antike erinnert. In dem Buch geht es um zum Einen um Laia, ein Mädchen aus dem gemeinen Volk. Ihre Familie wird von den sogenannten Masken, Elitekämpfer des Imperiums, ermordet und ihr Bruder entführt. Ihnen wird vorgeworfen Sympathisanten des Widerstandes zu sein. Laia schafft es zu entkommen, läuft jedoch geradewegs dem Widerstand in die Arme. Sie schafft es einen Deal mit ihnen auszuhandeln, sodass sie als Sklavin an die Kommandantin der Schwarzkliff Akademie verkauft wird um für den Widerstand zu spionieren und die Rebellen ihr im Gegenzug helfen, ihren Bruder zu befreien.

Protagonist Nummer zwei ist Elias, ein Junge mit überraschendem Familienhintergrund und angehender Elitekämpfer des Imperiums. Seit seiner Kindheit wird er in der Schwarzkliff Akademie trainiert um eine Maske zu werden, ein totbringender Soldat im Dienste des Imperators. Doch Elias ist mit seinem Schicksal nicht ganz im Reinen.

Gleich vorweg muss ich leider sagen, dass das Buch nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat. Zugegebenermaßen waren diese aber auch extrem hoch. Der Grund warum ich dann so enttäuscht war, ist einfach dem Plot geschuldet. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendetwas passiert, was einem nicht schon aus anderen Büchern bekannt vorkommt. Der Handlungsverlauf ist meiner Meinung nach sehr vorhersehbar und so gerne ich vor allem aus Elias Perspektive gelesen habe, ich kam nicht an diesen Punkt wo ich mir dachte „wow das ist den Hype echt wert“.

Gerade als sich im Laufe der Geschichte dann die Wege von Laia und Elias kreuzen hab ich eine viel dramatischere Wendung des Plots erwartet. Doch stattdessen entsteht eine sehr gezwungene Romanze, bei der man keinerlei Chemie zwischen den Charakteren spüren kann. Ich glaube dies liegt zum größten Teil daran, dass Elias und Laia einfach grundsätzlich so verschieden sind, dass da auch einfach nichts harmonieren kann.

Elias ist ein typischer Krieger Typ. Er ist willensstark, mutig und klug. Ihm nimmt man das, was er denkt, ohne zu zögern ab. Seine Abneigung gegen das Imperium zeigt sich nicht nur dadurch, dass er sich weigert seine Maske pausenlos zu tragen sondern auch durch seine Fluchtgedanken. Er möchte frei sein und nicht im Dienste eines grausamen Imperiums dessen Feinde niedermetzeln und Schrecken verbreiten. Rein vom Lesefeeling hab ich Elias‘ Kapitel so unglaublich gerne gelesen. Besonders die Szenen mit seiner besten Freundin Helena haben mir echt gut gefallen. Helena ist ebenfalls eine Masken Anwärterin in der Schwarzkliff Akademie und eine absolute Power Frau, der man ihre Rolle ebenso abnimmt wie Elias. Ich hätte so gerne mehr über sie erfahren aber leider hat sie es nur  zu einem Nebencharakter in der Geschichte geschafft.

Bei Laias Kapiteln hab ich hingegen echt Probleme gehabt, mich überhaupt in das Geschehene hineinzuversetzen. Bei manchem Punkten dachte ich mir wirklich nur, das Mädchen hat mehr Glück als Verstand. Ich hatte ein wenig das Gefühl, die Autorin hat zwar versucht aus Laia eine mutige und selbstbewusste junge Frau zu machen, aber die meiste Zeit kam sie mir einfach nur schwach vor. Klar sie mag tapfer sein bei dem was sie als Sklavin der grausamen Kommandantin alles einstecken muss, jedoch versteh ich nicht wieso man sie als große Heldin der Geschichte einsetzt, wenn sie das gesamte Buch hindurch nur durch die Hilfe Anderer überlebt. Selbiges gilt für ihre selbst auferlegte Mission ihren Bruder zu befreien. Sie verlässt sich gutgläubig darauf, dass die Rebellen ihren Bruder befreien wenn sie die Drecksarbeit erledigt. Genauso gut hätte sie sich einfach einen Verbündeten suchen können und die Rettungsaktion selber durchführen können. Dann wäre die Geschichte aber natürlich zu schnell vorbei gewesen. Mir fehlte im Großen und Ganzen einfach der Bezug zu Laia.

Fazit

Insgesamt fand ich das Buch okay. Es gibt Dinge die ich an der Geschichte wirklich mochte, aber das gewisse Etwas fehlte letzten Endes.  Gerade wenn man ein junges Mädchen als Heldin einsetzt hätte man als Autorin mit der Charakterentwicklung spielen können und viel mehr aus dem durchaus bestehenden Potential herausholen können.
Leider hatte ich auch das Gefühl dass die Geschichte nicht richtig zum Punkt gekommen ist. Natürlich gab es einen sauberen Handlungsfluss aber ich konnte am Ende nicht sagen, was genau der Sinn hinter dem Plot ist. Dadurch dass ich Elias aber wirklich mochte und seine Kapitel mich am lesen gehalten haben, würde ich das Buch dennoch weiterempfehlen.

Kommentare

  1. Hey!
    Schade, dass die Geschichte dich nicht so ganz überzeugen konnte. Ich glaube, dass wir alle mit Dystopien auch ein bisschen übersättigt sind. Da noch etwas wirklich Neues zu schreiben ist, glaube ich, gar nicht so einfach. Ich muss alelrdings gestehen, dass ich gerade von diesem Buch richtig hin und weg war. Ich konnte es kaum aus der Hand legen.
    LG
    Yvonne

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