Freitag, 14. Juli 2017

Mein riesen Sephora und Douglas Haul | Too Faced, Kat von D, Huda Beauty und Becca

Vor einigen Tagen habe ich bereits auf Instagram ein Foto von meinem Sephora und Douglas Haul gepostet und es hat für meine Verhältnisse wirklich viele Likes bekommen. Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut und da ich selber immernoch ganz aufgeregt bin was meine neuen Schätze angeht, wollte ich euch gerne alles detailliert in einem Blogpost vorstellen. Tatsächlich ist genau ein Teil von Douglas und der Rest stammt aus dem frisch gelaunchten deutschen Sephora/Galeria Kaufhof Onlineshop.


Fangen wir gleich mal mit einem Must-Have an, wo ich gar nicht lange überlegen musste. Für mich war von Anfang an klar, sobald Sephora seinen Shop öffnet, werde ich mir die Sweet Peach Palette kaufen. Es gibt ja viele Blogger und Youtuber, die den Geruch der Palette überhaupt nicht ausstehen können. Ich für meinen Teil finde den Geruch aber tatsächlich toll. Ob es jetzt wirklich nach Pfirsichen riecht, sei jetzt mal dahingestellt. Es riecht aber auf jeden Fall sehr süßlich und lecker!


Das wichtigste an einer Lidschatten Palette ist aber nicht der Geruch, sondern die Farben. Mein Hautton schwankt je nach Jahreszeit zwischen hell und leicht gebräunt. Und die Farben in der Palette schmeicheln beidem. Sie sind alle sehr tragbar im Alltag und durch die Paech Töne mal etwas Besonderes im Vergleich zu den regulären Nude Tönen. Allerdings glaube ich, dass ich bevorzugt im Frühling und Sommer zur Sweet Paech Palette greifen werde und im Herbst und Winter dann lieber wieder auf etwas dunklere Töne umsteige.


Ein weiterer großer Wunsch von mir war die Alchemist Highlighter Palette von Kat von D. Ich habe vorher schon gehört, dass die Highlighter sehr klein sein sollen, aber in echt kamen sie mir fast noch kleiner als erwartet vor. Sie sind gerade mal so groß wie ein 1€ Stück. Jedoch bin ich so begeistert von der Palette, dass ich mich gar nicht lange darüber aufregen möchte.



Sobald ich die Highlighter das erste Mal geswatched habe, war ich sofort verliebt. Ich habe einfach eine Schwäche für Duochrome Highlighter. Für ein auffälliges Abend Makeup kann man soviel damit anstellen, aber auch im Alltag trage ich diese gerne leicht aufgetragen, nur mit Foundation und Maskara geschminkt. Besonders im Augen Innenwinkel machen sich Duochromes immer ganz wundervoll.


Da ich mich einmal quer durch alle Marken gekauft habe, machen wir nun weiter mit den Liquid Lipsticks von Huda Beauty. Bei der Farbauswahl ist mir gleich aufgefallen, dass diese eher für Mädels mit einem dunkleren Hautton gemacht sind. Nichts desto trotz habe ich mich an die Farbe "Muse" herangewagt, ein schönes Bordeauxrot. Wenn ich nicht gebräunt bin, sieht er tatsächlich etwas zu dunkel an mir aus. Aber mit einem Teint der so richtig schön von der Sonne geküsst wurde, ist die Farbe mit Sicherheit der Knaller. Vielleicht kommt der Sommer ja noch zu uns.


Als nächstes habe ich mir einen der Sweethearts Blushes in der Farbe "Peach Beach" von Too Faced gegönnt. Die Farbabgabe ist tatsächlich nicht so gigantisch, aber dafür zaubert der Blush einen zart gebräunten Effekt auf den Wangen. Mich ärgern die Schimmerpartikel ein bisschen, weil die teilweise doch sehr stark glitzern wenn man in der Sonne ist. Aber trotzdem gefällt mir die Farbe ganz gut und ich werde noch ein wenig damit herumexperimentieren.



