Montag, 16. Oktober 2017

Rezension | "Der Herzschlag deiner Worte" von Susanna Ernst

Buchinformationen

Originaltitel: Der Herzschlag deiner Worte | Autor: Susanna Ernst | Verlag: Droemer Knaur
Format: Klappenbroschur | Seiten: 400 Seiten | ISBN: 978-3-426-52123-6
Preis: 9,99€ [D]

Erschienen am 01. September 2017
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„Der Herzschlag deiner Worte“ ist mein erstes Buch von Susanna Ernst gewesen. Der Droemer Knaur Verlag hat mich darauf aufmerksam gemacht und mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen und ich hatte es irgendwie im Gefühl, dass mich die Geschichte sehr bewegen wird. Was genau mich an dem Buch dann so berührt hat und wieso ich dringend alle weiteren Bücher von Susanne Ernst lesen möchte, verrate ich euch in dieser Rezension.

Ich finde es sehr schwierig, die Geschichte in Worte zu fassen, da ich ein wenig Angst habe, dem Buch damit nicht gerecht zu werden. Grob zusammengefasst geht es um Alex, einem jungen Musiker, der sich mit seiner neuen Rolle als alleinerziehender Vater anfreunden muss. Seit er seine Bandkarriere für seine kleine Tochter Leni aufgeben musste, plagen ihn Selbstzweifel und Antriebslosigkeit, was der Schreibstil auch schonungslos rüberbringt. Für mich war es sehr leicht nachzuvollziehen, was in Alex vorgeht und wie ihn seine neuen Lebensumstände überfordern. Zumal er sich sein Leben ganz anders vorgestellt hatte. Seine Schwester Cassie schafft es aber, ihm die Augen zu öffnen und ihn an die Rolle zu erinnern, die er nun für seine Tochter einnehmen muss.

Doch gerade als Alex sein Leben wieder einigermaßen in den Griff bekommen hat, verstirbt sein Vater Vincent an einem Herzinfarkt. Für Alex bricht eine Welt zusammen, doch dann trifft er auf der Beerdigung auf seine Großtante Jane. Sie leidet an einer schweren ALS Erkrankung, die sie an einen Rollstuhl fesselt und komplett paralysiert. Kommunizieren kann sie nur durch einen Computer. Doch Jane lässt sich von ihrer Krankheit nicht beherrschen und versucht sich zumindest ihren Humor zu erhalten. Alex und sie freunden sich an und er schöpft durch sie neuen Lebensmut. Doch gerade weil sie sich so gut verstehen ist es für ihn ein Rätsel, weshalb er sie nie besuchen durfte. Irgendetwas scheint zwischen Jane und seinen Eltern vorgefallen zu sein, was ihre damalige Freundschaft so rasch zerstört hat. Aber niemand möchte ihm Antworten geben.

Was Alex nicht weiß, ist, dass der Geist seines Vaters ihn währenddessen auf jedem Schritt begleitet. Als Leser erlebt man dies durch diverse Kapitel aus Vincents Sicht mit, welche seine Gedanken zu den Geschehnissen, die nach seinem Tod in Gang gesetzt wurden, schildern. Außerdem erzählt Vincent Stück für Stück, was in der Vergangenheit zwischen Vivian, Jane und ihm vorgefallen ist. Und je mehr sich das Puzzle zusammensetzt, desto mehr zerbrach es mir das Herz. Ich glaube eine tragisch authentischere Geschichte habe ich noch nie in meinem Leben zuvor gelesen. Diese Verkettung von unglücklichen Ereignissen und Schicksalsschlägen hat mich einfach so tief berührt, dass die eine oder andere Träne bei mir geflossen ist.

Jane versucht indes, Alex mit seiner Schreibblockade zu helfen. Seit seine damalige Affäre ihm Leni vor die Füße gestellt hat und dann abgehauen ist, konnte er keinen einzigen Song mehr schreiben und hat die Musik aufgegeben. Ganz zum Leidwesen seines besten Freundes und Bandkollegen Marcus. Auch Jane möchte sich mit Alex‘ Flaute nicht zufriedengeben und schickt ihn kurzerhand zu einer Lesung, wo er die junge Autorin Maila kennenlernt. Und ja, es funkt so sehr zwischen den Beiden, dass einem die Chemie förmlich entgegenspringt. Doch Maila möchte aufgrund ihrer Vergangenheit keine enge Bindung zu jemandem eingehen. Die Beiden einigen sich auf einen One Night Stand, der bei Alex jedoch dazu führt, dass seine innere Stimme wieder ertönt und ihn einen Song schreiben lässt.

