Sonntag, 30. Juli 2017

Rezension | "Paper Prince" von Erin Watt

Buchinformationen

Originaltitel: Broken Prince | Autor: Erin Watt | Verlag: Piper Verlag
Format: Paperback | Seiten: 368 Seiten | ISBN: 978-3-492-06072-1
Preis: 12,99€ [D]

Erschienen am 03. April 2017
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Reiheninformation

Band 1: Paper Princess | Band 2: Paper Prince | Band 3: Paper Palace
Band 4: Paper Passion (erscheint am 02.11.2017)
Band 5: Paper Paradise (erscheint am 01.02.2018)
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„Paper Prince“ ist der zweite Band der Paper Serie und knüpft direkt dort an, wo der erste Teil aufgehört hat. Im Gegensatz zu „Paper Princess“ wird die Geschichte hier abwechselnd aus der Perspektive von Reed und Ella erzählt. Das bedeutet, wir bekommen endlich auch mal Reeds Sicht der Dinge geschildert. Besonders interessant fand ich zu lesen, wie er das Ende des ersten Bandes erlebt hat. Diverse Ereignisse werden so in ein ganz anderes Licht gerückt und ich finde, dass es clever gelöst wurde, im zweiten Band Reeds Perspektive mit einzubauen.

Nach Ellas Verschwinden hängt der Haussegen zwischen den Brüdern im Hause Royal ordentlich schief, denn jedem ist klar: Reed ist schuld. Meiner Meinung nach wurde es auch mal Zeit, dass die anderen Brüder ihm mal klar zeigen, was Sache ist.

Nun hatte ich erwartet, dass die Haupthandlung des Buches darin besteht, Ella zu finden und zur Rückkehr zu bewegen. Ob mir das so gut gefallen hätte, ist fragwürdig und zum Glück kam es auch anders. Denn dieser Part war bereits vor Ende der ersten hundert Seiten abgehandelt. Vielmehr steht hier besonders Reeds Konflikt mit sich selber und seinen vergangenen Taten im Mittelpunkt, ebenso wie seine Beziehung zu Ella. Hauptpunkt der Geschichte sind jedoch Brookes dubiose Machenschaften.

Nachdem Brooke ja eher einen untergeordneten Part in „Paper Princess“ gespielt hat, ist sie in „Paper Prince“ eindeutig die Hauptantagonistin. Zur Seite steht ihr dabei Dinah, die Exfrau von Ellas verstorbenem Vater. Es hat den Anschein, als ob sie beide die Royals um eine ganze Menge Geld erleichtern wollen, jedoch jeweils auf ihre eigene Art und Weise. Die beiden sind buchstäblich das personifizierte Böse. Die Intrigen sind also vorprogrammiert, was ich ja an einem Roman immer ganz reizend finde. Man weiß nie, was die werten Damen als nächstes planen um zu ihrem eigenen Vorteil Leute zu vernichten.

Und während Ella vehement versucht Reed zu ignorieren, schreitet Brooke zur Tat und verlangt von Reed, dass er ihr dabei hilft, wieder mit Callum zusammenzukommen und ihm ihr Kind unterzujubeln. Als wäre dies nicht genug, zerbricht nun auch noch das Machtgefüge der Royals an der Schule. Sehr zum Leidwesen seiner Brüder. Besonders Easton hält Reed nun immer wieder vor Augen, was er eigentlich angerichtet hat. Ich muss auch zugeben, dass mir Easton als Charakter immer mehr gefällt. Ich habe es wirklich genossen, seine Szenen mit Ella zu lesen, da man wirklich merkt, wie sehr er mittlerweile an ihr hängt und welches Verhältnis sie zueinander aufgebaut haben (auf rein geschwisterlicher Basis natürlich). Auf eine gewisse Art und Weise brauchen die Beiden einander und es ist einfach schön zu lesen.

Ellas Disput mit Reed und ihr spontanes Verschwinden hat nun aber leider auch zur Folge, dass sie in der Schule wieder Opfer grausamer Anfeindungen wird. Besonders Jordan glaubt nun die Fäden an der Astor Park in der Hand zu haben, wo Reed alles schleifen lässt, und verspricht Ella das Leben zur Hölle zu machen. Und das die werten Schüler der Astor Park nicht zimperlich sind, wissen wir spätestens seit Ellas Aufeinandertreffen mit Daniel Delacorte im ersten Band. Man wird also kaum sagen können, dass beim Lesen Langeweile auftritt. Ella wächst jedoch langsam in ihre Rolle als Royal hinein und so dürfen wir miterleben, wie sie den Spieß einfach mal umdreht. Ich habe es ja immer sehr gerne, wenn man Charakter Entwicklungen in einer Buchreihe beobachten kann und ich denke, dass wir von Ella noch einiges erwarten können.

Obwohl es zwischen Ella und Reed ja ordentlich gekracht hat, gibt es zum Glück nicht diese großen melodramatischen Momenten zwischen den Beiden. Ella vertritt ihre Meinung und macht es Reed wirklich nicht einfach. Dieser wirkt mittlerweile nahezu gebrochen und hat nur noch eines im Kopf: Ella zurückzugewinnen. Letzten Endes müssen wir aber nicht komplett auf die romantischen Liebesszenen verzichten, denn im Endeffekt ist „Paper Prince“ schließlich ein New Adult Roman. Ein großer Pluspunkt ist auch an dieser Stelle wieder, dass es diverse Kapitel aus Reeds Perspektive gibt, die auch die Kehrseite zu Ellas Wahrnehmung zeigen.

Band 2 der Paper Reihe lebt also von allerhand Intrigen und Spannung. Die Geschichte ist sehr unberechenbar und man weiß nie, was als nächstes passieren wird. Durch den leichten Schreibstil ist die Geschichte schön kurzweilig und man kann sie gut in einem Rutsch weglesen.

Das Ende hat mich wirklich offenem Mund dasitzen lassen und ich habe es satte dreimal gelesen, weil ich es einfach nicht glauben konnte. Selten habe ich so einen Cliffhanger vor Augen gehabt. Es gibt keinen Zweifel, dass ich so schnell es geht zur Fortsetzung greifen werde und diese mit Sicherheit genauso verschlingen werde.

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