Mein letzter Artikel der Sephora im Warenkorb gelandet ist, ist die Too Faced Natural Love Palette. Meine Lieblingstöne waren gleich von Anfang an "Kittens" und "Bunny Nose". Ich finde die Farbauswahl wirklich sehr gelungen, auch wenn die Lidschatten von der Qualität alle sehr unterschiedlich sind. Man muss halt ein bisschen herumprobieren um das beste Ergebnis zu erzielen.


Hier nochmal ein paar Swatches meiner Lieblingstöne (von oben nach unten): Bunny Nose, Kittens, Fairytale, Honeymoon, Love Bug

Mein letztes Schätzen habe ich mir bei Douglas bestellt. Da diese ja nun auch Becca in ihr Sortiment übernommen haben, konnte ich nicht widerstehen und habe mir den Prysmatic Amethyst Highlighter gegönnt. Meine Liebe zu Duochrome Highlightern habe ich ja oben schon erwähnt, deshalb ist es auch kein Wunder, dass ich diesen hier wirklich anbete.



Wie man sieht, hinterlässt der Highlighter nur einen leichten Hauch an rosafarbenem Glow und macht sich deshalb auch perfekt im Alltag. Grundsätzlich muss man mit farbigen Highlightern ja immer vorsichtig umgehen, das es sonst wirklich seltsam aussieht. Aber auch als Ergänzung zu einem dezenten Augenmakeup macht sich der Prysmatic Amethyst wirklich gut.


Das war also mein zugegebenermaßen sehr ausschweifender Beauty Haul und diesen Monat wird hoffentlich auch nichts mehr dazukommen. Ich bin gespannt was Sephora und Douglas sonst noch so in ihre Shops aufnehmen werden, auch wenn das nichts Gutes für den Geldbeutel bedeutet. Trotzdem war es mal schön, sich so viel zu gönnen, da ich an jedem einzelnen Teil viel Freude habe. Wie schaut es bei euch aus? Was habt ihr euch schon von Sephora gegönnt?

Donnerstag, 29. Juni 2017

Die Onleihe App | nie wieder ein schlechtes Buch erwischen

Es kennt bestimmt jeder von euch. Man geht in eine Buchhandlung, sieht ein Cover und kauft das Buch. Leider bin ich auch so ein Mensch, der gerne mal nach dem Äußeren eines Buches urteilt und sich gutgläubig denkt, dass der Inhalt dem schon gerecht wird. Nicht selten erlebt man dann zu Hause die böse Überraschung und hat wenig Freude an dem Buch. Eine gute Möglichkeit um dies zu umgehen ist natürlich das Buch vorher gelesen zu haben, sei es ganz oder nur die ersten zehn Kapitel. Ich persönlich finde Leseproben immer viel zu kurz um sich ein richtiges Urteil über ein Buch erlauben zu können. Um wirklich zu wissen, ob sich der Kauf eines Buches lohnt, habe ich die Onleihe App für mich entdeckt.


Die Onleihe App ist quasi wie eine Bücherei auf dem Handy oder Tablet. Man kann in einem großen Katalog verschiedenster Kategorien stöbern und sich Bücher als Ebooks ausleihen. Alles was man dafür braucht ist ein Bibliothekskonto. Ob eure Bücherei bei der Onleihe mitmacht, erfragt ihr am besten direkt vor Ort. Einloggen kann man sich dann mit den selben Daten, die man auch für das Online Verzeichnis der jeweiligen Bücherei benutzt.


Ich selber stöbere immer gerne in den Kategorien "Jugenbücher" sowie "Romamen & Erzählungen". Die Auswahl hält weitestgehend mit gängigen Neuheiten mit. Allerdings sind diese häufig für mehrere Monate im Voraus reserviert.
Sobald ich dann ein Buch gefunden habe, was mich interessiert, entscheide ich, ob ich es als Hörbuch oder Ebook ausleihen möchte. Oftmals ist aber auch nur eines von beiden im Katalog verfügbar. Ein Hörbuch kann man für maximal 7 Tage ausleihen und ein Ebook für maximal 14. Und dann kann es eigentlich auch schon losgehen.