Man wird das Gefühl nicht los, dass Jane dies alles geplant hat und dass alle bisherigen Ereignisse einen Zusammenhang haben. Tatsächlich ist es auch so, allerdings auf eine ganz andere Art, als man zunächst vermuten mag. Auch Alex kann nicht akzeptieren, dass es zwischen ihm und Maila bei einem One Night Stand bleiben soll und setzt alle Hebel in Bewegung, um sie noch einmal zu treffen. Was dann passiert, kann man nur als Schicksal bezeichnen. Die Ereignisse überschlagen sich buchstäblich und man kann einfach nicht fassen, wie die einzelnen Bestandteile der Geschichte sich zusammenfügen.

Und obwohl dies alles so unglaublich traurig und herzzerreißend klingt, hat mir dieses Buch auch das ein oder andere Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Es zeigt einfach, dass man trotz aller Schicksalsschläge nicht sofort aufgeben muss, sondern dass es Hoffnung in jeder erdenklichen Form geben kann. Dass man anderen Menschen einen Sinn im Leben geben kann, auch wenn man sich selber schon abgeschrieben hat. Und vor allem, dass nichts ohne einen Grund geschieht. Denn vieles was in diesem Buch passiert, lässt einen über das Schicksal nachdenken, und wie wir es manchmal unterschätzen.

„Der Herzschlag deiner Worte“ ist für mich mein absolutes Lesehighlight dieses Jahr und hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen eingenommen. Ich habe mir fest vorgenommen, auch alle weiteren Bücher der Autorin zu lesen, da ich hoffe, noch weitere so tolle Geschichten zu entdecken.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Erster Eindruck + Swatches | Colourpop Yes, Please! Palette

Ein Exemplar der Yes, Please! Paletten von Colourpop zu ergattern, ähnelte ein wenig den Hunger Spielen in Die Tribute von Panem. Dennoch habe ich es während eines nächtlichen Restocks geschafft, eine Palette zu bestellen, bevor sie wieder out of stock war. Die Farben haben mich sehr gereizt, vor allem da sie ein Dupe zur Natasha Denona Sunset Palette sein sollen. Leider habe ich die Palette nicht in meiner Sammlung, um einen Vergleich anzustellen. Dennoch möchte ich euch die Yes, Please! Palette kurz mit Swatches vorstellen und meine Meinung mit euch teilen. Einen kleinen Minuspunkt gibt es schon mal vorab, da die Namen der Lidschatten leider auf der Rückseite aufgedruckt sind, und nicht direkt bei den jeweiligen Farben. Außerdem kann man auf einigen Bildern sehen, dass die Palette bei der Lieferung leider ein paar Lidschattenflecken abbekommen hat, die sich nur schwer wieder entfernen lassen. Spricht aber natürlich für die Haltbarkeit der Lidschatten.



Die Palette enthält insgesamt 12 Lidschatten, davon 8 matte Lidschatten und 4 metallische Lidschatten. Die Farben lassen sich problemlos mit dem Finger aufnehmen und wirken sehr zart und buttrig. Die Pigmentierung ist sehr gut und Fallout sucht man glücklicherweise vergebens. Die Farben zu swatchen ist einfach ein Traum, was die folgenden Bilder auch beweisen.


Hier seht ihr Swatches der obersten Lidschattenreihe der Palette, bestehend aus den Farben 'Full Zip', 'Big Cocktails', 'Champs' und 'Bling' (von links nach rechts gesehen in der Palette). Die Swatches beginnen oben mit 'Full Zip' und enden unten mit 'Bling'. Ich glaube man sieht gleich auf den ersten Blick von welcher Qualität die Lidschatten sind. Die Farbabgabe ist so ebenmäßig und hochpigmentiert, dass einem das Herz gleich viel höher schlägt. Ich liebe es einfach, ein gutes Make-Up Produkt in den Händen zu halten.


'Full Zip' ist ein matter nudefarbener Lidschatten, der sich hervorragend als Basis für ein Augenmakeup eignet. Ich finde, dass jede Palette einen solchen Ton braucht. Der Lidschatten lässt sich problemlos verblenden und wie man an dem Swatch erkennen kann, verschmilzt er regelrecht mit der Haut.


'Big Cocktails' ist ein matter orangefarbener Lidschatten. Trotz der extremen Pigmentierung lässt er sich leicht verblenden und wird nicht fleckig. Rote und orangene Lidschatten machen mir häufig Probleme beim Auftragen. Mit diesem lässt sich jedoch sehr gut arbeiten.


