Sonntag, 8. Mai 2016

[Rezension] "Monday Club - Das erste Opfer" von Krystyna Kuhn


Buchinformation


Originaltitel: Monday Club - Das erste Opfer | Autor: Krystyna Kuhn | Verlag: Oetinger
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 384 Seiten | ISBN:
978-3-7891-4061-7
Preis: 16,99€ [D]

Erschienen am 17. Juli 2015

Inhalt

Acht Wochen hat Faye ihre beste Freundin Amy nicht gesehen. Als sie dann plötzlich wieder in der Highschool auftaucht, ist von dem schönen und lebhaften Mädchen von einst kaum noch was übrig. Doch was ist mit ihr während der Sommerferien geschehen? Noch bevor Amy sich Faye anvertrauen kann, wird sie in einen tödlichen Unfall verwickelt.

Doch obwohl Amy zweifellos tot ist, sieht Faye sie eine Nacht später auf offener Straße. Doch kann sie ihren Augen trauen oder spielt ihr ihre Schlafkrankheit wieder einen Streich? Traum oder Realität? Faye weiß, dass diese beiden Dinge für sie nah beieinander liegen.
Und welche Rolle spielt der mysteriöse Monday Club der in ihrer Heimatstadt Bluehaven jeden Montag zusammenkommt? Faye macht sich auf die Suche nach Antworten, doch die Wahrheit fällt um einiges anders aus, als sie jemals hätte ahnen können …


Rezension

In „Monday Club“ geht es um Faye Mason, ein sechzehnjähriges Mädchen das an Idiopathischer Insomnie leidet. Durch den daraus resultierenden Schlafmangel hat sie in vielen Situationen ein Problem, die Wirklichkeit von einem Traum zu unterscheiden. Eine besondere Stütze war ihr immer ihre beste Freundin Amy. Doch diese war die kompletten acht Wochen der Sommerferien nicht in ihrer Heimat Bluehaven und auch nicht erreichbar.  Als Amy dann nach den Ferien in die Highschool zurückkehrt, verhält sie sich plötzlich wie ein anderer Mensch, geradezu traumatisiert.
Kurz darauf gesteht Amy, dass sie Faye dringend etwas erzählen müsse, doch soweit kommt es nicht. Denn nur wenige Minuten bevor die beiden Freundinnen sich treffen wollten, gerät Amy in einen tödlichen Unfall und verstirbt am Unfallort.

Die Geschichte nimmt hier einen Wendepunkt, da Faye das erste Mal in ihrem Leben anfängt ihr beschauliches Leben in Bluehaven zu hinterfragen. Getrieben durch ihre Trauer um Amys Verlust kommt sie nicht umhin zu glauben, dass hinter dem Unfall mehr stecken könnte, als man ihr weißmachen will.

Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, sodass man die Handlung mit Faye miterlebt. Gerade durch ihre Krankheit sind so ihre Gedanken und Gefühle für den Leser gut fassbar. Dazu muss ich auch sagen, dass die Autorin es echt phänomenal hinbekommen hat, die Stimmung von Faye auf mich als Leserin zu übertragen. 

Die Atmosphäre erinnert stark an Pretty Little Liars, besonders als Faye anfängt, Nachforschungen über Amys Tod anzustellen. Für Faye bricht eine kleine Welt zusammen, als sie herausfindet, was Amy ihr alles verheimlicht hat und die Geschichte beginnt hier einen richtigen Spannungsbogen aufzubauen. Denn schnell findet Faye heraus, dass nicht nur Amy ihre Geheimnisse hatte. So ziemlich jeder in ihrer näheren Umgebung scheint ihr etwas zu verheimlichen.

Schon bald gerät dann der mysteriöse Monday Club in den Fokus, der regelmäßig in Bluehaven tagt. Doch was eigentlich die Aufgabe des Clubs ist und womit dieser sich beschäftigt ist unklar. Man kommt nur nicht umhin zu glauben, dass hinter ihm mehr steckt, als es auf den ersten Blick scheint. Denn urplötzlich wird auch Fayes Freund Josh zu den Monday Club Treffen geladen und distanziert sich forthin von ihr. Ich finde es wirklich gut wie das Buch gerade die richtige Menge an Informationen preisgibt um zwar gewisse Dinge aufzuklären, aber immer noch genug Rätselstoff für den nächsten Band übrig lässt.

Und obwohl das Buch den Nebencharakteren gar nicht so viel Präsenz bietet, spielt doch im Endeffekt jeder Nebencharakter eine größere Rolle. So taucht in Bluehaven zum Beispiel plötzlich ein Fremder namens Luke Salerno auf. Genau wie Faye den Tod ihrer besten Freundin nicht einfach hinnehmen kann, so will auch Luke herausfinden ob hinter dem Tod seines Vaters in Bluehaven vor einiger Zeit nicht doch mehr steckt.

Ebenfalls zu Gute halten muss ich dem Buch, dass es keine an den Haaren herbeigezogene Liebesgeschichte gibt, die einen Schatten über die eigentliche Handlung wirft. Man hat es tatsächlich mit einer reinen Mystery Thriller Geschichte zu tun. Nun habe ich auch viele Rezensionen gelesen, in denen gesagt wurde, dass die Auflösungen von beispielsweise Amys Fall viel zu einfach war und dass man durch den extremen Spannungsbogen wohl mehr erwarten würde. Ich kann mich dem nicht anschließen, denn ich finde dass die Lösung genau richtig war für die Handlung und vor allem auch wichtig für den Folgeband.  


Fazit

Krystyna Kuhn beweist einmal mehr, dass deutsche Autoren sich nicht hinter ihren amerikanischen Kollegen verstecken müssen. Mir hat ja bereits die „Das Tal“ Reihe sehr gut gefallen, da die Autorin einen sehr guten Schreibstil hat der diese typische Thriller Atmosphäre mit spielender Leichtigkeit auf den Leser überträgt. Ich finde Monday Club ist in jedem Falle ein Must-Read wenn man gerne zu Jugendthrillern greift oder auch, wenn man sich das erste Mal an dem Genre probieren möchte.

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