Praktisch finde ich außerdem, dass man sich die Bücher und Hörbücher auf sein Gerät laden kann und somit auch offline darüber verfügen kann. Bedeutet wenn ich beispielweise spazieren gehe, kann ich unterwegs ganz entspannt mein Hörbuch hören. Oder gerade im Sommer eignet es sich auch perfekt für den Strandurlaub.

Ich bin eine Leserin, die Bücher mehr als einmal zur Hand nimmt. Es gibt Bücher die habe ich fünf bis zehnmal gelesen. Deshalb geht für mich die Strategie super auf, ein Buch zunächst über die Onleihe zu lesen und dann zu entscheiden, ob ich es auch in meinem Regal stehen haben möchte. So habe ich es auch vor kurzem mit "Die Rote Königin" von Victoria Aveyard gemacht und habe in diesem Falle sogar eine positive Überraschung erlebt. Ich bin davon ausgegangen, dass mir das Buch nicht gefallen wird und durch das Lesen in der Onleihe wurde ich doch noch vom Gegenteil überzeugt. Für mich ist die App fest in meine Leseroutine integriert und auf jeden Fall nicht mehr wegzudenken.

Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension | "Paper Princess" von Erin Watt

Buchinformationen

Originaltitel: Paper Princess | Autor: Erin Watt | Verlag: Piper Verlag
Format: Paperback | Seiten: 384 Seiten | ISBN: 978-3-492-06071-4
Preis: 12,99€ [D]

Erschienen am 01. März 2017
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Paper Princess war für mich ein typischer Cover Kauf. Es hat mich einfach angezogen im Laden und ich musste es haben. Da ich New Adult Romane ja sowieso liebe, gab es auch kein wenn und aber. Zunächst hatte ich so meine Zweifel, dass mir das Buch gut gefallen würde, zumal man schnell merkt, dass die Geschichte an sich nichts Neues ist und auch nicht viel Tiefe mit sich bringt. Und trotzdem ist Paper Princess eines dieser Bücher, die einen fesseln, ohne dass man es merkt.

In der Geschichte geht es um die siebzahnjährige Ella Harper. Seit dem Tod ihrer Mutter kämpft sie sich ganz alleine durchs Leben und hält sich mit fragwürdigen Jobs in Stripclubs über Wasser. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt und sie glaubt auch nicht, dass sich das jemals ändern wird. Ich empfand Ella sofort als eine starke junge Frau, die trotz ihrer schwierigen Lebenssituation einen kühlen Kopf bewahrt, und tut was sie kann, um sich durchs Leben zu kämpfen. Sie zerfließt nicht in Selbstmitleid, sondern legt selbst im Angesicht ihrer zwielichtigen Jobs einen gewissen Stolz an den Tag.

Bedingt durch ihre Erfahrungen legt Ella viel Skepsis gegenüber anderen Menschen an den Tag. Als dann plötzlich ein Mann namens Callum Royal in ihrer Schule auftaucht und sich als bester Freund und Kollege ihres Vaters vorstellt, verfällt Ella deshalb schnell in Abwehrhaltung. Aber wer würde das nicht? Und als sei das nicht schon genug, behauptet Callum auch noch, dass ihr Vater tot ist und er ihr Vormund sei.

Ich dachte mir nur: nein! Nein nein nein! Sowas gibt es nicht, so läuft das nicht. Gutaussehender und reicher Typ mittleren Alters taucht in der Schule auf um sie zu adoptieren oder so? An Ellas Stelle hätte ich sofort gedacht, dass das irgendein Typ aus ihren Nachtclubs ist, der definitiv nichts Gutes im Schilde führt. Aber zum Glück lässt Ella sich nicht so leicht überzeugen und geht zunächst auf Distanz.

Callum lässt allerdings nicht locker und sucht sie in einem der Nachtclubs auf, in denen sie tanzt. Er bietet ihr zehntausend Dollar an, für jeden Monat, den sie bei ihm bleibt und brav ihren Schulabschluss macht. Meiner Meinung nach macht ihn das nicht gerade vertrauenswürdiger. Doch dieses Mal erwägt Ella keine Fluchtversuche und gibt dem Ganzen eine Chance.