'Champs' ist ein warmes Nude mit pfirsichfarbenem Unterton. Die Deckkraft ist so gut, dass ich ihn nicht einfach nur als Basis verwende, sondern als richtigen Bestandteil eines Augenmakeups.


'Bling' ist einer der metallischen Lidschatten. Die Farbe ist ein dunkles Rostrot und super deckend. Im Vergleich zu den matten Lidschatten ist die Farbabgabe viel intensiver. Er fühlt sich außerdem weniger pudrig an.


Auf diesem Bild seht ihr Swatches der mittleren Lidschatten Reihe, bestehend aus den Farben 'Louie', 'Butter Cake', 'Spoiled' und 'GNO'(von links nach rechts gesehen in der Palette). Die Swatches beginnen oben mit 'Louie' und enden unten mit 'GNO'. Auch hier sieht man wieder, dass die Lidschatten sehr gut pigmentiert sind und sich super auftragen lassen.


'Louie' ist ein heller, rostfarbener Lidschatten mit goldenem, metallischem Finish. Wie 'Bling' fühlt auch dieser Lidschatten sich sehr cremig an und lässt sich gleichmäßig auftragen.


'Butter Cake' ist ein goldener, metallisch schimmernder Lidschatten. Er ist leider ein kleines Problemkind in der Palette wie ich finde. Die Pigmente sind gröber und krümeliger als in den anderen Lidschatten. Man muss halt wissen, wie man mit so einem Lidschatten zu arbeiten hat, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Beim Swatchen fällt dies nicht so auf, beim Arbeiten mit dem Pinsel umso mehr. Mit der richtigen Technik ist der Lidschatten aber wunderschön.


'Spoiled' ist ein mattes Weinrot. Genauso wie die anderen matten Lidschatten ist er stark deckend und lässt sich problemlos verblenden. Im Gegensatz zu vergleichbaren roten Lidschatten lässt er sich auch rückstandslos entfernen, ohne rote Flecken auf der Haut zu hinterlassen.


'GNO' ist ein matter kupferfarbener Lidschatten. Er eignet sich hervorragend dafür, die dunkleren Lidschatten miteinander zu verblenden und einen schönen Farbübergang herzustellen. Er ist sehr gut pigmentiert und hat eine schöne cremige Konsistenz.


Dies sind die Swatches der untersten Reihe der Palette, bestehend aus den Farben 'Mischief', 'Note to Self', 'Chauffeur' und 'French Kiss'(von links nach rechts gesehen in der Palette). Die Swatches beginnen oben mit 'Mischief' und enden unten mit 'French Kiss'.


'Mischief' ist ein mattes Senf Gelb. Es ist nicht so stark deckend wie die anderen matten Lidschatten und hinterlässt beim Verblenden einen dezenten Farbhauch. Mit dem richtigen Pinsel und Hilfsmitteln wie Fix+ lässt sich aber eine höhere Deckkraft erzielen.

'Note to Self' ist ein helles mattes braun und macht sich perfekt in der Lidfalten als Übergangsfarbe. Er lässt sich sehr einfach verblenden und hat eine schöne cremige Konsistenz.


'Chauffeur' ist ein orangefarbener metallic Lidschatten mit goldenem Schimmer. Wenn man ihn mit Fix+ aufträgt schimmert er noch viel intensiver. Ansonsten hat er einen angenehme cremige Konsistenz.


'French Kiss' ist ein dunkles mattes Rotbraun. Wie die anderen Lidschatten ist er sehr weich und cremig von der Konsistenz her und lässt sich super verarbeiten. Ich finde die Farbe super zum dunkle Akzente setzen.

Fazit
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Palette und bei einem Preis von 16$ + Versandkosten kann man nicht meckern. Ich hatte zum Glück noch einen 5$ Rabattcode weshalb ich noch günstiger bei weggekommen bin. Man kann tolle Alltags Looks oder auch Abend Make-Ups damit schminken, also ein wahrer Allrounder. Mich stört es nur ein wenig, dass man die Palette so schwierig saubermachen kann. Dadurch, dass sie aus Pappe und nicht aus Metall ist, muss man mit Reinigungsmitteln sehr vorsichtig sein. Ich besitze die Palette nun seit einigen Wochen und habe sie nach den Blogfotos fast täglich benutzt. Da sich der Lidschatten Fallout beim Verwenden sehr in Grenzen hält, nutzen die Lidschatten auch nicht so schnell ab und man hat sehr lange was von der Palette. Für mich eine absolute Kaufempfehlung.