Callum nimmt sie mit zu seinem Flugunternehmen, welches er zusammen mit Ellas Vater Steve aufgebaut hat. Als sie jedoch seine Villa sieht, wird ihr das gesamte Ausmaß seines Reichtums erst bewusst. Ella fühlt sich natürlich total fehl am Platz. Sie kommt buchstäblich von der Straße und soll sich nun hier eingewöhnen?

Dass Callums Rolle als Vormund doch gar nicht so abwegig ist, zeigt sich, als er Ella seine fünf Söhne vorstellt. Elterliche Erfahrung hat er also allemal. Jedoch sind die Brüder sich mit ihrem Vater alles andere als grün und Ellas Anwesenheit macht die Situation keinesfalls leichter. Besonders Callums Sohn Reed scheint eine besondere Abneigung gegen sie zu hegen, auch wenn es keinen Grund dafür geben mag. Er dichtet Ella ein falsches Spiel an und versucht sie laufend einzuschüchtern und irgendwie loszuwerden.

Ab und zu ist es ganz lustig mitzuerleben, wie Ella und Reed gegenseitig ihren Kampf austragen, doch genauso oft denkt man sich, dass Reed einfach viel zu weit geht. Besonders als er sie mitten in der Nacht nach einer Party auf der Straße aussetzt.

Auch an ihrer neuen Schule fühlt Ella sich wie ein absoluter Außenseiter zwischen den ganzen reichen Tussis. Nur in Valerie findet sie eine bodenständige Freundin. Sie ist lustig, aufrichtig und für jeden Spaß zu haben. Ich glaube eine Freundin wie sie hätte jeder gerne.

Auch Callums Partnerin Brooke ist für Ella wie ein kleiner Lichtblick in der tristen Stimmung der Royal Villa. Doch hinter ihr steckt weit mehr, als man auf den ersten Blick zu denken vermag. Den Punkt habe ich in der Geschichte wirklich nicht kommen sehen, auch wenn es sich das ein oder andere Mal angedeutet hat.

Hätte ich den Klappentext vorher nicht gelesen, wäre ich auch nicht drauf vorbereitet gewesen, dass sich zwischen Ella und Reed eine gewisse Romantik entwickelt. Inmitten all der Boshaftigkeiten fängt es plötzlich an, zwischen den beiden zu knistern. Für mich war es nicht so richtig greifbar, da es einfach keinen Grund dafür gab, dass Ella sich von Reed angezogen fühlt. Doch nach und nach beginnt man seinen Spaß daran zu finden beim Lesen.

Ich selber hätte ja wahrscheinlich eher Gefallen an Easton gefunden. Er ist von seinen Manieren her zwar kein bisschen besser als Reed, jedoch um einiges witziger als sein Bruder. Es hat mich somit auch nicht gewundert, als Ella und Easton sich früher oder später auf ihre eigene Art und Weise annähern.

Insgesamt ist „Paper Princess“ ein New Adult Roman, der zwar eine typische „Sofort-Romanze“ hat, jedoch beim Lesen ein absoluter Pageturner ist. Man kann das Buch in einem Rutsch weglesen und es wird keine Sekunde langweilig. Man hat es mit Intrigen unter der High Society Jugend zu tun, eine zerrüttete Familie und viele spannende Charaktere. Ella ist zudem eine Protagonistin die die Geschichte lebhaft und interessant gestaltet, sodass man zwischendurch nicht das Bedürfnis bekommt, das Buch wegzulegen. Ich glaube, dass jeder, der New Adult Romane mag, dieses Buch lieben wird.

Freitag, 2. Juni 2017

Rezension | "Die Rote Königin" von Victoria Aveyard


Buchinformationen

Originaltitel: Red Queen | Autor: Victoria Aveyard | Verlag: Carlsen
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 512 Seiten | ISBN: 978-3-551-58326-0
Preis: 19,99€ [D]

Erschienen am 28. Mai 2015
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Über „Die Rote Königin“ hört man viele unterschiedliche Meinungen. Bisher hatte mich genaue das davon abgehalten, das Buch zu lesen. Jedoch stand es in der Onleihe App zum Verleih und ich gab dem ganzen eine Chance.

Das Buch begann für mich wie ein jeder Standard Jugendroman, ohne viel Tiefe und mit oberflächlichen Charakteren. Der Schauplatz wurde lieblos beschrieben und so recht warm wird man mit der Geschichte auch nicht. Ich fühlte mich in meiner Entscheidung definitiv bestätigt, das Buch nur zu leihen und nicht zu kaufen.

Deshalb war ich vollkommen von mir selber überrascht, als sich diese bescheidene Meinung dann doch nach und nach in Begeisterung verwandelte. Woran dies genau lag, werde ich euch in diesem Post näher erläutern.

„Die Rote Königin“ spielt in einer Welt, in der es zwei Bevölkerungsschichten gibt. Zum einen gibt es die Menschen mit rotem Blut, die slumartige Dörfer bewohnen und von Leid und Elend geplagt sind. Dann gibt es die „Menschen“ von silbernem Blut, welche besondere Fähigkeiten besitzen. Sie sind beispielsweise in der Lage, die Elemente zu kontrollieren oder Gedanken zu lesen. Doch statt mit diesen Fähigkeiten Gutes zu tun, unterdrücken sie die Roten und beuten diese für ihre Zwecke aus.

Die Protagonistin der Geschichte ist Mare Barrow, ein rotes Mädchen aus den Armenvierteln. Ihre Brüder wurden alle in den von Silbernen geführten Krieg eingezogen und ihr steht nun das Selbe bevor. Doch ein Unbekannter besorgt ihr einen Job im Palast der silbernen Königsfamilie und so bleibt ihr das fatale Schicksal erspart. Über den Krieg hätte ich übrigens unheimlich gerne mehr erfahren, aber vielleicht kommt das ja noch in den nächsten Bänden.

Im Palast wird sie dann Zeugin der Königinnenkür, einer Art Casting, welches die zukünftige Gemahlin des Kronprinzen Cal hervorbringen soll. Und hier kommen wir an den Punkt, der meine komplette Meinung über das Buch verändert hat.

Durch einen Unfall bei der Veranstaltung kommt heraus, dass Mare Blitze aus ihrem Körper hervorrufen kann und somit ebenfalls besondere Fähigkeiten besitzt, obwohl sie eine Rote ist. Der erste Gedanke war natürlich: wie kann das bitte sein? Das ist doch total unlogisch! Eine richtige Erklärung dazu bekommt man im ersten Band leider nicht. Aber es muss ja spannend bleiben und das ist es ab dem Punkt allemal.

Um die Kontrolle über das unvorhersehbare Ereignis zu behalten, denkt der König sich eine Lüge aus und versteckt Mare im Palast. Sie soll nach außen hin das lang verschwundene Kind eines silbernen Generals verkörpern und das Image der Krone verbessern. Und um die Lüge zu perfektionieren, soll sie Maven, Cals jüngeren Bruder heiraten.

Während Cal der Inbegriff eines jungen Thronfolgers ist, der von seinem Vater über alles geliebt wird und natürlich alles hat, was einen jungen Mann attraktiv macht, ist Maven hingegen der Bruder im Schatten. Der stille und nachdenkliche Zweitgeborene, der nie in seiner Rolle glänzen konnte. Die Beziehung und Geschichte zwischen den Beiden ist ein extrem spannender Bestandteil des Buches und sorgt für so einige schockierende Wendungen.

Mare steht nun zwischen den Stühlen. In Maven scheint sie eine genauso gequälte Seele wie sie selbst gefunden zu haben. Man liebt und leidet laufend mit den Beiden mit und das macht es so schön, die Beziehung zwischen den Beiden wachsen zu sehen ... zumindest bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte auf den ich aus Spoilergründen jetzt nicht näher eingehen werde. Wer das Buch bereits gelesen hat, wird das verstehen.

Doch etwas scheint da auch zwischen ihr und Cal zu sein, was sie nicht leugnen kann. So deutet sich zwar ein Liebesdreieck an, jedoch überschattet dieses nicht die wesentliche Bestandteile der Handlung. Im Zentrum der Geschichte steht Mare und ihre besondere Fähigkeit.

Zwischendurch habe ich mir immerwieder die Frage gestellt, in welches Genre ich dieses Buch einteilen würde. Für mich sind Merkmale einer Dystopie erkennbar, jedoch ist der Fantasy Anteil einfach zu hoch, als dass es eine echte Dystopie sein kann. Es wirkt wie eine Mischung aus der Welt von Game of Thrones und den Charakteren von X-Men.

Was sehr für eine Dystopie spricht, ist die Rebellion gegen das Machtgefüge der Silbernen. Unter den Roten formiert sich eine Allianz, welche sich die Scharlachrote Garde nennt und welche mich doch sehr an den Widerstand in „Die Tribute von Panem“ erinnert. Jedenfalls bekommt man ein ähnliches Feeling beim Lesen.

Ich bin in jedem Falle gespannt wie es weitergeht, da mich das Ende des ersten Bandes doch sehr geschockt hat. Mare ruft sich im Laufe der Geschichte immer wieder ihren Leitsatz „Jeder kann jeden verraten“ ins Gedächtnis und dieser bewahrheitet sich am Ende auf bitterste Weise. Ich habe mit Mare auf jede erdenkliche Art mitgelitten, aber im Endeffekt ist es doch genau das, was wir lesen wollen! Aus meiner anfänglichen Ablehnung resultierte jedenfalls ein Kauf des Buches und ich freue mich schon sehr darauf, mich auch von dem Folgeband überzeugen zu lassen.

Mittwoch, 12. April 2017

Buchgedanken | "Der Letzte Stern" von Rick Yancey

Buchinformationen


Originaltitel: The Last Star | Autor: Rick Yancey | Verlag: Goldmann
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 384 Seiten | ISBN:  978-3-442-31336-5 
Preis: 16,99€ [D]
Erschienen am 03. Oktober 2016
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Da wären wir also. „Der Letzte Stern“ ist nach „Die fünfte Welle“ und „Das unendliche Meer“ nun der Abschluss der Trilogie. Tatsächlich habe ich eher gemischte Gefühle, wenn ich über das Ende der Geschichte nachdenke, aber dazu gleich mehr.


Nachdem Ringer nun ihre neuen Fähigkeiten besitzt, macht sie sich auf die Suche nach Ben und den anderen aus ihrer ehemaligen Einheit. Getrieben durch ihr neues Ziel, lässt sie nichts unversucht, um ihre Mission zu vollenden. Für mich war es jedoch extrem schwierig nachzuvollziehen, wieso sie auf einmal dieses Ziel verfolgt. Klar, jeder der das Buch gelesen hat, weiß natürlich, wer ihr den Auftrag erteilt hat. Da ich jedoch nicht Spoilern möchte, versuche ich so wenig wie möglich darüber zu erzählen.  Jedenfalls war für mich einfach unklar, welches Motiv sie angetrieben hat.

Zur gleichen Zeit entscheidet sich Ben dazu, nach Ringer zu suchen. Jedoch ahnt dieser nicht im Entferntesten, was mit ihr während ihrer Abwesenheit geschehen ist. So langsam wird auch deutlich, auf welche Art von Beziehung es zwischen den Beiden hinausläuft. Offensichtlich scheint Ben eine Art Beschützer Instinkt gegenüber Ringer zu entwickeln, was ich aber durchaus authentisch finde, wenn man bedenkt, was die Beiden zusammen durchgemacht haben.

Das Wiedersehen von Ringer und Ben verläuft dementsprechend für Beide um einiges anders, als erwartet. Für den Leser bleiben die großen Überraschungsmomente allerdings aus. Und so ist es leider das komplette Buch hindurch. Man ist zwar gespannt, was als nächstes passiert, aber im Endeffekt ahnt man es schon vorher.

Ich war ein sehr großer Fan vom ersten Teil der Trilogie und musste leider feststellen, dass die fesselnde Endzeit Atmosphäre aus „Die fünfte Welle“ im dritten Band gar nicht mehr vorhanden war.
Mich hat ein wenig das Gefühl überkommen, dass der Autor schnell die Reihe beenden wollte oder musste, und deshalb vieles, was die Trilogie ausmacht, auf der Strecke geblieben ist.

Was mich außerdem sehr verwirrt hat, waren die ständig wechselnden Perspektiven. Natürlich ist jede einzelne davon wichtig, gar keine Frage. Jedoch fehlte mir ein wenig die Ordnung darin. Manchmal war ich in Gedanken noch bei einem ganz anderen Charakter und habe gar nicht mitbekommen, dass die Erzählperspektive sich geändert hat.

Generell fand ich die Charaktere in diesem Buch allesamt recht nervig. Cassie hat kaum noch was von dem, wie wir sie im ersten Band kennen und lieben gelernt haben. Auch Sam, der nun anscheinend meint er könne tun und lassen was er will weil er im Militärlager war, nervt mit seinem Verhalten einfach nur. Man denkt sich eigentlich nur: wenn das wirklich der Rest der Menschheit ist in der Geschichte, sind eh alle verloren.
Was mich leider besonders ärgert ist das Ende. Ich meine hier handelt es sich um eine Geschichte, in der die Welt von Außerirdischen zerstört wird aber einen großen Showdown gibt es nicht. Man erwartet doch irgendwie einen großen Endkampf in dem der Held oder die Heldin das Ruder rumschwenkt und den Menschen einen neuen Anfang ermöglicht. Cassies Rumschwenken der Handlung fand ich allerdings wenig spektakulär inszeniert.

Alles in allem bin ich eher mittelmäßig zufrieden mit dem Abschluss der Trilogie. Einfach aus dem Grund, weil ich mir für die Geschichte  ein anderes Ende gewünscht hätte. Die Handlung schweift ab in sämtliche Richtungen und kommt nicht zum Punkt. Die Spannung wird alleine dadurch aufrecht erhalten, dass man bis zum Ende noch auf eine Wendung der Geschichte wartet.

Freitag, 10. Februar 2017

Buchgedanken | "Das Unendliche Meer" von Rick Yancey


Buchinformationen


Originaltitel: The Infinite Sea | Autor: Rick Yancey | Verlag: Goldmann
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 352 Seiten | ISBN:  978-3-442-31335-8 
Preis: 16,99€ [D]

Erschienen am 30. März 2015
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Wie sein Vorgänger „Die fünfte Welle“ beginnt auch „Das Unendliche Meer“ mit einem Prolog. Nun da die vermeintlich großen Geheimnisse um die Anderen und deren Pläne raus sind, war ich natürlich gespannt, wie man es schaffen will, einen würdigen Nachfolger für „Die fünfte Welle“ zu schreiben. Ich habe allerdings sehr schnell gemerkt, dass es noch um einiges mehr Fragen zu beantworten gibt, als ich dachte. Bis diese jedoch beantwortet werden, braucht man einen sehr langen Atem.
Cassie, Ringer und Ben finden sich mit ihren Freunden zunächst in einem Hotel wieder, welches sie als sicheren Unterschlupf nutzen wollen. Da sie jedoch sicher sind, dass dieser nicht lange sicher bleiben wird, entscheidet sich Ringer, das Hotel zu verlassen und nach einer neuen Bleibe zu suchen. Ihr Plan geht jedoch sehr schnell schief und so sieht Ringer sich bald in den Armen eines alten Feindes wieder.

Währenddessen wartet Cassie darauf, dass Evan nach den Ereignissen in „Die fünfte Welle“ zu ihr zurückkehrt und sorgt damit für Unmut in der Gruppe. Im ersten Band war ich ein sehr großer Fan von Cassie, jedoch fand ich diese ganze Sache mit Evan in diesem Buch ein wenig nervig. Sie klammert sich so sehr an die Hoffnung, dass er wieder auftaucht, dass sie Alles um sich herum zu vergessen scheint und wenig mit der starken Heldin aus „Die fünfte Welle“ gemeinsam hat.

Wenn man bedenkt, wie der erste Band aufgehört hat, fand ich es nahezu enttäuschend wie lethargisch die Geschichte in „Das unendliche Meer“ anfängt. Der Part im Hotel zieht sich sehr in die Länge und hat mich nicht so recht für sich einnehmen können. Man wartet die ganze Zeit, dass etwas Spannendes passiert, doch dazu muss man sich zunächst fast die Hälfte des Buches gedulden. Erfahrungsgemäß ist es jedoch meistens so, dass der zweite Band einer Reihe genau diese Probleme aufweist und wie ein Lückenfüller wirkt.


Etwas was ich aber lobend erwähnen will ist, dass wir während der Zeit im Hotel die Antwort darauf bekommen, warum im ersten Band die Jüngsten der Kinder im Camp Haven wieder mit dem Bus weggefahren wurden. Und ich weiß nicht so recht ob ich mehr entsetzt sein soll, oder schlicht und ergreifend fasziniert von der Idee des Autors. Ich denke es ist wohl ein bisschen von Beidem.
Was ich außerdem jedem empfehlen würde: lest den ersten Band nochmal bevor ihr mit Band zwei anfangt. Die Geschichte kann teilweise doch sehr verwirrend sein aufgrund der plötzlichen Sprünge zwischen den Erzählperspektiven. So bekommen wir zum Beispiel ein Kapitel aus Poundcakes Sicht erzählt und erfahren, wieso er nicht spricht.

Was mich sehr begeistert hat, waren die Kapitel aus Ringers Sicht. Sie scheint sich in „Das unendliche Meer“ zu dem wohl wichtigsten Charakter in der Geschichte zu entwickeln, wird doch der erste Teil und der dritte Teil des Buches komplett aus ihrer Perspektive erzählt. Man erfährt eine Menge über ihre Vergangenheit und warum sie zu dem Mädchen geworden ist, welches wir seit der fünften Welle als Ringer kennen.

Neben den bekannten Charakteren lernen wir außerdem zwei Neue kennen. Zum einen hätten wir da Grace, eine junge Frau aus Evans Vergangenheit, die so ziemlich jedes Klischee einer bösen Schönheit bedient. Genau wie Evan ist sie ein Silencer, jedoch nimmt sie ihre Aufgabe im Gegensatz zu Evan um einiges Ernster. Sie lebt den Plan der Anderen buchstäblich bis in den Tod und wird des Öfteren mit einer nordischen Kriegerprinzessin verglichen ... was meiner Meinung passt wie die Faust aufs Auge. Mir fallen jede Menge böse Wörter ein, mit denen man sie beschreiben kann. Aber nur weil sie zu den Bösen gehört, heißt das nicht dass ich ihren Charakter nicht mochte, ganz im Gegenteil. Ich finde Grace großartig und sie hätte viel mehr Auftritte in dem Buch verdient. Ich bin auch immer noch großer Hoffnung, dass sie in der Fortsetzung eine Rolle spielen wird, da mir ihr Schicksal in dem Buch nicht so ganz klar war.

Der zweite Neue heißt Razor. Ringer lernt ihn im dritten Teil der Geschichte kennen und zwischen den beiden entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung. Es erinnert ein bisschen an die Anfangszeit zwischen Evan und Cassie, wo man nie so richtig wusste, was man in ihm eigentlich sehen soll. Es ist wirklich schwierig über Razor zu erzählen ohne zu Spoilern, aber so viel sei verraten: er und Ringer sind an einem großen Plot Twist beteiligt. Dieser Plot Twist verändert alles was man im ersten Band glaubt gelernt zu haben und lässt alles in einem völlig anderen Licht erscheinen. Und das war dann endlich der Punkt, auf den ich das ganze Buch hindurch gewartet habe. Nämlich diese Situation, in der man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Und dann, bevor man überhaupt wusste wie einem geschieht und so viele Fragen aufgetaucht sind, endet die Geschichte plötzlich.

Viele neue Fragen, Ereignisse überschlagen sich und man möchte einfach nur wissen, wie es weitergeht. So hätte ich mir das ganze Buch gewünscht, aber ich bin mir sicher Rick Yancey wird sich was bei dem Aufbau der Geschichte gedacht haben. Wie am Ende des ersten Bandes ist man ein wenig entsetzt, jedoch aber auch irgendwie zufrieden, wie sich die Geschichte entwickelt. Ich hoffe nun, dass Band drei nochmal ein richtiger Knaller wird und meine Erwartungen an die Reihe hoffentlich übertreffen wird.